Produkt: Download:  Breitling Navitimer 8 Chronograph im Test
Download: Breitling Navitimer 8 Chronograph im Test
Die Chronos-Redaktion testet einen der ersten Breitling Navitmer 8 Chronographen ohne die berühmte Rechenschieberlünette.

Hands-on: Girard-Perregaux Laureato Chronograph

Wir testen die klassische Uhr in Edelstahl

Nach der fulminanten Rückkehr der Laureato im Jahr 2016 erweitern inzwischen diverse Chronographen die signifikante Modell-Linie von Girard-Perregaux. Jüngstes Mitglied ist der Chronograph »Absolute Rock« aus dem in einem patentierten Spritzverfahren hergestellten »Carbon Glass«. Wir testen allerdings ein ganz klassisches Modell in Edelstahl, von 42 Millimetern Durchmesser und mit kontrastreichem Zifferblatt.

Girard-Perregaux: Laureato Chronograph
Girard-Perregaux: Laureato Chronograph

Der Laureato-Chronograph in Edelstahl zeigt sich in drei Zifferblatt-Varianten: Sehr sportlich in Schwarz mit blauen Countern, ziemlich elegant komplett in Blau oder – wie unsere Testuhr – eher klassisch silberfarben mit schwarzen Countern. Damit folgt er einerseits dem aktuellen Trend zu stählernen Luxussportuhren, die auch in den ganz normalen Büroalltag und abends ins Theater passen, und gibt sich andererseits mit viel Struktur und diversen Details ganz und gar nicht langweilig.

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Das Zifferblatt des Laureato Chronograph ziert ein Clous-de-Paris-Muster 

Der silberne Zifferblattgrund sticht mit seinem waffelartigen »Clous de Paris«-Muster sofort ins Auge. Dabei handelt sich um ein pyramidenförmiges Relief, das für besondere Lichteffekte sorgt. Markant in Schwarz heben sich davon drei Hilfszifferblätter ab: Das für die kleine Sekunde bei drei, der 30-Minuten-Chronographencounter bei neun und der für die zwölf Chronographenstunden bei sechs Uhr. Die in V-förmiger oder sogenannter Tricompax-Formation ins Zifferblatt eingelassenen Kreisflächen zeigen eine markante Rillen-Optik und sind mit filigranen und daher sehr gut erkennbaren Skalen versehen. Der schwarz abgesetzte Zifferblattrand trägt die Minutenskala, die der entsprechend lange »Baton«-Zeiger aus der Mitte exakt erreicht. Die Skalierung kann auch für die Stoppsekunden verwendet werden, wobei die gebläute Stoppsekundennadel – geringfügig länger als der Minutenzeiger – die Skalierung sanft überstreicht.

Die gebläuten Stabzeiger der Hauptzeit sind ebenso wie die applizierten Stundenindizes mit Leuchtfarbe gefüllt, wodurch die Zeit im Dunkeln erkennbar bleibt, während bei Tageslicht die zahlreichen raffinierten Details und die starken Schwarz-Weiß-Kontraste ab und an einmal miteinander konkurrieren. Während zum Beispiel der Stoppsekundenzeiger mitunter von den Hilfszifferblättern absorbiert wird, ist der kleine permanente Sekundenzeiger bei drei Uhr immer gut zu erkennen.

Luxussportuhren in Edelstahl liegen absolut im Trend

Mindestens ebenso aufregend wie das Zifferblatt ist das signifikante Laureato-Gehäuse. Und dazu noch mega-angesagt, denn als Girard-Perregaux Mitte der 1970er-Jahre die erste Laureato lancierte, waren Luxussportuhren in Edelstahl ebenso en vogue wie in der Gegenwart. Typisch für den damaligen Zeitgeist sind dünne Gehäuse, allerdings mit kantigen Lünetten, aufwändigen Oberflächenbearbeitungen mit polierten und satinierten Flächen und vor allem mit integrierten Edelstahlarmbändern.

Girard-Perregaux: Laureato Chronograph
Am Handgelenk sitzt der Laureato Chronograph dank integrierter Konstruktion gut.

Unbestritten basiert der aktuelle Laureato-Chronograph auf den genetischen Codes von vor 45 Jahren. Absolut kennzeichnend ist die achteckige Lünette, die charmant weichgezeichnet, nach außen hin leicht abfällt, oben satiniert und seitlich poliert ist. Sie sitzt wiederum auf einem polierten Ring und mit diesem auf dem charakteristischen Mittelteil, das nahtlos in ergonomisch geformte Bandanstöße übergeht. Nicht nur, dass dadurch die Uhr, die es – über die Bandanstöße gemessen – immerhin auf reichliche 47 Millimeter bringt, besser am Handgelenk sitzt, das Gehäuse geht auch geradezu in das Edelstahlarmband über und bildet mit diesem eine gestalterische Einheit.

