Longines: Uhrenmarke feiert 120 Jahre Logo-Registrierung

Katharina Studer
von Katharina Studer
am 6. Oktober 2009
Brigitte Bolli Jost (Markenadministratorin beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum), Longines Präsident Walter von Känel und Francis Gurry (Generaldirektor der Weltorganisation für geistiges Eigentum) bei der Pressekonferenz am 1.10.2009 in Genf
Brigitte Bolli Jost (Markenadministratorin beim EIGE), Longines Präsident Walter von Känel und Francis Gurry (Generaldirektor der WIPO) bei der Pressekonferenz am 1.10.2009 in Genf

Genf (Schweiz) / La Cité du Temps, 1. Oktober 2009: Vor 120 Jahren erfolgte die offizielle Eintragung des Longines-Logos, das von der Uhrenmarke in Saint-Imier heute noch verwendet wird. Dieses Warenzeichen besteht aus einer geflügelten Sanduhr und dem Longines Namenszug. Es wird seit 1889 in der Schweiz vom Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum (EIGE) geschützt. Es handelt sich um die älteste, heute noch aktive und unverändert gebliebene Schutzmarke, in den Registern der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO). Zur Feier des 120. Jahrestages dieser Eintragung, eröffnet Longines eine thematische Ausstellung in der Genfer Cité du Temps. Außerdem wird ein zum Longines Logo publiziertes Buch vorgestellt sowie zwei auf 120 Stück limitierte Uhrenserien mit dem Namen Heritage Retrograde, die speziell zu diesem Anlass gefertigt wurden.

Edel und selten: Die Longines Heritage Retrograde in Rotgold, limitiert auf 120 Stück
Edel und selten: Die Longines Heritage Retrograde in Rotgold, limitiert auf 120 Stück

Die geflügelte Sanduhr
Ernest Francillon baute 1867 die Longines Fabrik für die Mitarbeiter, die bisher weit verstreut für sein Uhrenkontor tätig gewesen waren. In der Fabrik kamen neuartige Technologien und Produktionsmittel zum Einsatz. Gleichzeitig führte er den vom Flurnamen des Fabrikgrundstücks abgeleitete Markennamen Longines ein und wählte die geflügelte Sanduhr als Symbol. Es wird seit der Gründungszeit des Unternehmens verwendet, um die Produkte zu identifizieren und zu charakterisieren. Im Laufe der Jahre wurden diverse grafische Varianten entwickelt, doch wurde es von Longines stets kontinuierlich verwendet und dient heute noch als Signatur auf allen Longines-Uhren. Am 27. Mai 1889 ließ Ernest Francillon ein Warenzeichen eintragen, das aus einer geflügelten Sanduhr innerhalb eines Doppelkreises bestand, mit dem Kürzel EFCo (für Ernest Francillon & Compagnie). Mit der Eintragung von 1889 begann für Longines eine wichtige grafische und symbolische Tradition. Erstmals wurde ein Warenzeichen juristisch anerkannt, dessen Verwendung und Schutz in der ursprünglichen Version bis in das 21. Jahrhundert hinein reicht. Der Schutz des Warenzeichens wurde 1893 auf internationaler Ebene erweitert. Damit wurde Longines in den internationalen Registern zur ältesten heute noch aktiven und unverändert gebliebenen Marke. Die Eintragung des Logos erfolgte im Rahmen der Industrialisierung der Schweizer Uhrmacherei im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Longines spielte dabei eine führende Rolle. Die geflügelte Sanduhr, das von Longines gewählte Warenzeichen, hatte den ursprünglichen Zweck, Longines-Uhren zu identifizieren. Sie wurde aber bald auch zum Mittel, um gegen Fälschungen vorzugehen. km

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