Hands-on: Oris Aquis Depth Gauge Edition Chronos

Wie sich die Tiefenmesser-Uhr beim Tauchgang bewährt

Jens Koch
von Jens Koch
am 9. November 2016

Wir waren im Herbst unter erschwerten Bedingungen tauchen: Ein See mit 12 Grad Wassertemperatur und zwei Metern Sicht stellt schon eine gewisse Herausforderung dar. Aber wir wollten die in Zusammenarbeit von Oris und Chronos entstandene limitierte Edition der Aquis Depth Gauge Edition Chronos mit ins Wasser nehmen und den integrierten Tiefenmesser testen.

Die Oris Aquis Depth Gauge Edition Chronos ist ausschließlich über Watchtime.net erhältlich –
hier finden Sie alle Daten zur Uhr und die Möglichkeit zur Bestellung.

Testeten die Oris Aquis Depth Gauge Edition Chronos beim Tauchgang: Tauchlehrer Jens Köppe (links) und Chronos-Redakteur Jens Koch
Testeten die Oris Aquis Depth Gauge Edition Chronos beim Tauchgang: Tauchlehrer Jens Köppe (links) und Chronos-Redakteur Jens Koch

Oris ist es als erstem Hersteller gelungen, den Tiefenmesser in das Deckglas zu integrieren. Dafür mussten eine gleichmäßige Rille und eine äußere Eintrittsöffnung für das Wasser in das Glas gefräst werden. Der Wasserdruck presst die Luft in der Röhre zusammen und Wasser dringt der Tiefe entsprechend in die Rille ein.

So funktioniert der Tiefenmesser von Oris: In der Skizze rechts markiert der blaue Halbkreis unter "Zero" den Eintrittspunkt des Wassers in die Rille im Deckglas. Je tiefer man taucht, desto weiter dringt das Wasser gegen den Uhrzeigersinn vor. Die Tauchtiefe liest man von der (im Original links) orangefarbenen Skala ab.
So funktioniert der Oris-Tiefenmesser: In der Skizze rechts markiert der blaue Halbkreis unter “Zero” den Eintrittspunkt des Wassers in die Rille im Deckglas. Je tiefer man taucht, desto weiter dringt das Wasser gegen den Uhrzeigersinn vor. Die Tauchtiefe liest man von der (im Original links) orangen Skala ab.

Die Skala hat Oris von innen auf das Glas gedruckt, sodass sie direkt neben der Druckröhre steht und gut ablesbar ist. Die Besonderheit der Tauchskala: Die Werte steigen exponentiell an. Das heißt, für die Tiefen bis zehn Meter erhält man eine genaue Anzeige, zwischen zehn und 20 Metern kann man noch auf den Meter genau ablesen, und über 30 Metern beträgt die Ablesegenauigkeit nur noch zehn Meter. Die Ablesbarkeit für die im Sporttauchen üblichen Tiefen bis 30 Meter ist also besonders gut. Ein Vorteil gegenüber Uhren mit Tiefenmessern über Zeiger ist auch die trägheitslose Anzeige. Sie folgt bauartbedingt jeder Vertikalbewegung im Wasser sofort, da es keine Reibung gibt. Wir haben beim Tauchen eine erstaunlich gute Genauigkeit des Tiefenmessers festgestellt. Die Abweichung vom Tauchcomputer betrug lediglich ein Prozent.

Wenn der Tauchcomputer ausfällt, ermöglicht die Uhr den Sicherheitsstopp

Einen Tauchcomputer kann und will die Oris nicht ersetzen. Aber es ist mehr als sinnvoll, einen zusätzlichen Tiefenmesser als Notfallsystem dabeizuhaben. Sollte der Tauchcomputer ausfallen, kann man mit der Oris einen Sicherheitsstopp in fünf Metern Tiefe gut durchführen. Dann kann man auch die griffige Drehlünette nutzen, um die gewünschte Dauer des Stopps, üblicherweise drei Minuten, zu messen. Auch sonst hat sich die Uhr unter Wasser bewährt: Die Lünette lässt sich auch mit Handschuhen gut drehen und rastet sauber in Halbminutenschritten ein. Die satinierte schwarze Keramikeinlage der Lünette sieht nicht nur gut aus, sondern verhindert auch unschöne Kratzer auf der exponierten Oberfläche. So hinterließ der Praxistest mit Tauchgerät keine Kratzer auf dem Gehäuse.

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Nachtablesbarkeit, Schutz und Handling erfüllen Taucher-Ansprüche

Auch die Ablesbarkeit überzeugt: Die Leuchtmarkierung auf der Lünette strahlt ebenso wie Zeiger und Indexe deutlich im Dunkeln. Und auch bei Tageslicht lassen sich Tauch- und Uhrzeit schnell erfassen. Die Krone lässt sich ebenfalls leicht bedienen, und der aufgeschraubte Kronenschutz bietet Sicherheit vor Stößen. Zusammen mit dem Vollgewindeboden und dem dicken Glas sorgt die verschraubte Krone dafür, dass das Gehäuse trotz des Tiefenmesserkanals dem Druck in 500 Metern Wassertiefe noch standhält. Das sorgt beim Tauchen für genügend Reserven und lässt auch Sprünge vom Zehnmeterbrett zu.

Bandsicherung: Mit seinem Anker-förmigen Ende hakt sich das Band der Oris Aquis Depth Gauge Edition Chronos in die Schließe ein.
Bandsicherung: Mit seinem Anker-förmigen Ende hakt sich das Band der Oris Aquis Depth Gauge Edition Chronos in die Schließe ein.

Sehr hilfreich ist auch die Verlängerbarkeit des Kautschukarmbands: Dafür besitzt die Faltschließe neben den zwei Sicherheitsdrückern zum Öffnen zwei weitere Drücker, mit denen sich das Band in vier Stufen um insgesamt etwa 16 Millimeter verlängern lässt. Der Verstellbereich wird noch stark erweitert, da die Schließe zusätzlich wie eine Dornschließe mittels Löchern im Kautschukband in der Länge verändert werden kann. So kommen weitere vier Zentimeter dazu, sodass das Band auch über den dicksten Trockenanzug passt. Oris hat an alles gedacht, denn das Ende ist wie ein Anker geformt und kann deshalb nicht durch die Schließe rutschen. Erst wenn man das Ende zusammendrückt, lässt es sich durch die Schließe fädeln. So fällt die Uhr nicht herunter, auch wenn sich die Schließe mit den zwei Dornen löst, was allerdings nicht sehr wahrscheinlich ist. Daneben liegen dem Set noch ein Metallband und ein Schraubendreher als Bandwechselwerkzeug bei.

Oris Aquis Depth Gauge Edition Chronos vor dem Tauchgang
Oris Aquis Depth Gauge Edition Chronos vor dem nächsten Tauchgang

Nach einer Dreiviertelstunde wird uns in unserem Fünfmillimeterneoprenanzug doch langsam kalt und wir tauchen wieder auf. Bei einem heißen Tee tragen wir den Tauchgang in unser Logbuch ein. Die karibischen Farben der Chronos Edition bringen lassen und schon wieder vom Sommer und Tauchzielen wie dem roten Meer oder den Malediven träumen. jk

Die Oris Aquis Depth Gauge Edition Chronos ist ausschließlich über Watchtime.net erhältlich –
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