Produkt: Download: Taucheruhr Certina DS PH200M im Test
Download: Taucheruhr Certina DS PH200M im Test
Mit der DS PH200M bringt Certina eine seiner frühen Taucheruhren zurück an die Oberfläche. Spannend: Nicht nur das Design, sondern auch die Technik ist historisch. Chronos hat die Taucheruhr getestet.

Hands-on: Tissot Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium

Die Tissot-Taucheruhr im Langzeittest

Sie ist die perfekte Uhr für Wassersportler und so gut designt, dass sie auch nach dem Sport am Handgelenk eine gute Figur macht. Das Powermatic 80-Kaliber mit Siliziumspirale wertet sie technisch auf. Bereits vor ihrer Markteinführung hat die Tissot Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium unseren Fotografen mehrere Monate begleitet.

Tissot: Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium
Eleganz: Trotz ihrer Sportlichkeit passt die Seastar auch ins Büro und unter die Hemdmanschette.

Normalerweise fasst er alle Uhren nur mit Handschuhen an, damit sie beim Foto-Shooting keine Kratzer abbekommen. Das ist auch bei der Tissot Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium zunächst nicht anders. Für das erste Bild drapiert sie Olaf Köster in seiner Fototasche, um zu zeigen: Diese Uhr wird mich in den nächsten Wochen und Monaten genauso auf Schritt und Tritt begleiten wie meine Fotoausrüstung. Sie gehört jetzt einfach dazu, und später wird er berichten, dass er sie tatsächlich zu jeder Gelegenheit mitgenommen hat.

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Tissot: Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium
Fototermin: Mit im Licht changierendem blauen Zifferblatt posiert die Seastar vor der Kamera.

Das Edelstahlband auf Handgelenksumfang zu kürzen, erweist sich schon mal als schwierig. Denn die einzelnen Teile des fünfreihigen Konstruktes sind nicht verschraubt, sondern verstiftet. Man benötigt ein Werkzeug. Also ab zum Uhrmacher des Vertrauens, der auch mal einen massiven Gehäuseboden öffnet, damit Olaf das Uhrwerk fotografieren kann.

Ein Edelstahlband hält die Seastar sicher und fest am Arm

Aber in diesem Fall bleibt der robust anmutende Mineralglas-Schraubboden der Seastar geschlossen. Die Uhr ist bis 300 Meter wasserdicht und soll auch im nassen Element getestet werden. Außerdem kann man das Uhrwerk auch durch den Glasboden sehr gut vor die Linse nehmen.

Hands-on: Tissot Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium
Aufmerksamkeit: Über kräftige Zeiger, Indizes und Leuchtfarbe hat unser Tester die Zeit im Blick.

An das 43 Millimeter große, massive Edelstahlgehäuse dockt das Band mit festen Anstößen an. Die Verbindung wirkt nicht ganz harmonisch, während sich das Band ansonsten weich und geschmeidig anfühlt. Die einseitig klappende Faltschließe nimmt es mit der Sicherheit dagegen sehr genau. Sie schließt kernig, und der Sicherheitsbügel lässt sich nur schwer wieder öffnen. In der Schließe gibt es eine ausklappbare Tauchverlängerung, die über 20 Millimeter mehr Freiheit gewährt.

Hands-on: Tissot Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium
Seastar beim Sport: Mit robustem und doch geschmeidigen Stahlband sitzt sie fest am Handgelenk.

Den sekundengenauen Zeitabgleich zu Beginn des Tests nimmt Olaf mit einer Funkuhr vor, die zur Ausstattung seines Fotostudios gehört. Wenn er unterwegs ist, vergleicht er die Zeit mit dem Handy und berichtet von etwa zwei Sekunden Nachgang pro Tag. Es geht in die Allgäuer Berge – nicht zum Wandern, zum Arbeiten, sprich Fotografieren.

Hands-on: Tissot Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium
In Aktion: Die Tissot Seastar begleitet Olaf Köster in allen Situationen, die sein Job so zu bieten hat.

Die Zeit nimmt unser Tester auf einem dunkelblauen Zifferblatt wahr, dessen feiner Sonnenschliff die Farbe sanft im Licht changieren lässt. Auf die Ablesbarkeit hat das keinen Einfluss, denn die kräftigen Zeiger-Balken und geometrisch verschiedenen Index-Appliken heben sich sehr deutlich vom Zifferblattgrund ab – am Tag in Weiß und bei Dunkelheit in einem herrlichen hellen Blauton.