Das integrierte Metallarmband lässt die Uhr flach am Arm liegen

Selbst die Phase am Gehäuserand wird von den breiten, satinierten, H-förmigen Bandgliedern fortgeführt, während die mittleren, leicht gewölbten Verbindungsstücke glänzen. Als unzertrennliches Design-Ensemble schmeicheln Gehäuse und Band dem Handgelenk und lassen durch ihr technisches Zusammenspiel die Uhr am Arm flach und absolut elegant erscheinen. Das anschmiegsame Armband wird von einer feinen Doppelfaltschließe gekrönt, die sich mit seitlichen Drückern komfortabel öffnen lässt und am Verschlussteil die Initialen des Herstellers als Gravur trägt.

Gehäuse und Band bestehen aus der Edelstahl-Legierung 904L, die übrigens seit vielen Jahren auch Rolex verwendet. Mit ihrem besonders hohen Chromgehalt ist sie zwar schwer zu bearbeiten, danach aber besonders korrosionsbeständig und von außergewöhnlichem Glanz.

Girard-Perregaux: Laureato Chronograph
Girard-Perregaux: Laureato Chronograph

Den sportlichen Teil zum Gehäuse-Band-Ensemble liefern Drücker und Krone. Die gerändelte Krone, die oben auch die Form des Achtecks reflektiert, wird in einer Gehäuseflanke verschraubt, was gut und sicher gelingt. Aufgeschraubt erfolgt in der ersten Position der Handaufzug. In der mittleren kann durch Drehen im Uhrzeigersinn das Datum schnellgeschaltet werden, das sich auf dem Zifferblatt wegen der Anordnung der Counter übrigens in einem Fenster zwischen vier und fünf Uhr befindet. Ist die Krone ganz herausgezogen, kann die Uhr, dank des werkseitigen Sekundenstopps, ganz genau eingestellt werden. Auch die Chronographendrücker sind verschraubt – mit relativ kurzen Gewinden, was einerseits dazu führt, dass sie schnell gelöst sind. Andererseits tut man sich gelegentlich damit schwer, denn die ebenfalls achteckig gestalteten Schraubteile sind klein, glatt und dadurch schwer zu fassen. Funktionsbereit sind die Drücker mit leichten, aber akustisch und haptisch dennoch sicheren Druckpunkten gut zu gebrauchen. Im geschlossenen Zustand bieten sie zusammen mit der Schraubkrone und dem mit sechs Schrauben fixierten Gehäuseboden zehn Bar Druckfestigkeit, was zum Schwimmen oder für diverse Outdoor-Aktivitäten bei Regen durchaus reicht und den Laureato-Chronographen zu einer richtigen Sportuhr macht.

Das Uhrwerk des Laureato Chronographen

Hinter dem verschlossenen Edelstahlboden, der ebenfalls das Achteck zeigt, bleibt das Manufakturkaliber GP03300-0122/0137/0138 mit automatischem Aufzug leider ungesehen. Die Nummerierung steht für das Basiskaliber von Girard-Perregaux und das Chronographenmodul vom Schweizer Rohwerke- und Komplikationen-Spezialist Dubois Dépraz. Modulbauweise heißt, das sich die Chronographen-Kadratur auf der Zifferblattseite befindet, also auch durch einen Glasboden ohnehin nicht zu betrachten wäre.

Uhren-Ikone und ein Zeitmesser für jede Gelegenheit

Das aus 435 einzelnen Komponenten und 63 Lagersteinen bestehende Uhrwerk bietet 46 Stunden Gangautonomie und mit diversen Genfer-Streifen-Schliffen, Satinierungen, Perlagen, anglierten Kanten und gebläuten Schrauben einen beachtlichen Veredelungsgrad. Auch der Gang stellt zufrieden, könnte jedoch mit ablaufender Gangreserve und bei mitlaufendem Chronographen zwischen den einzelnen Lagen etwas ausgewogener sein – so wie das Gehäuse-Band-Design eben, das den Laureato-Chronographen zu einer Ikone macht.

Girard-Perregaux: Laureato Chronograph Manufaktur-Basiskaliber
Im Uhrwerk setzt der Chronograph auf dem Manufaktur-Basiskaliber modular auf.

Die Uhr spricht vor allem Männer an, die einen sportlichen Zeitmesser bei jeder Gelegenheit tragen wollen, und bietet dazu mit ihrer flachen, integrierten Bauweise und der klassischen, aber keinesfalls langweiligen Ästhetik den erforderlichen Komfort. mari

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