Der Hanhart Racemaster GTF und seine Vorbilder

Die „Temposchaltung“ im Rennsport

Die Temposchaltung oder Flyback-Funktion, welche durch den roten Drücker ausgelöst wird, ist vielen Uhrenfreunden von den Fliegeruhren bekannt. Tatsächlich ist diese Komplikation aber besonders im Motorsport eine nützliche Anwendung. Deswegen ist die Bezeichnung “Temposchaltung” eigentlich das treffendere Wort. Damit können einerseits Rundenzeiten beim Passieren von Rundenmarkierungen am schnellsten erneut gemessen werden. Man drückt einfach den roten Drücker und es beginnt ein neuer Stoppvorgang, ohne, dass der Chronograph zuerst angehalten und auf Null gestellt werden muss. Andererseits können im Zusammenspiel mit der Tachymeteranzeige auch Geschwindigkeitsmessungen über einen definierten Streckenabschnitt wiederholt werden.

Auch die Fliegeruhren von Hanhart standen Pate

Zahlreiche Designelement des Racemasters sind eine gelungene Anspielung auf die fliegerische Tradition des Hauses. Schon erwähnt wurden die asymmetrischen Drücker und der rote Rückstellknopf. Dies waren auch die Erkennungsmerkmale der Fliegerchronographen für die deutsche Luftwaffe. Eine besondere Beziehung besteht dabei zum legendären Doppeldrücker ohne Drehlünette, der etwa 1941 eingeführt wurde. Diese Uhr hatte ebenso wie der Racemaster ein großes und klar gezeichnetes Gehäuse. Auf einen Drehring, wie sonst üblich bei Fliegeruhren, verzichtete man bewusst. Auch der verschraubte Bodendeckel mit den drei Führungsnuten wurde vom Vorbild übernommen. So weisen die Fliegerei und der Rennsport generell viele Übereinstimmungen auf. Die Piloten beider Gattungen beherrschen die komplizierte Technik im Höhen- und Geschwindigkeitsrausch – immer am Limit des physikalisch möglichen. Neben den lebenswichtigen Instrumenten spielen vor allem Intuition und Erfahrung eine entscheidende Rolle. Die Zeit ist dabei immer eine der wichtigsten Größen.

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Hanhart: Doppeldrückerchronograph (40er-Jahre)
Vorbild aus der Fliegerei – der Hanhart-Doppeldrückerchronograph aus den 40er-Jahren.

Hanhart: Bodendeckel wie beim legendären Fliegerchronographen
Hanhart: Bodendeckel wie beim legendären Fliegerchronographen

Der Hanhart Racemaster ist eine alltagstaugliche Uhr
für Individualisten

Am Arm seines Trägers macht der Hanhart Racemaster in jeder Hinsicht eine gute Figur. Im Zusammenspiel mit dem gelochten Armband vermittelt sie einen sportlichen Eindruck. Trotz ihrer Größe und einer Bauhöhe von satten 16 Millimetern wirkt sie aber nicht klobig. Im Gegensatz zu manch anderer „Toolwatch“ ist sie nicht nur im Wasser oder in der Freizeit tragbar. Auch gelegentliche Berührungen mit der Umgebung führen nicht zu hässlichen Spuren, die in einer Politur-Arie enden, denn die Konstrukteure bei Hanhart verwendeten einen nach dem HDS-pro-Verfahren (HDS steht für heavy-duty-steel) gehärteten Edelstahl. Man sieht es dem sehr sauber und hochwertig verarbeiten Gehäuse zwar nicht an, aber es kann spurlos auch härtere Stöße und Rempler überstehen.

Hanhart: Racemaster
Die Zeit fest im Griff mit der Hanhart Racemaster

Hanhart hat seine Vertriebsstrategie auf revolutionäre Weise geändert. Die Uhren werden zukünftig im Zusammenspiel von Internetverkauf und Konzessionärshandel angeboten. Die Konzessionäre werden in den Direktverkauf über den firmeneigenen Shop eingebunden. Eine im Internet erworbene Uhr kann der Kunde bei einem Konzessionär abholen und wird auch von diesem betreut. Dadurch wird die unsinnige Trennung zwischen Internet- und Präsenzhandel aufgehoben. Durch diesen Schachzug konnten zum Vorteil des Kunden die Preise deutlich reduziert werden. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wer also jenseits der ausgetretenen Pfade nach einer hochwertigen Uhr mit Tradition sucht, der findet mit dem Racemaster den passenden Zeitmesser. In einer in Stilfragen rückwärts gewandten Zeit sind mehr denn je Individualisten gefragt. Das Besondere offenbart sich längst nicht mehr nur als Artefakt wohlbekannter Marken, sondern oftmals im Verborgenen. Der Modedesigner Giorgio Armani hat es einmal auf den Punkt gebracht: „Stil heißt nicht auffallen, sondern in Erinnerung bleiben.“ Der Hanhart Racemaster hat die Qualitäten, diesen Anspruch zu erfüllen.

Walter Castillo ist begeisterter Sammler von historischen Flieger- und Militäruhren. Er ist Betreiber des Internetforums Vintage-Time.de, das sich seit 2007 dem Thema klassische Uhren mit Schwerpunkt Flieger- und Militäruhren widmet: www.vintage-time.de

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