Die 6 attraktivsten Retro-Taucheruhren

Uhren im Vintage-Look von Alpina, Blancpain, Tudor & Co.

Eine der häufigsten Uhrengattungen, die im Retro-Design neu aufgelegt werden, ist die Taucheruhr. Hier gefallen uns besonders solche Modelle, deren Vorbilder bereits vor 50 oder gar 60 Jahren entstanden sind. In der folgenden Liste finden Sie sechs ausgewählte Tauchbegleiter im Retro-Look.

Attraktive Retro-Taucheruhr #1: Alpina Seastrong Diver 300 Automatic Calanda

Alpina: Seastrong Diver 300 Automatic Calanda
Alpina: Seastrong Diver 300 Automatic Calanda

Für einen Retro-Look sorgen bei der Alpina Seastrong Diver 300 Automatic Calanda vor allem die markanten Indexe und Zeiger mit beigefarbener Leuchtmasse. Sie heben sich deutlich und gut ablesbar vom schwarzen Zifferblatt der Taucheruhr ab. Das 42 Millimeter große und 30 Bar wasserdichte Gehäuse besteht aus recyceltem Edelstahl. In seinem Innern tickt das Automatikkaliber Sellita SW200. Alpina baut 300 Exemplare der Retro-Uhr und verkauft sie für jeweils 1.695 Euro.

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Attraktive Retro-Taucheruhr #2: Certina DS PH500M

Certina: DS Super PH500M mit schwarzem Zifferblatt
Certina: DS Super PH500M mit schwarzem Zifferblatt

Nach der 2020 vorgestellten DS PH500M mit orangefarbenenem Zifferblatt präsentierte Certina 2021 eine Version mit schwarzem Gesicht. Die Taucheruhr geht auf ein historisches Certina-Modell von 1968 zurück, ist aber gleichzeitig mit den hohen Standards der heutigen Uhrmacherei gesegnet. Ihr Automatikkaliber Eta Powermatic 80.611 bietet nicht nur eine Gangreserve von 80 Stunden, sondern ist dank seiner Nivachron-Spiralfeder auch unempfindlich gegenüber magnetischen Einflüssen, die den Gang der Uhr nachhaltig stören könnten. Das Werk bleibt bis 500 Meter vor eindringendem Wasser geschützt. Die Drehlünette ist gleich doppelt gegen unabsichtliches Verstellen gesichert: Sie lässt sich einerseits nur in eine Richtung drehen, und man muss sie dazu auch noch bewusst nach unten drücken. Getragen wird die Uhr am schwarz-grauen NATO-Band, das aus recycelten Plastikabfällen aus dem Meer besteht. Kostenpunkt: 895 Euro.

Attraktive Retro-Taucheruhr #3: Tudor Black Bay Fifty-Eight 925

Tudor: Black Bay Fifty-Eight 925 mit Textil- oder Lederband
Tudor: Black Bay Fifty-Eight 925 mit Textil- oder Lederband

Die Black Bay Fifty-Eight ist eine Reminiszenz an die ersten Taucheruhren von Tudor. Im Jahr 1958 lancierte die Marke die Referenz 7924, die erstmals eine Wasserdichtheit bis 200 Meter aufwies. 2021 brachte Tudor eine Version der beliebten Black Bay Fifty-Eight aus 925er-Silber mit taupefarbenem Zifferblatt. Erstmals verwendet die Marke für das 39 Millimeter große Gehäuse dieses Material. Wie Sterlingsilber besteht die verwendete Legierung zu 92,5 Prozent aus Silber; die übrigen 7,5 Prozent der geheimen Rezeptur bewirken jedoch laut Tudor, dass das Material nicht anläuft, wie man es von Tafelsilber kennt. Auf der Rückseite des Gehäuses gibt ein transparenter Boden – auch das ist neu bei Tudor – den Blick auf das automatische Manufakturkaliber MT5400 frei. Dieses ist chronometerzertifiziert und wartet mit einer Gangreserve von 70 Stunden auf. Getragen wird die Taucheruhr am Leder- oder Textilband. Für jeweils 4.110 Euro kann man sich die silberne Black Bay Fifty-Eight 925 ans Handgelenk legen.

Welche Eigenschaften müssen Taucheruhren eigentlich unbedingt erfüllen? Das erklären wir im nachfolgenden Video:

Attraktive Retro-Taucheruhr #4: Blancpain Tribute to Fifty Fathoms No Rad

Blancpain: Tribute to Fifty Fathoms No Rad
Blancpain: Tribute to Fifty Fathoms No Rad

Die Tribute to Fifty Fathomas No Rad ist von einer Blancpain-Taucheruhr aus den 1960er-Jahren inspiriert, die die Uhrenmarke für die Kampfschwimmer der deutschen Marine lieferte. Die Besonderheit ist nach wie vor das gelb-rote Logo „no radiations“ auf dem Zifferblatt bei sechs Uhr. Damals vermittelte es dem Träger, dass hier auf den Einsatz von Radium als Leuchtmittel verzichtet wurde. Die Neuauflage misst 40,3 Millimeter im Durchmesser und zeigt sich mit einem mattschwarzen Zifferblatt. Ziffern, Zeiger, Indexe und die Tauchzeitskala auf der einseitig drehbaren Saphirglaslünette sind mit „Old Radium“-Superluminova beschichtet, um den Vintage-Look zu unterstreichen. Diese leuchtet im Dunkeln grün. Im Innern der auf 500 Stück limitierten Taucheruhr arbeitet das Manufakturkaliber 1151 mit Automatikaufzug, das eine Gangreserve von 100 Stunden bietet. Das Kaliber bleibt bis 30 Bar vor eindringendem Wasser geschützt. Getragen wird die 13.720 Euro teure Uhr am schwarzen Kautschukband.

