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Ein Drücker und zwei Counter: Die Chronographen von Hanhart, Longines und Montblanc zitieren in zweierlei Hinsicht die Geschichtsbücher. Das UHREN-MAGAZIN hat sie getestet.

Hands-on: Mido Multifort Chronometer 1

Wir haben den Chronometer getestet!

Die Multifort zeichnet eine lange Geschichte bei Mido und steht für deren drei Eckpfeiler: technische Innovation, exzellente Uhrwerke und hochwertige Materialien. Als Chronometer ist sie heute mit dem modernen Caliber 80 Si ausgestattet. Genfer Streifen auf dem Zifferblatt widerspiegeln als Designmerkmal die Werte der Marke.

Mido: Multifort Chronometer 1
Im Design inspiriert von der Architektur einer Brücke, ist die Multifort seit ihrer Lancierung eine tragende Säule der Mido-Kollektion. Sie verbindet Ästhetik, Funktionalität und Fortschritt zu einer zeitlosen, alltagstauglichen Uhr. (Bild: @Aurélien Bergot)

Mido ist eine Marke, die im preislichen Einstiegsbereich Qualitäten bietet, für die andere viel Geld nehmen: Exklusive Kaliber, oftmals in Chronometer-Qualität, stilbildendes Design, das wahre Ikonen hervorbrachte, wie zum Beispiel die Mido Commander, und Funktionalitäten wie hohe Druckfestigkeit oder Magnetfeldschutz.

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Die Multifort, bereits im Jahr 1934 eingeführt, war ihrerzeit die erste Uhr der Marke, die solche Qualitäten, wie automatisches Uhrwerk, Wasserdichtheit, Antimagnetismus und Stoßsicherheit, vereinte. Bis heute ist sie eine tragende Säule im Unternehmensportfolio. Auf tragende Säulen geht auch der Entwurf der Multifort zurück, stützt sich dieser doch auf die 1932 eingeweihte Sydney Harbour Bridge. Von den Einheimischen ganz einfach ‘Coathanger’, zu Deutsch Kleiderbügel, genannt, übernimmt die Multifort das kraftvolle Design der Hafenbrücke in Form eines ebensolchen Gehäuses. Dessen Mittelteil neigt sich selbst wie eine Bogenbrücke zu den Bandanstößen hin, wodurch trotz Größe ein gutes Tragegefühl am Handgelenk entsteht.

Mido: Multifort Chronometer 1
Mido: Multifort Chronometer 1

Das 42 Millimeter-Gehäuse wirkt kräftig und dennoch elegant. Unter anderem, weil es oben nur von einer schmalen Lünette abgeschlossen wird. Sie gibt dem Zifferblatt viel Raum, das dann seinerseits einen ebenso kraftvollen Auftritt hinlegt. Im mehr als trendigen Blau zeichnen vertikale Genfer Streifen die Aufhängungen der Harbour Bridge nach. Andererseits den hindurchscheinenden Himmel markierend, changieren die metallisch glänzend Streifen von einem kräftigen Blau bis beinahe Schwarz im Licht. Dass die etwa 37 Millimeter große Zifferblattöffnung gar nicht leer wirkt, dafür sorgen kräftige, lang gestreckte und facettierte Stundenappliken und ebensolche Zeiger, die bei Dunkelheit zusammen im herrlichen Hellblau erscheinen. Der unbeleuchtete zentrale Sekundenzeiger streift währenddessen über einen schmalen Höhenring am Zifferblattrand, auf dem die Sekunden beziehungsweise Minuten aufgedruckt sind.

Zur Luxusuhr gehört heutzutage eine Siliziumspirale

Ein solches Rehaut findet sich auch auf der anderen Seite, denn der Multifort-Gewindeschraubboden besitzt einen integrierten und gravierten Höhenring. Seine Gravuren verweisen unter anderem auf die Chronometer-Qualität und die Siliziumspirale im Mido Caliber 80 Si.

Mido: Multifort Chronometer 1 Rückansicht
Chronometer mit Siliziumspirale, das Caliber 80 Si zeigt sich modern und mit gestandenen Werten.

