Custos: Innovativer Futurismus

Rüdiger Bucher
von Rüdiger Bucher
am 3. Februar 2009
Das Kaliber der Challange Flyback entwickelte Antonio Terranova in Zusammenarbeit mit der Watchland
Das Kaliber der Challange Flyback entwickelte Antonio Terranova in Zusammenarbeit mit der Watchland
[Foto: ©IMAGIE_SEBASTIEN SECCHI & BENOIT PATTE]

Die Marke Custos ist erst vier Jahre alt, hat es aber schon erfolgreich geschafft, eine eigene Werkebasis aufzubauen. Ein Beispiel dafür sind der neue Flyback-Chronograph und die Dreizeigeruhr „HM-S” (für „hour, minute, second) aus der Tonneaugehäuse-Serie „Challenge” (21 500 bzw. 12 300 Euro). In Zusammenarbeit mit der Franck-Muller-Watchland-Gruppe entwickelte Antonio Terranova, Teilhaber und technischer Kopf bei Custos, ein Chronographenkaliber mit Flyback-Funktion. Es zeichnet sich aus durch ein großes Federhaus mit einem leistungsfähigen Drehmoment und einer hohen Gangautonomie von mindestens 60 Stunden. Die Getriebekette ist großzügig dimensioniert, und der beidseitig aufziehende Rotor speichert bereits kleinste Armbewegungen, um daraus Energie zu gewinnen. Dafür sorgt eine Konstruktion ohne Wechsler, mit Exzenterrad, die an den Pellaton-Aufzug von IWC erinnert.

Das Kaliber 2650 ist das neue Basiswerk von Custos
Das Kaliber 2650 ist das neue Basiswerk von Custos
[Foto: ©IMAGIE_SEBASTIEN SECCHI & BENOIT PATTE]

Auch der aus Titan bestehende Rotor ist eine Entwicklung von Custos, wobei die ursprünglich verwendete Palladium-Schwungmasse inzwischen durch Tungsten ersetzt wurde. Die Feinregulierung erfolgt über einen Rückerzeiger an der Unruh. Obwohl die Uhr sowohl durchs Zifferblatt als auch durch den Glasboden viel von ihrem Innenleben zeigt, kann man die Unruh nicht gut sehen, da sie zum Teil von der Automatikbaugruppe verdeckt wird – eine Besonderheit des Custos-Kalibers 3650. Um die Chronographenfunktion reduziert, wird der Motor zum neuen Basis­kaliber der Marke mit der Bezeichnung 2650. Dadurch, dass bei beiden Kalibern viele Bauteile gleich sind, lassen sich Module – zum Beispiel für einen ewigen Kalender – mit beiden zu neuen Referenzen kombinieren. Optisch bestechen die Uhren durch ihren maskulinen, futuristischen Look, der den Blick freigibt auf die schwarz plasmabeschichteten Werkskomponenten.

Das Evosquare Tourbillon gibt viel Raum für tiefe Einblicke
Das Evosquare Tourbillon gibt viel Raum für tiefe Einblicke

Das gilt auch und gerade für das neue Evosquare Tourbillon (104.000 Euro), das viel Platz zum Durchschauen lässt. Möglich macht das seine spezielle Architektur: Sie ist durch drei von hinten sichtbare Brücken gegliedert. In der obersten ist das Federhaus gelagert, in der mittleren die Getriebekette und in der unteren – fliegend – das Drehgestell. Hinter dem großen Rubin im Zentrum der unteren Brücke befindet sich eine von Terranova entwickelte Stoßsicherung mit zwei Lagern. buc

Tissot: Chemin des Tourelles GMT | Baselworld 2018

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