Jean-Pierre Jaquet muss ins Gefängnis

Witold A. Michalczyk
von Witold A. Michalczyk
am 5. November 2008

Mit Freiheitsstrafen von 3 bis 9,5 Jahren endete der Prozess um die sogenannte Neuchâteler Uhrenaffäre. Das Wirtschaftsstrafgericht in Neuchâtel verteilte die Hauptangeklagten unter anderem wegen schweren Raubes und gewerbsmäßiger Hehlerei. Der zu 4,5 Jahren Gefängnis bestrafte Uhrmacher Jean-Pierre Jaquet wurde noch im Gerichtssaal verhaftet.
Aus Sicht der Richter waren fünf Haupt- und acht der zehn Nebenangeklagten in unterschiedlichem Maße an den zwei Raubüberfällen beteiligt, bei denen mehrere Dutzend Kilogramm Uhrengold der Firmen Rolex und RSM erbeutet wurden. Zudem sollen sie Marken-Uhren gefälscht und gestohlen haben. Zwei der Nebenangeklagten wurden frei gesprochen. Das Gericht begründete die Verurteilungen mit dem großen Schaden, den die Uhrenfirmen RSM, Rolex, Ulysse Nardin, Cartier und De Grisogono durch die Delikte erlitten. Durch die Affäre sei zudem der Ruf der Uhrenstadt La Chaux-de-Fonds geschädigt worden.
Jean-Pierre Jaquet, der wohl prominenteste der Verurteilten, kündigte an, gegen das Urteil Revision einzulegen.

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