Diese extra Ausstattung wird nicht jedem Mido-Uhrwerk zuteil. Nur die in der besonderen Chronometer-Qualität haben eine Siliziumspirale, lässt Mido-CEO Franz Linder während einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Neuheiten 2020 auf Nachfrage wissen. Die Siliziumspirale bietet – verglichen mit einer herkömmlichen Spirale – besseren Isochronismus und damit höhere Präzision, mehr Stoßsicherheit und Magnetfeldresistenz, was ganz in der Erblinie der Multifort liegt, die bereits bei ihrer Lancierung diese Eigenschaften vereinte.

Mido: Multifort Chronometer 1 Seitenansicht
Kleiderbügel oder Bogenbrücke, das Gehäuse der Multifort integriert von beiden etwas.

Die moderne Multifort Chronometer 1 würdigt diesen Status mit entsprechenden Gangwerten. Sie läuft in zu erwartender Qualität mit nur sehr geringen Abweichungen – diese allerdings ins Minus – ein wirklich kleiner Wermutstropfen. Auf die besondere Siliziumspirale, die Mido-Chef Linder heutzutage als unentbehrliches Element im Luxusuhrensegment betrachtet, verweist eine kleine Plakette am Unruhkloben. Das Mido Caliber 80 Si, wegen seiner 80 Stunden Gangautonomie und des Automatikaufzuges auch weitläufig als Powermatic 80 bekannt, ist ein von der Eta realisiertes Swatch-Group-eigenes Uhrwerk, das von verschiedenen Marken der Gruppe genutzt und in unterschiedlichen Qualitäten, Ausbaustufen und Modifikationen eingesetzt wird. Hier basierend auf der Eta-Modifikation C07.821 mit Anzeige von Wochentag und Datum bei drei Uhr. Beide Anzeigen springen bei laufender Uhr augenblicklich kurz vor Mitternacht, und zwar so schnell, dass das Auge kaum folgen kann.

Gehäuse, Band und Werk – fest miteinander verbunden

Die Chronometer-Ausführung des Calibers 80 Si beinhaltet neben der Siliziumspirale auch noch eine Glucydur-Unruh, die mit drei Hertz oszilliert, sowie hochwertige Finissagen mit Genfer Streifen, Satinierungen und gebläuten Schrauben. Bedient wird das Uhrwerk über eine Schraubkrone, die sich auf Grund ihrer Größe und seitlichen Riffelungen gut fassen und benutzen lässt.

Mido: Multifort Chronometer 1 Frontalansicht
Streifen oder Stahlträger, die Gestaltung des Ziffernblattes folgt der Historie und modernen Trends.

In Kombination mit der von Mido entwickelten ‘Aquadura’-Technologie bietet die Multifort seit ihrer Neulancierung im Jahr 1998 Wasserdichtheit bis zu 100 Metern, selbst bei gezogener Krone, und widersteht sogar dem heißen Dampf einer Sauna. Eine wahre Festung am Handgelenk also in vielfacher Hinsicht, wie es der Name Multifort beschreibt. Nicht zuletzt wegen ihres massiven Edelstahlbandes. Es setzt an der Gehäuse-Brücke mit stabilen Verbindungsstücken an und ist mit einer Doppelfaltschließe vollendet, die sich – dank seitlicher Drücker – als äußerst funktional erweist. Eine Brücke, über die man gehen kann. MaRi

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Ich teile ihre Beurteilung voll und ganz. Meine Version mit einem hellen Zifferblatt läuft hochpräzis.

    Ich will indessen auf eine andere Bemerkung von ihnen, Frau Richter eingehen: Das Zifferblatt wirke nicht leer.

    Das ist in der Tat nicht selten ein Problem. Ein zu leeres Zifferblatt gibt mir ein Gefühl von Unbehaustheit. Die Chronometer einer Solothurner Uhrenfirma beginnend mit T leiden darunter.

    Chronometer sind so dick gesät. Darum bin ich in einer kürzlichen Suche bei Longines hängen geblieben und nicht bei T.

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