Hands-on: Garmin fēnix 5S

Die Smartwatch für Sportliche

Melissa Gößling
von Melissa Gößling
am 7. April 2018

Die erfolgreichste Smartwatch auf dem Markt ist die Apple Watch. Nun hat diese zwei große Nachteile: Zum einen können nur iPhone-Besitzer die Apple Watch benutzen und zum anderen sieht diese Smartwatch einer Uhr nicht gerade ähnlich. Die Lösung können Modelle von traditionellen Uhrenherstellern wie TAG Heuer, Montblanc und Louis Vuitton sein. Sie punkten vor allem mit einem eigenständigen Design. Das Innenleben dieser Smartwatches unterscheidet sich jedoch kaum: Sie alle arbeiten mit dem Google-Betriebssystem Android Wear, das vor allem in der Benutzerfreundlichkeit einige Mängel aufweist. Bleibt also nur die Apple Watch? Nicht ganz.

So sieht die Garmin fēnix 5S am Handgelenk aus.
So sieht die Garmin fēnix 5S am Handgelenk aus.

Eine Alternative zu den Android-Wear-Smartwatches ist die fēnix 5 von Garmin. Das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz wurde 1989 von Gary Burrell und Min Kao gegründet. (Der Firmenname setzt sich aus den Vornamen der Gründer zusammen.) Garmin ist vor allem als Hersteller von Navigationsgeräten bekannt, bietet aber auch viele Geräte für den Outdoor- und Natursportbereich. Mit der fēnix 5 will sich Garmin nun endgültig einen festen Platz im Uhrensegment sichern.

Wie sieht die fēnix 5S aus und wie trägt sie sich?

Die Smartwatch gibt es in den 3 Größen 42 Millimeter, 47 Millimeter und 51 Millimeter. Wir haben uns das kleinste Modell, die fēnix 5S, näher angesehen, da es für den Alltag die tragbarste Größe hat. Es gibt insgesamt sieben Farb-Varianten der fēnix 5S; drei mit Mineralglas (599,99 Euro) und vier mit Saphirglas (699,99 Euro). Dabei besteht der Gehäusekorpus stets aus faserverstärktem Polymer, die Lünette und der Gehäuseboden kommen in Edelstahl. Unser Testmodell besitzt ein Saphirglas und erscheint komplett in Schwarz. Zum Lieferumfang gehören zwei Silikonarmbänder, eines in Schwarz und eines in leuchtendem Gelb. Dank eines einfachen Klick-Systems lassen sich die Bänder schnell austauschen.

Garmin: fēnix 5S
Die Garmin fēnix 5S mit Saphirglas kostet 699,99 Euro.

Obwohl das Gehäuse zum Großteil aus Polymer besteht, macht die Uhr einen hochwertigen Eindruck. Es gibt keine scharfen Kanten und die einzelnen Gehäuseelemente fügen sich perfekt zu einem großen Ganzen zusammen. Auch am Handgelenk fühlt sich die fēnix 5S gut an. Sie ist mit 67 Gramm super leicht. Das Silikonarmband fühlt sich weich an und hält die Smartwatch sicher am Handgelenk. Aufgrund der runden Form und des permanent angezeigten Displays sieht sie zumindest auf den ersten Blick auch aus wie eine ganz normale Uhr.

Wie funktioniert die Smartwatch fēnix 5S?

Die Uhr ist mit einem hauseigenen Betriebssystem ausgestattet, das leicht aktiviert werden kann. Dazu muss zunächst die Smartwatch aufgeladen werden – dies geschieht über ein mitgeliefertes USB-Kabel, das in den Gehäuseboden eingesteckt wird. Die erste Ladezeit betrug bei uns rund drei Stunden. Einmal voll aufgeladen hält der Akku der fēnix 5S etwa 9 Tage durch, was bedeutend mehr ist als bei anderen Smartwatches. Bei permanent eingeschaltetem GPS muss die fēnix 5S nach 14 Stunden aufgeladen werden. Das reicht dann noch für ein intensives Training am Tag.

Auf der Gehäuserückseite der fēnix 5S messen drei optische Sensoren die Herzfrequenz des Trägers.
Auf der Gehäuserückseite der fēnix 5S messen drei optische Sensoren die Herzfrequenz des Trägers.

Im Prinzip kann man nach dem Aufladen der Uhr sofort loslegen. Dem Markenprofil entsprechend konzentriert sich Garmin beim Funktionsumfang vor allem auf sportliche Aspekte. Daher finden sich auf der fēnix 5S zahlreiche Trainingsprogramme für unterschiedliche Sportarten wie Laufen, Schwimmen, Radfahren und Wandern. Diese können alle ohne ein gekoppeltes Handy genutzt werden.

