Produkt: Download: Omega Seamaster Planet Ocean Chronograph erstmals als Master Chronometer im Test
Download: Omega Seamaster Planet Ocean Chronograph erstmals als Master Chronometer im Test
Das UHREN-MAGAZIN testete den erstmals als METAS-zertifizierten Seamaster Planet Ocean 600m Co-Axial Master Chronometer Chronograph von Omega.

Hands-on: Porsche Design 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather

Chronograph mit Flyback-Funktion, Chronometerzertifikat und eigenem Kaliber im Test

Porsche Design erweitert die 1919 Kollektion um einen Chronographen mit Flyback-Funktion und Chronometerzertifikat. In diesem Zuge überrascht die Lifestylemarke mit dem eigenen Automatikkaliber 01.200, das sie mit Partnern in der Schweiz entwickelt hat und produziert. Wir haben den 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather, der übrigens nach dem „German Design Award 2019“ jüngst auch den „Red Dot: Best of the Best“, die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs, erhielt, bereits kurz vor seiner Markteinführung getestet.

Porsche Design: 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather
Porsche Design: 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather

Drei Jahre Entwicklungszeit hat es gebraucht, bevor das Porsche Design Automatikwerk 01.200 im Juni 2017 vorgestellt werden konnte. Es debütierte in dem auf 500 Stück limitierten Chronographen 911 Turbo S Exclusive Series. Dieser wird jeweils passend zum Sportwagen-Unikat und nach individuellen Wünschen seines künftigen Besitzers gefertigt und mit dem Fahrzeug ausgeliefert.

Anzeige

Als Chronometer und Flyback ist der 1919 Chronotimer in bester Gesellschaft

Mit dem 1919 Chronotimer Flyback ging das Kaliber 01.200, das in Zusammenarbeit mit der 2006 gegründeten Concepto Watch Factory SA entstanden ist, im September 2018 in Serie.

Porsche Design: 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather, Kaliber 01.200
Porsche Design: 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather, Kaliber 01.200

Es handelt sich um einen am Markt eher selten zu findenden Flyback-Chronographen, mit dem man aus einer laufenden Messung heraus sofort eine neue starten kann, und hier sogar mit Chronometerzertifikat. Damit ist Porsche Design in Gesellschaft von A. Lange & Söhne, Patek Philippe oder Hublot, die die Chronographen-Komplikation im hochpreisigen Segment anbieten, aber auch von der Manufaktur Glashütte Original, die den Senator Flyback-Chronographen mit dem jungen Kaliber 37 für etwa 14.000 Euro im Programm hat. In diesem Preisbereich rangieren ebenso IWC, Panerai und Blancpain. Bei den etwas Preiswerteren wären noch Carl F. Bucherer, Zenith oder Frédérique Constant zu nennen. Der 1919 Chronotimer Flyback – je nach Variante zwischen 4.000 und 6.000 Euro zu haben – ist damit durchaus ein Angebot mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, zumal es Chronometerzertifikat und signifikantes Design noch dazu gibt.

Die Marke, die sowohl Ursprung als auch Philosophie im Namen trägt, bezieht die Designinspiration seit ihrer Gründung durch Professor Ferdinand Alexander Porsche im Jahr 1972 aus dem Motorsport. Der “Spirit von Porsche” geht auch am neuen Automatikkaliber 01.200 des 1919 Chronotimer Flyback nicht vorbei. In typischer Porsche Design-Manier sind Teile des Uhrwerks, wie die Grundplatte, verschiedene Brücken, der Unruhkloben oder der Rotor mattschwarz PVD-beschichtet. Sie kontrastieren sehr schön den glänzenden Stahl- und Messingteilen im Werk.

Porsche Design: 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather
Porsche Design: 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather

Während aus dem Rotor, den für eine effizientere Aufzugsleistung ein Wolframgewicht beschwert, das Markenzeichen herausskelettiert ist, befindet es sich auf den Brücken als Gravur. Auf der Automatikbrücke ist zudem die Kalibernummer vermerkt. Ihre Skelettform, die das Porsche-Leichtbauprinzip aufnimmt, ist so gewählt, dass man unter ihr das Aufzugsgetriebe entdeckt und ein halbkreisförmiger Ausschnitt die Nockenschaltung des Chronographen offenlegt. Bei einem tieferen Blick ins Uhrwerk stellt man allerdings auch fest, dass einzelne Teile oder Schraubenköpfe kleine Kratzer aufweisen und die Rückstellung des Chronographen – egal ob aus einer laufenden Messung heraus oder als Nullstellung – etwas hakelig erfolgt.

