Hands-on: Oris Big Crown Pro Pilot Calibre 114

Mit der Oris-Fliegeruhr in zehn Tagen um die Welt

Die Oris Big Crown Pro Pilot Calibre 114 ist nicht nur die neueste Fliegeruhr von Oris, sondern auch mit der aktuellsten Version 114 des hauseigenen Handaufzugkalibers ausgestattet. Neben zehn Tagen Gangautonomie bietet es eine zweite Zeitzone mit 24-Stunden-Skala am Zifferblattrand und Halbstunden-Einstellmöglichkeit. Abgesehen davon, dass sich damit auch entsprechende Zeitzonen in Indien oder Australien widerspiegeln lassen, gibt es kaum Vergleichbares auf dem Uhrenmarkt.

Oris: Big Crown Pro Pilot im Test beim UHREN-MAGAZIN
Oris: Big Crown Pro Pilot im Test beim UHREN-MAGAZIN

Bekannt ist die halbstündige Einstellmöglichkeit zum Beispiel von einer komplexen Kadratur in der Glashütte Original Senator Cosmopolite, die in Rotgold allerdings einen Preis von 36.500 Euro aufruft. Da lässt es sich mit der Oris Big Crown Pro Pilot Calibre 114 in Edelstahl ab 5.200 Euro schon kostengünstiger in die Ferne schweifen, auch wenn man beim Umstellen der Zeit jedes Mal ein bisschen nachdenken muss.

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Im gepflegten Fliegeruhren-Stil auf große Reise gehen

Nicht nur eine große Krone nimmt die Design-Merkmale der Big Crown Pro Pilot-Kollektion auf. Das gerändelte Bedienelement lässt sich gut greifen, aus seiner Verschraubung lösen und mit gefühlt sicheren Rastpunkten in die einzelnen Positionen ziehen. Nach der Handaufzugstellung folgt die mittlere Position zur Datumsschnellschaltung und Zeitzonenverstellung und schließlich die äußere zur Zeigerstellung mit werkseitigem Sekundenstopp. Am reichlich 44 Millimeter großen, massiven Edelstahlgehäuse der Calibre 114 taucht auch die von Jet-Turbinen inspirierte gerändelte Lünette auf und natürlich zeigt das Zifferblatt typisch Merkmale einer Fliegeruhr. Da wären vor allem die starken Schwarz-Weiß-Kontraste zu nennen, repräsentiert durch die kräftigen Zeiger und die großen arabische Stundenziffern, die bei Dunkelheit gemeinsam in einem herrlichen Blau erstrahlen, sowie die deutlichen und damit gut ablesbaren Skalen für die Minuten und die 24 Stunden der zweiten Zeitzone am Zifferblattrand. Letztere ist eher selten in dieser deutlichen Ausprägung zu finden, sondern zumeist auf kleinen Hilfszifferblättern untergebracht.

Oris: Big Crown Pro Pilot mit dem Kaliber 114
Oris: Big Crown Pro Pilot mit dem Kaliber 114

Hilfszifferblätter gibt es bei der Big Crown Pro Pilot Calibre 114 auch, nämlich als kleine Sekunde bei neun und als vergleichsweise große Gangreserveanzeige bei drei Uhr. Diese Indikationen gehören zu allen inzwischen fünf Oris-Kalibern der jungen Manufaktur-Baureihe. Das Datum kam mit dem Calibre 111 dazu. Es folgte dem Calibre 110 ohne Datum, dem ersten von Oris nach 35 Jahren wieder lancierten eigenen Uhrwerk. Das war 2014 zum 110-jährigen Bestehen des Unternehmens. Während das Calibre 111 auch in einer Big Crown tickt, ist das Calibre 112 mit zweiter Zeitzone und Tag-Nacht-Anzeige auf einem Hilfszifferblatt bei zwölf Uhr lediglich in Artelier-Modellen zu finden (ebenso wie das Calibre 113 mit Vollkalender und Kalenderwoche). Die Version 114 stellt nun in der Big Crown Pro Pilot die zweite Zeitzone als 24-Stunden-Indikation im Halbstundenschritt auf dem Hauptzifferblatt dar.

Oris: Manufakturkaliber, hier in der Version 114
Oris: Kaliber 110 mit Kleiner Sekunde und Gangreserveanzeige in einer limitierten Edition im Jahr 2014
Oris: Kaliber 111 mit zusätzlichem Datum in einer Big Crown Pro Pilot im Jahr 2015
Oris: Kaliber 112 mit zweiter Zeitzone und Tag-Nacht-Anzeige auf einem Hilfszifferblatt der Artelier im Jahr 2016
Oris: Kaliber 113 mit Vollkalender und Wochentag auf der Artelier aus dem Jahr 2017
Oris: Kaliber 114 mit zweiter Zeitzone im Halbstundenschritt bei der Big Crown Pro Pilot im Jahr 2018

Mit der Oris Big Crown Pro Pilot Calibre 114 und zehn Tagen Gangautonomie auf Höhenflug

Neben einer zweiten Zeitzone wird auf dem Zifferblatt der Big Crown Pro Pilot Calibre 114 auch die Gangreserve angezeigt, und zwar über ein Kreissegment von 240 Grad. Die Gradzahl ist dabei sehr symbolisch und steht wie in allen Kalibern der Manufaktur-Baureihe für zehn Tage, also 240 Stunden Gangautonomie aus nur einem Federhaus. Wobei andererseits die pantentierte Gangreserveanzeige nicht gleichförmig – also ein Grad pro Stunde, oder 24 Grad pro Tag – abläuft. Bei genauem Hinsehen entdeckt man nämlich, dass die Abstände zwischen den einzelnen Tagen mit ablaufender Gangreserve immer größer werden. Das heißt, der Zeiger bewegt sich von zehn, beziehungsweise Vollaufzug nach Null nicht mit gleichbleibender Geschwindigkeit. MaRi

Mehr über die technischen Hintergründe dieser einzigartigen Gangreserveanzeige und wie das Uhrwerk im Praxistest läuft, die genauen Gang- und Testergebnisse sowie ein ausführliches Datenblatt, dazu viele Informationen über die Geschichte der Oris Big Crown und die jungen Manufakturkalibers finden Sie im UHREN-MAGAZIN Heft 05.2018.

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