Produkt: Chronos 4/2021
Chronos 4/2021
WETTKAMPF IM WASSER | ROLEX GEGEN OMEGA: SPECIAL 42 SEITEN TAUCHER-UHREN +++ TAUCHEN IST SILBER | TEST: TUDOR BLACK BAY 925 +++ TAUCHERPROFI | TEST: ORIS AQUISPRO DATE +++ TAUCHER-LEGENDE | BLANCPAIN FIFTY FATHOMS

Die 6 attraktivsten Retro-Taucheruhren

Uhren mit historischen Vorbildern von Longines, Breitling, Tudor & Co.

Eine der häufigsten Uhrengattungen, die im Retro-Design neu aufgelegt werden, ist die Taucheruhr. Hier gefallen uns besonders solche Modelle, deren Vorbilder bereits vor 50 oder gar 60 Jahren entstanden sind. In der folgenden Liste finden Sie sechs ausgewählte Tauchbegleiter im Retro-Look.

Attraktive Retro-Taucheruhr #1: Certina DS PH500M

Certina: DS Super PH500M mit schwarzem Zifferblatt
Certina: DS Super PH500M mit schwarzem Zifferblatt

Nach der 2020 vorgestellten DS PH500M mit orangefarbenenem Zifferblatt, stellt Certina nun eine neue Version mit schwarzem Zifferblatt vor. Die Taucheruhr geht auf ein historisches Certina-Modell von 1968 zurück, ist aber gleichzeitig mit den besten Standards der heutigen Uhrmacherei gesegnet. Ihr Automatikwerk vom Kaliber Eta Powermatic 80.611 bietet nicht nur eine Gangreserve von 80 Stunden, sondern ist dank seiner Nivachron-Spiralfeder unempfindlich gegen magnetische Einflüsse, die den Gang der Uhr nachhaltig stören könnten. Es bleibt bis 500 Meter vor eindringendem Wasser geschützt. Ihre Drehlünette ist gleich doppelt gegen unabsichtliches Verstellen geschützt. Nicht nur, dass sie sich in lediglich eine Richtung drehen lässt, man muss sie dazu auch noch bewusst nach unten drücken. Getragen wird die Uhr am schwarz-grauen NATO-Band, das aus recycelten Plastikabfällen aus dem Meer besteht. Kostenpunkt: 860 Euro.

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Attraktive Retro-Taucheruhr #2: Tudor Black Bay Fifty-Eight 925

Tudor: Black Bay Fifty-Eight 925 mit Textil- oder Lederband
Tudor: Black Bay Fifty-Eight 925 mit Textil- oder Lederband

Die Black Bay Fifty-Eight ist eine Reminiszenz an die ersten Taucheruhren von Tudor. Im Jahr 1958 lancierte die Marke die Referenz 7924, die erstmals eine Wasserdichtheit bis 200 Meter aufwies. Nun bringt Tudor eine Version der beliebten Black Bay Fifty-Eight mit den markanten Snowflake-Zeigern aus 925er-Silber mit taupefarbenem Zifferblatt. Erstmals verwendet die Marke für das 39 Millimeter große Gehäuse dieses Material. Wie Sterlingsilber besteht die verwendete Legierung zu 92,5 Prozent aus Silber; die übrigen 7,5 Prozent der geheimen Rezeptur bewirken jedoch laut Marke, dass das Material nicht anläuft, wie man es von Tafelsilber kennt. Auf der Rückseite des Gehäuses gibt ein transparenter Boden – auch das ist neu bei Tudor – den Blick auf das automatische Manufakturkaliber MT5400 frei. Dieses ist chronometerzertifiziert und wartet mit einer Gangautonomie von etwa 70 Stunden auf. Getragen wird die Taucheruhr am Leder- oder Textilband. Für 4.010 Euro kann man sich die silberne Black Bay Fifty-Eight 925 ans Handgelenk legen.

Attraktive Retro-Taucheruhr #3: Blancpain Tribute to Fifty Fathoms No Rad

Blancpain: Tribute to Fifty Fathoms No Rad
Blancpain: Tribute to Fifty Fathoms No Rad

Die Tribute to Fifty Fathomas No Rad ist von einer Blancpain-Taucheruhr aus den 1960er-Jahren inspiriert, die die Uhrenmarke für die Kampfschwimmer der deutschen Marine lieferte. Die Besonderheit ist nach wie vor das gelb-rote Logo „no radiations“ auf dem Zifferblatt bei sechs Uhr. Damals vermittelte es dem Träger, dass hier auf den Einsatz von Radium als Leuchtmittel verzichtet wurde. Die Neuauflage misst  40,3 Millimeter im Durchmesser und zeigt sich mit einem mattschwarzen Zifferblatt. Ziffern, Zeiger, Indexe und die Tauchzeitskala auf der einseitig drehbaren Saphirglaslünette sind mit „Old Radium“-Superluminova beschichtet, um den Vintage-Look zu unterstreichen. Diese leuchtet im Dunkeln grün. Im Innern der auf 500 Stück limitierten Taucheruhr arbeitet das Manufakturkaliber 1151 mit Automatikaufzug, das eine Gangreserve von 100 Stunden bietet. Das Kaliber bleibt bis 30 Bar vor eindringendem Wasser geschützt. Getragen wird die 13.070 Euro teure Uhr am schwarzen Kautschukband.

