Jaeger-LeCoultre: Die überhöhte Mechanik

 Redaktion
von Redaktion
am 17. Juni 2009
17 Patente und 26 Funktionen sind auf kleinstem Raum vereint
17 Patente und 26 Funktionen sind auf kleinstem Raum vereint

Ab Herbst 2009 ist das „bislang noch nicht gab” Vergangenheit. Mit der Hybris Mechanica Grande Sonnerie präsentiert Jaeger-LeCoultre erstmalig den vollen Westminster-Schlag in Armbanduhren. Mit mehr als 1300 mechanischen Komponenten auf 1075 Quadratmillimetern Fläche sowie 11198 Kubikmillimetern Volumen kann das neue Kaliber 182 als das dichtest bestückte mechanische Uhrwerk überhaupt gelten.

In der Komplikationen-Hierarchie rangiert das einzigartige Schlagwerk ganz oben, denn erstmals überhaupt erklingt der legendäre Westminsterschlag am Handgelenk in gesamter Länge. Die Techniker haben zudem eine akustische Trias aus Grande Sonnerie, Petite Sonnerie und Minutenrepetition konstruiert, welche bei Armbanduhren das gegenwärtige Non Plus Ultra repräsentiert, denn neben der kompletten Tonfolge wartet das neuartige Glockenspiel – auf Gongs versteht sich – mit stattlichen zwölf Stunden und damit einer bislang nicht praktizierten Gangautonomie auf.
Weil es in Armbanduhren naturgemäß nur wenig Platz gibt, bedurfte es einer völlig neuen, sehr kompakten Auslegung des höchst aufwendigen Mechanismus. Der Clou besteht in einem intelligenten, 5,15 Millimeter hohen Turm, der die akustische Dimension dieser Hybris Mechanica speichert. Das konzentrische Gebilde besitzt drei in sich frei beweglichen Ebenen: je eine zur Darstellung der Stunden, Viertelstunden und Minuten.
Eine Zwangssynchronisierung mit dem Zeigerwerk wirkt der falschen akustischen Zeit-Darstellung effizient entgegen.
Auch für den Klang gibt es einen turmförmigen Auslösemechanismus. Dazu passend sind die Rechen zum Heben der vier kleinen Hämmer, welche die vier Tonfedern kurz aber kraftvoll anschlagen, ebenfalls übereinander angeordnet.
Die vier Tonfedern mit kantigem Querschnitt, denen die kleinen Hämmer ein beachtliches Klangvolumen entlocken, sind das Resultat intensiver Forschungsarbeit. Jaeger-LeCoultre arbeitet sie in einem Stück aus einer neuartigen, verständlicher Weise geheim gehaltenen Metall-Legierung.
An Momente der Ruhe haben die Konstrukteure ebenfalls gedacht. Zu diesem Zweck gibt es den Drücker bei „4″, der die Wahl zwischen „Grande Sonnerie” (volles Klangspektrum), „Petite Sonnerie” (nur Stundenschlag) und „Stille”. Den jeweiligen Schaltzustand signalisiert eine korrespondierende Zifferblattindikation.
Aber diese Armbanduhr hat noch mehr zu bieten. Das immerwährende Kalendarium benötigt bis Ende Februar 2100 keiner manuellen Nachhilfe. Zur Indikation von Datum, Wochentag und Monat verwendet Jaeger-LeCoultre retrograde Zeiger.
Der gesamte Mikrokosmos findet Platz in einem 44 Millimeter großen und 15 Millimeter hohen Weißgold-Gehäuse. Auf Wunsch liefert Jaeger-LeCoultre diese einzigartige Uhrentrilogie in einem 700 Kilogramm schweren Tresor. Ein Mikrophon und ein Verstärkersystem übertragen – sofern aktiviert – das Schlagen der Sonnerie selbst bei fest geschlossenen Türen nach außen. glb

Den kompletten Artikel mit zahlreichen Details der Uhr finden Sie in der Chronos 4-2009, die ab dem 24. Juli am Kiosk erhältlich ist.

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