Der Funktionsumfang der fēnix 5S anschaulich im Video vorgestellt:

Bei jeder Aktivität erhält man fortlaufend Auskunft über zum Beispiel die zurückgelegte Distanz, das eigene Tempo und die Herzfrequenz. Letztere wird über drei optische Sensoren auf der Gehäuserückseite permanent gemessen – auch wenn man gerade nicht trainiert. Bei regelmäßigem Training passt sich das Gerät an die Leistung des Trägers an und bestimmt aus den erhobenen Daten den Trainingszustand, gibt die Erholungszeit an, die der Körper bis zum nächsten Training braucht, misst die Trainingsbelastung, den Leistungszustand und noch einiges mehr. Fehlt etwas, lässt sich dies aus dem Internet herunterladen. Für Sportler ist die fēnix 5S ein sehr gutes Trainingsgerät.

Aber auch weniger Aktive kommen auf ihre Kosten. Alltägliche Fitnessfunktionen wie das Schritte und Stockwerke zählen und die Schlafüberwachung laufen ebenfalls ohne ein gekoppeltes Handy. Auch hier lernt die fēnix 5S mit der Zeit, wie aktiv der Träger ist und passt so die Tagesziele individuell an. Inaktivitätsalarme helfen, fitter zu werden.

Wie verbinde ich die Smartwatch mit dem Handy?

Garmin gibt an, dass die fēnix 5S mit einem Apple-Smartphone ab iPhone 4S, mit den meisten Android-Smartphones ab Version 4.3 und mit Windows-10-Smartphones kompatibel ist. Wir haben die Uhr mit einem iPhone 6 und einem Samsung Galaxy S5 getestet. In beiden Fällen installierten wir zunächst die Garmin Connect-App auf dem Handy. Nachdem ein Profil angelegt ist, kann man die beiden Geräte via Bluetooth miteinander verbinden. In der App gibt es eine Anleitung, wie Bluetooth in der Uhr aktiviert wird und wie man die Kopplung startet. Dies ging mit beiden getesteten Handys problemlos. Wenn die Verbindung einmal steht, überträgt die Uhr ihre Daten automatisch. Das heißt, dass zum Beispiel bei einem Zeitzonenwechsel die Uhrzeit aktualisiert wird und sich bei aktiviertem GPS die Wetterinformationen entsprechend dem Standort anpassen. Auch die erfassten Daten aus den diversen Aktivitäten werden in die App übertragen, so dass man sich einen guten Überblick verschaffen und einzelne Trainingseinheit miteinander vergleichen kann.

Was kann die fēnix 5S sonst noch?

Das umfangreiche Angebot an Sportprofilen macht die fēnix 5S zu einer perfekten Sportuhr, aber noch nicht zur Smartwatch. Die smarten Funktionen arbeiten nur bei bestehender Verbindung mit dem Smartphone. Dann gehen Kalendererinnerungen, Telefonate und Textnachrichten auch auf der Uhr ein: Die fēnix 5S vibriert vernehmlich und gibt auch ein Tonsignal ab, wenn dies zuvor in der App eingestellt wurde. Auf dem Display lässt sich schließlich die Nachricht lesen oder erkennen, wer gerade anruft. Das Telefonat entgegennehmen, kann man mit der fēnix 5S jedoch nicht.

Über den linken oberen Drücker am Gehäuse gelangt man bei der Uhr in ein Schnell-Menü, das weitere smarte Funktionen bietet. So kann man das Smartphone klingeln lassen, wenn man es verlegt hat, oder die Musik auf dem Handy bequem von der Uhr aus steuern.
Sie möchten mehr über Smartwatches erfahren? Einen Überblick über die aktuellen Modelle auf dem Markt, ihre Vor- sowie Nachteile und ihre Funktionsweise gibt unser Video, das Sie hier ansehen können.

Fazit zur fēnix 5S

Es gibt eigentlich kaum etwas an der Smartwatch auszusetzen. Sie trägt sich angenehm, ist leicht zu bedienen und der Akku hält mehrere Tage durch, wenn das GPS nicht permanent eingeschaltet ist. Abschreckend könnte jedoch der Preis sein. Mit mindestens 600 Euro ist die fēnix 5S deutlich teurer als Modelle von Suunto oder Polar, die ebenfalls auf Sportler ausgerichtet sind. Dafür ist sie mit einem Durchmesser von 42 Millimetern und dem ansprechenden Design aber alltagstauglicher. Die installierten Fitness- und Sportprofile sind sowohl für Hobby- als auch ambitionierte Sportler passend. Im Alltag haben sich die Wettervorhersage und das Schrittzählen als besonders nützlich erwiesen. mg

Hier zeigen wir euch, was alles im Lieferumfang der Garmin fēnix 5S enthalten ist:

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