Live-Ticker aus Hamburg: IBG 2014 – Das feinste Uhrendinner Deutschlands

IBG 2014 – Das feinste Uhrendinner Deutschlands – Der 1. Abend endet

Thomas Wanka
von Thomas Wanka
am 20. Mai 2014
Wie aus dem Stegreif berichtet Gisbert L. Brunner aus der Welt der Uhren.
Wie aus dem Stegreif berichtet Gisbert L. Brunner aus der Welt der Uhren.

Der Bogen war wie immer weit gespannt und auch wenn man das Gefühl hatte, schon viel erfahren zu haben; Gisbert Brunner vermittelt einem immer die Gewissheit, dass es noch viel mehr Geschichten zu erzählen gegeben hätte. Der Vortrag der Auftaktveranstaltung IBG 2014 – Das feinste Uhrendinner Deutschlands begann mit einem Rundblick über die aktuelle Situation der Schweizer Uhrenindustrie, garniert mit ein paar menschlichen Geschichten und Insider-Anspielungen. Der uhrentechnische Schwerpunkt war in diesem Jahr auf die Kalender und die geschichtliche Entwicklung der Darstellungsweise gelegt. Aber auch historisches Wissen kommt beim diesjährigen Vortrag nicht zu kurz: Wer weiß spontan zu erklären, warum der Juli und der August gleich viele Tage haben? Nachdem Fragen wie diese in den ersten Teilen des Vortrags beantwortet wurden, begann schon vor dem Hauptgang der umfangreiche dritte Teil. In diesem gelang es Gisbert Brunner die vertretenen Marken in ihrer Herkunft und Entwicklung kurz zu skizzieren und ihren Markenkern in einem kleinen bebilderten Porträt zu umreißen. Durch das Ambiente des Kempinski Hotels Atlantik, einer hervorragenden Küche, einem umsichtigen Service und einer korrespondierenden Weinauswahl wurde der hohe Anspruch, IBG 2014 – Das feinste Uhrendinner Deutschlands zu sein, für die über hundert anwesenden Gäste erfüllt. “Ich bin schon das zweite mal dabei”, war ein mir gegenüber geäußerter Kommentar. “Es ist eine tolle Veranstaltung, die ich beim ersten Mal leider verpasst habe.” Ein Zitat, das die Stimmung des Abends treffend wiedergeben dürfte.

Jens Gerlach, Verlagsleiter Uhrenmedien, begrüßt die Gäste.
Jens Gerlach, Verlagsleiter Uhrenmedien, begrüßt die Gäste.

Die Gäste haben ab 16 Uhr Zeit, sich die Uhren anzusehen und mit den Marken in Kontakt zu treten.
Die Gäste haben ab 16 Uhr Zeit, sich die Uhren anzusehen und mit den Marken in Kontakt zu treten.

Das Hotel Atlantic gibt den stimmungsvollen Rahmen für die IBG 2014 in Hamburg ab.
Das Hotel Atlantic gibt den stimmungsvollen Rahmen für die IBG 2014 in Hamburg ab.

Nicole Bär von Bovet zeigt die wertvollen Stücke, die sie mitgebracht hat.
Nicole Bär von Bovet zeigt die wertvollen Stücke, die sie mitgebracht hat.
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2s Kommentare zu “Live-Ticker aus Hamburg: IBG 2014 – Das feinste Uhrendinner Deutschlands”
  1. Jens Cornehls