Permanente Gangkontrolle, Tempolimit eingehalten

Starten und Stoppen gehen dagegen sehr geschmeidig von der Hand. Wenn der Chronograph läuft, bleibt er in seinem Gang mit plus 2,4 Sekunden Abweichung am Tag stabil. Ohne Ausübung seiner Stoppfunktion geht er – gemessen auf der elektronischen Zeitwaage – zwischen 3,5 und 4,1 Sekunden am Tag vor. Beste Werte zeigt er am Handgelenk mit durchschnittlichen 2,8 Sekunden Abweichung am Tag. Damit entspricht der 1919 Chronotimer Flyback als Chronometer den Maßgaben des offiziellen Schweizer Prüfinstituts COSC.
Die sekundengenaue Einstellung der Uhr ist ein wenig mühsam, weil Porsche Design lediglich eine Sekundenscheibe zur Funktionskontrolle des Zeitmessers einsetzt. Diese rotiert bei neun Uhr unter einem halbkreisförmigen Ausschnitt im Zifferblatt. Erst bei genauerem Hinsehen bemerkt man den etwas stärkeren Strich innerhalb einer Skalierung in Fünf-Sekunden-Schritten. Da das Kaliber 01.200 über eine Stoppvorrichtung verfügt, lässt sich die Uhr also mit deren Hilfe sekundengenau einstellen und im Fünf-Sekunden-Takt auf Ganggenauigkeit prüfen.

Klares Antlitz mit starken Kontrasten

Das Zifferblatt des 1919 Chronotimer Flyback folgt ebenfalls der Maxime von Porsche Design, schnörkellos puristisch und kompromisslos funktional zu sein. Deshalb wird der tiefbraunen Architektur – lediglich gerahmt von einem schmalen Gehäuserand – viel Raum gegeben. Die Sekunde ist zurückgebaut, die Minuterie klar auf einem Rehaut platziert. Auf eine für Porsche Design-Chronographen typische Tachymeterskala wird ausnahmsweise verzichtet. Die Counter bei zwölf Uhr für die Chronographen-Minute und bei sechs Uhr für die Chronographen-Stunde sind groß und übersichtlich genug, um gestoppte Intervalle gut ablesen zu können. Kontraste zwischen Weiß und Braun sorgen für beste Ablesbarkeit bei Tag und Leuchtbeschichtungen auf den Stundenindizes und den beiden Hauptzeigern bei Nacht. Die Chronographen-Funktion bleibt dann im Dunklen, während sie sich im Hellen durch rote Zeigerenden von der normalen Zeitanzeige unterscheidet.

Titangehäuse – eine Verpflichtung von Porsche Design

Das für die Marke verbindliche Titan-Gehäuse von reichlich 42 Millimetern Durchmesser transferiert die Technologie des Sportwagenherstellers sichtbar ans Handgelenk. Das Hightech-Material wird seit Jahrzehnten erfolgreich im Motorenbau bei Rennfahrzeugen und konsequent als Gehäusematerial bei Porsche Design-Uhren eingesetzt. Es ist rund 40 Prozent leichter als Edelstahl und bietet somit – neben guter Hautverträglichkeit – höchsten Tragekomfort.

Porsche Design: 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather
Porsche Design: 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather

Das Porsche-Leichtbauprinzip wird mit den geöffneten Bandanstößen auf die Spitze getrieben. Sie sind die Ausläufer einer Art Spange, die den bis zu zehn Bar druckfesten Gehäusecontainer aufnimmt. Dieser besteht aus einem Zylinder, der das Uhrwerk umschließt und einem Saphirglas-Gewindeschraubboden, der freien Blick auf das Kaliber 01.200 gewährt. Oben schließt ein gewölbtes und beidseitig siebenfach entspiegeltes Saphirglas, das beste Sicht auf das Zifferblatt bietet, das Titan-Gehäuse ab. Zur Ausstattung gehören weiterhin eine griffige Schraubkrone und ebenso gut bedienbare langgestreckte Chronographendrücker. Ihre polierten Phasen führen die Dualität zwischen matten und polierten Gehäuseteilen auf eine ganz feine Art fort.

Fazit zum 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather

An der sich wie eine Bogenbrücke neigenden Gehäusespange setzt haargenau ein robustes Kalbslederband an. Trotz des ergonomischen Kreisbogens, den die beiden Elemente ergeben, passt der 1919 Chronotimer Flyback nur an kräftige Handgelenke. Das liegt einerseits am Ausmaße der Spange von üppigen 47 Millimetern und andererseits an den verstärkten Bandenden, die wenig Beweglichkeit im Bereich der Anstöße bieten. Ganz anders auf der gegenüberliegenden Seite, wo an weichen Bandenden eine stabile Titan-Doppelfaltschließe montiert ist. Ihre seitlichen Drücker bieten ebenso Komfort wie der große Dorn, der in breite Löcher des Lederbandes greift und variable Einstellmöglichkeiten bietet.

Porsche Design: 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather
Porsche Design: 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather
Porsche Design: 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather
Porsche Design: 1919 Chronotimer Flyback Brown & Leather

Mit dem 1919 Chronotimer Flyback kommt modernes Porsche-Feeling ans maskuline Handgelenk, das sich nun auch in einem exklusiven Uhrwerk widerspiegelt und für 5.950 Euro mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. MaRi

[3982]

Produkt: Download: Zenith Defy El Primero 21 im Test
Download: Zenith Defy El Primero 21 im Test
Das UHREN-MAGAZIN testet den neuen Chronographen von Zenith, der die Hundertstelsekunde messen kann. Alles über den Defy El Primero 21 erfahren Sie hier!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren