Die acht begehrtesten Uhrenmarken: A. Lange & Söhne

Deutsche Uhrenkunst

Die Saxonia Automatik von A. Lange & Söhne
Die Saxonia Automatik von A. Lange & Söhne

Handwerkskunst, Heimat und eine Ikone.
So könnte man das Erfolgsrezept der sächsischen Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne in aller Kürze zusammenfassen. Der handwerkliche Aspekt findet seinen Ausdruck in den schönsten Uhrwerken aus deutscher Produktion.
Die Manufakturkaliber von A. Lange & Söhne vereinen klassische Konstruktionsmerkmale wie Dreiviertelplatine, Schraubenunruh und verschraubte Goldchatons mit feinsten Gravuren, Schliffen und Polituren.

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Die Lange 1 in Rotgold (23.900 €)
Die Lange 1 in Rotgold (23.900 €)

Das Kaliber L.901.0 kommt in der Lange 1 zum Einsatz
Das Kaliber L.901.0 kommt in der Lange 1 zum Einsatz

Besondere Bedeutung erlangt die handwerkliche Qualität durch die lange Uhrmachertradition im sächsischen Glashütte, die erst durch die Firma Lange möglich wurde. 1845 hatte Ferdinand Adolph Lange in dem unbedeutenden Örtchen mit einem Darlehen von der sächsischen Regierung die erste Produktionswerkstätte für Taschenuhren eröffnet. Es folgte eine Erfolgsgeschichte, die erst mit der Verstaatlichung und anschließenden Zerschlagung des Unternehmens zu DDR-Zeiten endete.

Familientradition: Walter Lange ist Urenkel des Firmengründers Ferdinand Adolph Lange (Büste)
Familientradition: Walter Lange ist Urenkel des Firmengründers Ferdinand Adolph Lange (Büste)

Nach der Wende erweckten der in der Uhrenbranche wohlbekannte Günter Blümlein und Walter Lange – Urenkel des Firmengründers Ferdinand Adolph Lange – die Marke zu neuem Leben und präsentierten 1994 schließlich die Uhr, die das Unternehmen wieder an die Spitze bringen sollte: die Lange 1 mit den heute berühmten dezentralen Anzeigen. Es folgten weitere Modelllinien, die ebenfalls traditionelle Glashütter Uhrmacherei und elegantes Design vereinten und sich bald zu einer ausgewogenen Kollektion verbanden.

Heute heißen die wichtigsten und umfangreichsten Linien – die wie alle Lange-Uhren nur in Edelmetallgehäusen angeboten werden – Lange 1, Saxonia und 1815. Ergänzend baut die Manufaktur zahlreiche komplizierte und hochkomplizierte Spezialitäten wie den abgebildeten Schleppzeigerchronographen mit Tourbillon namens Tourbograph „Pour le Mérite“ aus der hauseigenen Legierung „Honiggold“.

Lange Zeitwerk Striking Time in Platin (145.025 €)
Lange Zeitwerk Striking Time in Platin (145.025 €)

Tourbograph "Pour le Mérite" in Honiggold (385.000 €)
Tourbograph “Pour le Mérite” in Honiggold (385.000 €)

2009 wiederholte sich die jüngere Markengeschichte, als A. Lange & Söhne wie schon mit der Lange 1 die Uhrenwelt polarisierte: Mit der Zeitwerk stellte die Manufaktur eine Armbanduhr vor, deren Stunden und Minuten digital angezeigt werden – alles rein mechanisch, versteht sich. Heute ist die Linie bereits etabliert und besteht aus mehreren Modellen. Das neueste heißt Zeitwerk Striking Time und besitzt zusätzlich zur Digitalanzeige ein Schlagwerk mit frontal sichtbaren Hämmern. Das Erfolgsrezept derUhrenmarke muss also erweitert werden: Handwerkskunst, Heimat, mindestens eine Ikone – und Mut zum Ungewöhnlichen.

In den nächsten Tagen erfahren Sie mehr über weitere begehrte Uhrenmarken.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Optisch schöne Uhren, die aber alle ein Genauigkeitproblem haben!
    Überteuert!

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  2. aber tolle Werke… und wenn sie noch besser wären, wären sie noch teurer.

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  3. Ja, die treiben einen enormen Aufwand in der Finissage und Dekoration. Verschraubte goldene Chatons, gebläute Schrauben, anglierte Kanten, Gravuren, Diamanten als Lagerdeckstein, Dekoschliffe, Antrieb über Kette und Schnecke; alles dient der Optik! Auch schön anzuschauende Toubillons und sonstiger Schnickschnack wird verbaut, aber wirklich innovativ ist wenig!
    Manchmal kommt mir L&S so vor, als ob man in der Vergangenheit stehen geblieben ist. Firmen wie Vacheron sind auch alte Traditionsfirmen und machen ebenfalls feinste Werke, aber die bieten auch modernste Werkstoffe und Technik!

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