Hands-on: Tissot Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium
Frische Bergluft: Mit dem bis zu 30 Bar druckfesten Gehäuse trotzt die Uhr auch Schnee und Kälte.

Wie das Zifferblatt selbst nimmt auch das Blau der Leuchtfarbe Bezug auf Wasser und Meer, Elemente, denen die Uhr gewidmet ist. Sie hält einem Druck von 30 Bar stand, was den Verhältnissen in etwa 300 Metern Wassertiefe entspricht. Die Seastar ist damit bestens zum Baden, Schwimmen und Tauchen geeignet. Für Letzteres trägt sie eine gegen den Uhrzeigersinn einseitig drehbare Lünette mit kratzfester Keramikeinlage. Sie rastet im Halbminutenschritt und ist bis zur zwanzigsten Minute einzeln und danach in Fünf-Minuten-Abständen skaliert. Der Drehring lässt sich zur Einstellung einer Tauchzeit, wobei dessen Leuchtpunkt gegenüber dem Minutenzeiger positioniert wird, gut fassen. Auf dem Zifferblatt bewegt sich zur Gangkontrolle ein weiterer Leuchtpunkt – am Ende des Sekundenzeigers und entlang einer sekundengenauen Skalierung auf dem Zifferblattrehaut.

Tissot: Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium
Tissot: Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium

Nach Büro und Sport darf die Seastar mit ins Theater

Nach Tauchen und Schwimmen ist Olaf heute nicht zumute, aber er erfreut sich an dem schönen Anblick des blauen Zifferblatts der Seastar vor der Mittelmeerkulisse in Boccadasse, jenem alten Seemannsviertel von Genua, das er als Arbeitsort und kreatives Rückzugsgebiet für sich entdeckt hat. Und die Uhr wird wohl auch an seinem Handgelenk bleiben, wenn er heute Abend eine Vorstellung im Teatro Carlo Felice besucht. Mit einer Höhe von reichlich 12,7 Millimetern ist sie noch nicht allzu schwer unter der Hemdmanschette zu verstecken. Trotz ihres sportlichen Outfits geht sie auch als Dress-Watch durch und passt zum ganz normalen Alltag ebenso wie zum Abendprogramm. »Die Uhr kann ich überall mit hinnehmen«, resümiert Olaf zufrieden und so habe er es auch während des gesamten Tests gehalten.

Hands-on: Tissot Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium
Wasserdichtheit: Die bis 300 Meter wasserdichte Seastar ist zum Schwimmen und Tauchen geeignet.

Erstmals kommt in der Seastar das Powermatic 80-Kaliber mit Siliziumspirale zum Einsatz. Das moderne Uhrwerk ist mit verschiedenen Bezeichnungen und in unterschiedlichen Ausbaustufen inzwischen bei verschiedenen Marken der Swatch Group wie Hamilton, Certina, Mido oder eben Tissot im Einsatz. Der Name ist Programm: Es handelt sich um ein Automatikwerk, das im weitesten Sinne eine Höherentwicklung des bewährten Eta-Kalibers 2824-2 darstellt.

Mit nur einem Federhaus bietet es auf Grund veränderter Geometrien und einer speziell entwickelten Gangpartie bei einer Frequenz von drei Hertz 80 Stunden Kraftreserve. Aufgerüstet mit einer Siliziumspirale, die es nicht in allen Versionen des Powermatic 80-Kalibers gibt, bietet das flache Uhrwerk ein gleichmäßigeres Schwing- und damit Gangverhalten, zudem verbesserte Korrosions- und Stoßfestigkeit und Unempfindlichkeit gegenüber Magnetfeldern. Die Entwicklung der Silizium-Unruhspirale geht dabei auf ein gemeinsames Forschungsprojekt der Swatch Group mit den renommierten Manufakturen Patek Philippe und Rolex sowie dem Mikrotechnik-Forschungsinstitut CSEM zurück. Zunächst kam die Siliziumspirale nur bei Swatch Group-Marken im Hochpreis-Segment zum Einsatz, beispielsweise in den Co-Axial-Kalibern von Omega. Inzwischen hält sie aber mit dem Powermatic 80-Uhrwerk auch bei Marken der Einstiegspreislage Einzug – immer zu erkennen an der »Si«-Plakette im Uhrwerk. Sie ist im Kaliber C07.811 Si der Tissot Seastar auf dem Unruhkloben angebracht.