Attraktive Retro-Taucheruhr #4: Breitling Superocean Heritage B20 Automatic 46

Breitling: Superocean Héritage
Breitling: Superocean Heritage B20 Automatic 46

Mit der Linie Superocean Heritage lässt Breitling eine Taucheruhr von 1957 wiederaufleben. Beim Modell Superocean Heritage B20 Automatic 46 erinnern die individuell geformten Zeiger ebenso an das Vorbild wie die schwarze Drehlünette. Die Uhr gibt es mit einem historisch anmutenden Milanaise-Stahlgeflechtband oder wahlweise einem Kautschukarmband, das den Retro-Look des Metallbands imitiert. Die Taucheruhr hat einen großzügigen Durchmesser von 46 Millimetern und ist bis 20 Bar druckfest. Den Antrieb übernimmt das Automatikkaliber B20, das auf dem Tudor-Kaliber MT5612 basiert. Die Sportuhr kostet 4.550 Euro.

Attraktive Retro-Taucheruhr #5: Rado Captain Cook Bronze Automatik

Rado: Captain Cook Bronze Burgundy
Rado: Captain Cook Bronze Burgundy

Die 2019 eingeführte Linie Captain Cook soll an ein Rado-Modell aus dem Jahr 1962 erinnern. Das Vorbild war eine Taucheruhr mit plakativem Zifferblatt und klar erkennbaren Anzeigen. Das 42 Millimeter große Edelstahlgehäuse der heutigen Neuauflage ist bis 20 Bar druckfest und beherbergt das Automatikwerk Eta C07.611 mit stolzen 80 Stunden Gangreserve. Brandneu ist die Bronzeversion Captain Cook Bronze Automatik mit rotem Zifferblatt und roter Keramikeinlage. Kostenpunkt: 2.620 Euro

Attraktive Retro-Taucheruhr #6: Longines Legend Diver Bronze

Longines: Legend Diver Bronze
Longines: Legend Diver Bronze

Die Legend Diver von Longines ist eine Neuauflage einer Taucheruhr von 1960. Als Teil der Heritage-Linie erinnert das Modell mit dem gewölbten Glas an vergangene Zeiten. Doch statt Plexiglas, wie es früher verwendet wurde, kommt nun Saphirglas zum Einsatz. Den Retro-Charme unterstreicht die aktuellste Version aus Bronze besonders gut. Der warme Ton des Gehäuses harmoniert auch perfekt mit dem grün lackierten Degradé-Zifferblatt. Damit die bis 300 Meter wasserdichte Uhr auch im Dunklen ablesbar ist, sind Indexe, Ziffern und Zeiger mit Leuchtmasse belegt. Im Innern des 42 Millimeter großen Bronzegehäuses arbeitet das automatische Kaliber L888.5, das auf dem Eta-Kaliber A.31.L11 mit Siliziumspirale basiert. Den Titanboden ziert die Gravur eines Tauchers. Die Uhr kommt mit einem braunen Lederband und einem grünen NATO-Band und kostet 2.750 Euro.

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Produkt: UHREN-MAGAZIN 2/2020
UHREN-MAGAZIN 2/2020
A. Lange & Söhne: Erster Test der neuen Lange-Uhr in Edelstahl +++ Sportuhren mit Eleganz +++ 175 Jahre Uhrmacherei in Glashütte +++ Test: Tudor Black Bay P01 & Panera Submersible Marina +++ Männersache: Die besten Uhren für den Motorsport

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Die Oris ist mit einer Druckfestigkeit von 10 bar definitiv nicht zum Tauchen geeignet! Da frag ich mich schon warum sie hier als Taucheruhr geführt und auch so benannt wird von Ihnen?

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  2. Lieber Herr Borchardt,

    da wir die Vielfalt des Taucheruhrenmarktes anhand besonders attraktiver Modelle abbilden wollen, kommen wir um Modelle in Tauchoptik, die etwas weniger druckfest sind, nicht herum – und wollen das auch gar nicht. Oris ist ein bekannter Taucheruhrenhersteller, der absolute Profi-Instrumente im Sortiment hat. Aber beim Thema Retro schwimmt die Divers Sixty-Five mit der historisch korrekten Wasserdichtheit von 100 Metern ganz vorn mit. Dasselbe gilt für das Jaeger-LeCoultre-Modell in dieser Liste. Diese Druckfestigkeit hat übrigens den Tauchern in den fünfziger und sechziger Jahren völlig genügt, und die betreffenden ISO- und DIN-Normen verlangen erst in jüngerer Zeit 200 statt 100 Meter Wasserdichtheit.

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  3. Die Alpina Seastrong und die Omega Seamaster haben mir am besten gefallen. Echte Schmuckstücke. Simon von http://taucheruhren-automatik.com/

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  4. Da bleibt zu hoffen, dass Seiko mit der Neuauflage nicht “baden geht” wie es bei dem ursprünglichen Modell der Fall war.
    7 Jahre war Seiko nach diesem Disaster vom Taucheruhrenmarkt verschwunden, bis sie erst in 1975 wieder mit einer richtigen Taucheruhr auf den Markt kamen.
    Bei vielen Händlern steht die völlig überteuerte SLA025 wie Blei in den Regalen. Der Händler hofft auf einen hohen Verkaufspreis, doch gehandelt wird die Uhr bereits 20% unter NP, UVP.

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  5. Schockiert bin ich über den absurd hohen Preis der Seiko Divers Recreation. Wer den bezahlt kann schon 50-60% des Kaufpreises abschreiben, sobald er den Laden verlassen hat.
    Als langjähriger Uhrenliebhaber und Sammler habe ich nichts gegen Seiko und selbst mehr als ein Dutzend Uhren der Marke in der Sammlung, aber zu marktgerechten Preisen zwischen € 100 und € 500 für eine limitierte Seiko Taucheruhr.
    Seiko versucht nun schon seit längerem, in höherpreisigen Gefilden Fuß zu fassen. Damit dürfte die Marke nach meinem Dafürhalten allerdings scheitern.

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