    „Bist Du im Himmel“, war auf meinem Handy zu lesen, als Antwort auf ein Foto welches ich einem Freund vom Uhrendinner geschickt hatte.
    War ich natürlich nicht. Obwohl der Weg dorthin schon bereitet war, durch den Straßenverkehr nach und in Hamburg. Der ist nämlich immer gut für einen Infarkt oder für einen Nervenzusammenbruch. Mit erhöhtem Blutdruck habe ich also den Raum betreten. Wau, sehr grandios. Hohe Decke, mit schönen Malereien an den Wänden. Nicht der Himmel, aber so könnte ich es mir gut vorstellen. Der Saal, im Hotel Kempinski in Hamburg, war prachtvoll und die im Raum verteilten Tische sehr dekorativ geschmückt.
    An den äußeren Seiten hatten verschiedenen Uhrenhersteller ihre Präsentationstischchen aufgebaut. Als Begrüßung gab es Champagner und kleine Häppchen. So konnte man dann recht entspannt die einzelnen Uhrenmarken abgehen, interessante Gespräche führen und spannende technische Details der einzelnen Marken erfahren. Piaget z.B mit dem dünnsten Kaliber bzw. der dünnsten Automatikuhr. Ähnlich dick wie ein After Eight Plätzchen aber wie ich selbst feststellen konnte, wesentlich stabiler. Geschmacklich wird sich wohl auch ein Unterschied zeigen, welchen ich aber nicht testete. Das Gegenteil dazu ließ sich bei Hublot erfahren. Wirklich maskuline Klopper, die aber dennoch geschmeidig am Handgelenk waren. Durch einen modularen Aufbau der einzelnen Uhrenteile, lässt sich eine Individualisierung recht einfach vollziehen. Auch genial, der Wechselmechanismus für das Armband. Mit einem Druck auf das Armband an der Uhr, lässt sich dieses leicht lösen bzw. wieder fest klicken. Damit wird eine weit verbreitete Berufskrankheit endlich eingedämmt. Eine gute Nachricht für alle Taschendiebe, wie ich denke. Ein Ähnliches Verwandlungskonzept verfolgt Bovet. Die Uhren sind an Taschenuhren angelehnt. Also Krone auf 12 Uhr. Man kann durch einen Klick, die Uhr an einer Kette tragen oder als Armbanduhr. Weiterhin ist auch noch ein kleiner ausklappbarer Ständer auf der Gehäuserückseite, der es ermöglicht die Uhr als Tischuhr zu benutzen. Bei der Wandmontage ist der Verbraucher aber auf sich gestellt. Einen Bovet Nagel scheint es nicht zu geben.
    Mont Blanc ist nicht nur Verantwortlich für blauen Flecken in Hemden – wenn man den Füller mal wieder nicht richtig zugedreht hat- sondern auch für eine sehr schön anzusehende Uhrenkollektion. Treffend wurde an diesem Stand zufällig mein Glas wieder aufgefüllt bzw. ein neues gereicht, so dass ich entspannt den gefüllten Uhrentisch weiter bestaunen konnte. Ob die Kombination aus Schreibwaren und Uhren Sinn macht, konnte man auch gleich nebenan nicht beantworten. Von Fa. Sinn war mein allererste Uhr, auf derer noch einige folgten. Ich finde, Sinn baut interessante Uhren, wobei man nicht gleich auf die Geldwäscher-Fahndungsliste kommt, wenn man den fälligen Kaufpreis überweist. Exakt zum Zeitpunkt als mein Glas wieder leer war, wurde auch zum Tisch gebeten, da die Vorspeise serviert wurde. Die Nachspeise der Vorspeise war dann ein Vortrag von dem Uhrenjournalisten Herrn Giesbert Brunner.

    Er handelte von Kalendern bzw. den Versuchen der Menschen, in den vergangenen Jahrhunderten, das Datum irgendwie in den Griff zu bekommen. Sehr interessant zu erfahren, welcher Herrscher in der Vergangenheit „an der Uhr gedreht“ hat. Wäre die Armbanduhr im römischen Reich erfunden worden, hätte sich mit Sicherheit ein Berufszweig „Datumsbieger“ oder „Kallenderdengler“ etabliert. Weil es den Leuten damals wohl ziemlich gestunken hat, wenn durch Ungenauigkeiten im Kalender, keiner genau wusste ob er sich eine Weihnachtsgans oder doch besser eine Badehose kaufen soll, hat man das dann doch irgendwie in den Griff bekommen. Heutzutage ist es gut wissen, dass Armbanduhren tatsächlich „quasi ewige Kalender“ aufweisen. Echter Wahnsinn, wenn man sich vorstellt, in einer solchen Uhr befindet sich ein Rädchen, dass dafür zuständig ist, alle 400 Jahre eine Korrektur vorzunehmen. Ich stelle mir das gerade vor, wenn die Familie am 28 Februar um den Wohnzimmertisch sitzt, auf dem die Uhr liegt, und Mutti sagt, „hach, hätte das doch Opa noch erlebt“.

    Es folgte der Hauptgang. Bewundernswert übrigens die Koordination der Kellner. Ein „Dirigent“ inszenierte und koordinierte alle Bewegungen im Saal durch Augenkontakt und kurze Fingerzeige. Profis! Die waren wohl auch in der Küche, denn das Essen war phantastisch. Der anschließende zweite Vortrag stellte dann die verschieden anwesenden Firmen und deren Besonderheiten in ihren Produktkollektionen dar. Die Begeisterung und der Enthusiasmus von Herrn Brunner sind wirklich inspirierend und erfrischend.
    Das war auch die dann gereichte Nachspeise. Mit wirklich schweren Tüten als give away konnte man, sehr gesättigt und mit der gleichen Uhr mit der man reingekommen ist, das Uhrendinner verlassen. Alles in allem ein gelungener, spannender Abend!

  2. Melanie Feist

    Lieber Herr Cornehls,

    herzlichen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar und Ihr Lob. Wir freuen uns sehr, dass Ihnen IBG 2014 – Das feinste Uhrendinner Deutschlands in Hamburg gefallen hat. Im nächsten Jahr findet die Veranstaltungsreihe vom 15. Juni bis 19. Juni 2015 statt.

    Viele Grüße

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