Hands-on: Tissot Seastar 2000 Professional

Die funktionale Taucheruhr im Test

Die Seastar 2000 Professional ist nicht nur eine funktionale Taucheruhr, sondern überrascht auch mit einem einzigartigen Wellenmuster auf dem Zifferblatt. Die Seastar ist die Vorzeigetaucheruhr von Tissot, und als solche auf höchstmögliche Funktionalität ausgelegt. Und tatsächlich hält der neue Zeitmesser mit einer Wasserdichtheit bis 2000 Fuß beziehungsweise 600 Meter doppelt so hohe Drücke aus wie die bisherigen Modelle. Trotz der nutzwertigen Ausrichtung hat Tissot dem stämmigen Design in diesem Jahr eine neue, spielerische Note hinzugefügt: Das Zifferblatt trägt nicht mehr nur einen Farbverlauf, sondern außerdem feine Rillen, die durch ihre unregelmäßige Form den Wellengang auf hoher See darstellen. Dreht man die Uhr ins Licht, so treten die eingravierten Konturen dunkel hervor, während gleichzeitig die intensive Farbe des Zifferblatts erkennbar wird.

Tissot: Seastar 2000 Professional
Tissot: Seastar 2000 Professional

Doch die organische, fast schon lebendig wirkende Wellenstruktur ist noch nicht alles: Bei näherer Betrachtung fällt zudem ein feiner Längsschliff auf, und die gerahmten Leuchtmasse-Indexe sind am umlaufenden Minutenring befestigt, sodass sie über dem Zifferblatt schweben. Zusammen mit dem Metallrahmen des Datumsfensters ergibt sich eine sehr schöne Dreidimensionalität. Einziger Wermutstropfen: Die durchgehend polierten Zeiger wirken – nicht zuletzt wegen ihrer breiten, geraden Form – sehr zweidimensional. Daran ändern auch die in Längsrichtung verlaufenden Facetten in der Mitte des Stunden- und Minutenzeigers nichts, da sie nur bei starker Vergrößerung auffallen.

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Voll funktionsfähig

Dass der Sekundenzeiger einen Leuchtpunkt als Funktionskontrolle in dunklen Tiefen besitzt, gehört ebenso zu den Anforderungen einer Taucheruhr wie der leuchtende Nullpunkt auf der einseitig drehbaren Lünette. Letztere besitzt eine Skaleneinlage aus Keramik und bietet zusammen mit dem gewölbten Saphirglas dauerhaften Schutz vor Kratzern. Auch der Boden des 46 Millimeter großen und 16,25 Millimeter hohen Gehäuses besteht aus Saphirglas und betont – zusammen mit dem Heliumauslassventil in der linken Flanke – die hochwertige Ausstattung der 199 Gramm (!) schweren Taucheruhr.

Tissot: Seastar 2000 Professional Gehäuseboden
Tissot: Seastar 2000 Professional Gehäuseboden

Auch das Werk begeistert: Es handelt sich um das Eta C07, das bei Tissot aufgrund seiner hohen Gangreserve von 80 Stunden “Powermatic 80” heißt. In der Seastar 2000 Professional ist das Automatikwerk mit der neuen, weitgehend magnetfeldresistenten Nivachron-Spiralfeder auf Titanbasis ausgestattet, die die Swatch Group zusammen mit Audemars Piguet als klassisch gefertigte Alternative zur Siliziumspirale entwickelt hat.

Das Einzige, was zumindest andeutungsweise an das Einstiegspreissegment erinnert, ist die Standardfaltschließe, die zwar innen stabil, aber außen etwas blechern daherkommt. Aus ihr lässt sich eine 20-Millimeter-Tauchverlängerung ausklappen, die ebenfalls aus Blech besteht. Ansonsten kann man kaum glauben, dass man hier eine Uhr für rund 1.000 Euro in Händen hält. Ausstattung, Gestaltung und Verarbeitung würden einen höheren Preis rechtfertigen. ak

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. I am the proud owner of the Omega Seamaster 300. Some years ago I became interested in fine watches as a hobby. It was either Omega or the Rolex Submariner to start with, so I studied them both, comparing the data. Omega won and in a short period of time I had it on my wrist. I later added the Omega Moonwatch and am more than happy. Since Rolex is nowhere to be found, a Tudor model would do nicely. Seiko is tops with their “spring drive” and have very good data. Tissot, for the money and design, is hard to beat and a good choice for my collection. Thank you

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