Attraktive Retro-Taucheruhr #5: Jaeger-LeCoultre Polaris Date

Jaeger-LeCoultre: Polaris Date Taucheruhren-Special 2022

Die Polaris Date von Jaeger-LeCoultre erinnert im Design an die historische Memovox Polaris von 1968. Wie das frühere Modell ist sie mit einem Datum ausgestattet und zeigt im Zentrum des Zifferblatts eine Minuterie. Auch das direkt unter der Zwölf positionierte kleine Markenlogo und das gewölbte Glas greifen Designelemente des Vorbilds auf. Der innenliegende Taucherring wird über die Krone bei zwei Uhr eingestellt. Für den Vortrieb sorgt das automatische Manufakturkaliber 899AB mit 70-stündiger Gangreserve. Die 42 Millimeter große Edelstahluhr bleibt bis 20 Bar druckfest und kostet am grünen Kautschukband 9.800 Euro.

Attraktive Retro-Taucheruhr #6: Rado Captain Cook Bronze Automatik

Rado: Captain Cook Bronze Burgundy
Rado: Captain Cook Bronze Burgundy

Die 2019 eingeführte Linie Captain Cook erinnert an ein Rado-Modell aus dem Jahr 1962. Das Vorbild war eine Taucheruhr mit plakativem Zifferblatt und klar erkennbaren Anzeigen. Das 42 Millimeter große Edelstahlgehäuse der heutigen Neuauflage ist bis 20 Bar druckfest und beherbergt das Automatikwerk Eta C07.611 mit stolzen 80 Stunden Gangreserve. Besonders auffällig ist die Bronzeversion Captain Cook Bronze Automatik mit rotem Zifferblatt und roter Keramikeinlage. Kostenpunkt: 2.750 Euro

Mehr über die Rado Captain Cook Bronze Burgundery erfahren Sie im nachfolgenden Video:

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Produkt: Chronos 01/2020
Chronos 01/2020
Großer Vergleich: Rolex vs. Omega +++ 10 Fakten über Tudor +++ Dressed for success: Elegante Uhren

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Die Oris ist mit einer Druckfestigkeit von 10 bar definitiv nicht zum Tauchen geeignet! Da frag ich mich schon warum sie hier als Taucheruhr geführt und auch so benannt wird von Ihnen?

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  2. Lieber Herr Borchardt,

    da wir die Vielfalt des Taucheruhrenmarktes anhand besonders attraktiver Modelle abbilden wollen, kommen wir um Modelle in Tauchoptik, die etwas weniger druckfest sind, nicht herum – und wollen das auch gar nicht. Oris ist ein bekannter Taucheruhrenhersteller, der absolute Profi-Instrumente im Sortiment hat. Aber beim Thema Retro schwimmt die Divers Sixty-Five mit der historisch korrekten Wasserdichtheit von 100 Metern ganz vorn mit. Dasselbe gilt für das Jaeger-LeCoultre-Modell in dieser Liste. Diese Druckfestigkeit hat übrigens den Tauchern in den fünfziger und sechziger Jahren völlig genügt, und die betreffenden ISO- und DIN-Normen verlangen erst in jüngerer Zeit 200 statt 100 Meter Wasserdichtheit.

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  3. Die Alpina Seastrong und die Omega Seamaster haben mir am besten gefallen. Echte Schmuckstücke. Simon von http://taucheruhren-automatik.com/

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  4. Da bleibt zu hoffen, dass Seiko mit der Neuauflage nicht “baden geht” wie es bei dem ursprünglichen Modell der Fall war.
    7 Jahre war Seiko nach diesem Disaster vom Taucheruhrenmarkt verschwunden, bis sie erst in 1975 wieder mit einer richtigen Taucheruhr auf den Markt kamen.
    Bei vielen Händlern steht die völlig überteuerte SLA025 wie Blei in den Regalen. Der Händler hofft auf einen hohen Verkaufspreis, doch gehandelt wird die Uhr bereits 20% unter NP, UVP.

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  5. Schockiert bin ich über den absurd hohen Preis der Seiko Divers Recreation. Wer den bezahlt kann schon 50-60% des Kaufpreises abschreiben, sobald er den Laden verlassen hat.
    Als langjähriger Uhrenliebhaber und Sammler habe ich nichts gegen Seiko und selbst mehr als ein Dutzend Uhren der Marke in der Sammlung, aber zu marktgerechten Preisen zwischen € 100 und € 500 für eine limitierte Seiko Taucheruhr.
    Seiko versucht nun schon seit längerem, in höherpreisigen Gefilden Fuß zu fassen. Damit dürfte die Marke nach meinem Dafürhalten allerdings scheitern.

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  6. Die BP ist für mich die einzig wahre Retro Uhr, leider limitiert und daher nicht zu haben, oder nur von Leuten die auch hier gerne spekulieren.
    Die FF von BP ist überhaupt eine ausgezeichnete Uhr und, ähnlich wie die Submariner, eine Retro Uhr mit aktueller Technik und behutsam dem Zeitgeist entsprechend angepasst.
    Hier könnte BP endlich mit einem Modell aufwarten, dass ein klein wenig kleiner ist, als die aktuellen FF Modelle. 45 Millimeter sind selbst an einem 19cm Handgelenk aufgrund der massiven Krone nicht wirklich angenehm zu tragen.
    Ich hoffe auf eine Modifikation in Kürze 😉

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