Hands-on: Tissot Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium
Entspannung: Bei einem Kaffee erfreut man sich an der beruhigenden Ausstrahlung der Uhr.

Mit modernem Werk trotzt die Seastar Belastungen des Alltags

Die Siliziumspirale kam 2017 mit der Lancierung der Kollektion Ballade bei Tissot erstmals zum Einsatz. Das Kaliber C07.811 Si ist laut Hersteller vor Magnetfeldern, wie sie beispielsweise von Taschenverschlüssen, Kühlschrankmagneten, Lautsprechern oder Trafos ausgehen, geschützt. Mit oder ohne Siliziumspirale steht das Powermatic 80-Kaliber im Moment nur den Swatch Group-Marken, keinen Drittmarken zur Verfügung.

Tissot: Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium
Kaliber C07.811 Si: Mit Silizium-Spirale erstmals im Einsatz in der neuen Version der Tissot Seastar.

Doch zurück zu Tissot. Beim Thema Magnetfeldschutz ist die Marke kein unbeschriebenes Blatt. Bereits in den 1930er-Jahren gelang es ihr, anstelle von Stahl für die Regulierorgane der Uhren ein Material einzusetzen, das nicht durch Magnetismus beeinträchtigt wird. Es war die Geburtsstunde der Tissot Antimagnétique, der ersten nicht magnetisierbaren Armbanduhr der Welt.

Tissot: Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium
Feste Verbindung: Das Band sitzt mit Anschlussstücken am Gehäuse und mündet in einer Faltschließe.

Am Ende unseres Langzeittests machen wir folgendes Experiment: Wir setzen die Seastar 1000 Powermatic 80 Silicium dem Feld eines starken Haushaltmagneten aus. Sie zeigt sich währenddessen im Gang irritiert, der Sekundenzeiger hält sogar kurzzeitig an. Das ist völlig normal, da außer der Spirale andere Teile der Uhr und des Uhrwerks magnetisierbar sind. Der Unterschied zu einem Uhrwerk mit herkömmlicher Spirale, beispielsweise von Nivarox, liegt darin, dass das Powermatic 80-Kaliber mit Siliziumspirale unbeirrt weiterläuft, wenn die Uhr wieder aus dem Einfluss des Magnetfelds entfernt wird. Das ist generell in echter Fortschritt und gerade bei einer Uhr im Preissegment unter 1.000 Euro eine reife Leistung. mari

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Produkt: Download Einzeltest: Glashütte Original Senator Chronograph Panoramadatum
Download Einzeltest: Glashütte Original Senator Chronograph Panoramadatum
Der detaillierte Einzeltest des Glashütte Original Senator Chronograph Panoramadatum erklärt alles zum Modell.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Eine schöne Sportuhr deren Werdegang ich schon länger beobachte.
    Nur: Ist die SI Version nun ein Chronometer oder nicht?
    Die Gravur auf dem Rotor legt dies zumindest nahe. Das wäre dann aber auch eine Erwähnung im Artikel wert.

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  2. Mich stört ein wenig, dass die Gangdauer mit einer Absenkung auf 3 Hz erkauft wurde. Andere schaffen hohe Gangdauern ohne diesen Nachteil.

    Weil mich persönlich lange Gangdauern nicht interessieren, ziehe ich die Chronometer aufgrund von 2824 oder 2892 vor. Weil Powermatic in der Swatch-Group so weit verbreitet ist, werden die anderen Chronometer eine Rarität, die nur noch von kleinen Herstellern gebaut werden.

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  3. Offensichtlich hat man Ihrem Reporter eine Uhr mit einem Chronometer-Werk zur Verfügung gestellt, dass somit bessere Gangwerte aufweisen dürfte. Warum aber wirbt Tissot damit nicht? Ganz einfach, die zu kaufende Ausführung ist nämlich kein Chronometer! Sehen Sie sich hierzu das Foto von der Rückseite der Uhr auf der Website von Tissot an.

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  4. Guten Tag,
    beim Testmodell handelte es um ein Vorserienmodell. Die Serienversion kommt ohne Chronometerzertifikat.
    Beste Grüße, Ihr Watchtime.net-Team

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