Manufakturbesuch bei Ulysse Nardin, Teil II

Innovativ und produktorientiert

Martina Richter
von Martina Richter
am 24. Oktober 2013
Das Manufakturgebäude von Ulysse Nardin in Le Locle
Das Manufakturgebäude von Ulysse Nardin in Le Locle

Zurück aus der Manufaktur bin ich noch immer schwer beeindruckt von diesem äußerst innovativen Unternehmen. Mich überraschte vor allem der opulente und moderne Maschinenpark, auf dem beinahe alle Bestandteile der Manufakturkaliber entstehen, die verschieden konzipierten Montagestrecken, welche den jeweiligen Anforderungen der Kaliber – vom Drei-Zeiger-Werk bis zur Komplikation – angepasst sind, und der ungebrochene Innovationswille dieses Uhrenherstellers.

Dabei entwickelte sich das Unternehmen, seitdem es der inzwischen verstorbene Rolf Schnyder im Jahr 1983 gekauft hatte, von seinerzeit zwei Mitarbeitern auf heute 480 weltweit. 350 davon arbeiten an den beiden Standorten in La Chaux-de-Fonds und Le Locle. „Die eigentliche Wiederbelebung des Unternehmens begann allerdings erst 1996“ erzählt mir der heutige CEO Patrik P. Hoffmann, und sei eng verbunden mit dem Namen Ludwig Oechslin. Der geniale Mathematiker, Wissenschaftler und Uhrmacher entwickelte den nach ihm benannten Ewigen Kalender und die inzwischen berühmte gewordene Freak, von der viele Entwicklungen auch in anderen Uhrwerken und Zeitmessern ausgingen und noch ausgehen werden, wie Hoffmann verspricht. Die praktische Realisierung zahlreicher Projekte ist wiederum eng mit dem Namen Pierre Gygax, heute COO bei Ulysse Nardin, verbunden. Er setzte bereits auf moderne Materialien, als andere noch darüber lächelten. Ulysse Nardin ist das erste Unternehmen, welches Silizium in der von Ludwig Oechslin entworfenen Direct-Hemmung in der Freak zum Einsatz bringt und anschließend ständig weiter entwickelt. Über die genialen wie einfachen Lösungen in dieser Uhr und die Rolle des Materials Silizium dabei berichten wir in einem ausführlichen Technik-Artikel in einem der nächsten Uhren-Magazine.

Patrik P. Hoffman, der CEO von Ulysse Nardin
Patrik P. Hoffman, der CEO von Ulysse Nardin

„Mit dem Werdegang der Freak hatte man im Hause Ulysse Nardin selbst nicht gerechnet“, berichtet Patrik P. Hoffman weiter. Heute ist sie der technische Vorreiter. Aber eben nicht nur als eine Konzept-Uhr, sondern als ein echtes Produkt, dass man tragen kann. „Und es wird weitergehen“, versichert Hoffmann. Für 2016 und 2018 sind Neuentwicklungen bei der Freak geplant. Künftig wird Ulysse Nardin auch wieder mehr unter der Ludwig Oechslin-DNA stehen. Im kommenden Jahr gibt er seine Kurator-Funktion im Uhrenmuseum La Chaux-de-Fonds ab und hat bereits Absprachen zur intensiveren Zusammenarbeit mit der Manufaktur Ulysse Nardin getroffen. Im Sinne von Rolf Schnyder setzt man bei Ulysse Nardin auch künftig auf ein starkes Produkt.

In der Auseinandersetzung mit dem Material Silizium ist Ulysse Nardin Vorreiter in der Uhrenbranche.
In der Auseinandersetzung mit dem Material Silizium ist Ulysse Nardin Vorreiter in der Uhrenbranche.
Bestellen Sie unseren Newsletter

Was gibt's Neues auf Watchtime.net?

Damit Sie stets rund um das Thema mechanische Uhr informiert sind, gibt Ihnen der Watchtime.net-Newsletter mehrmals wöchentlich den Überblick.

Zusätzlich und nur für kurze Zeit:
Ihr 5-EUR-Gutschein!*

Datenschutzbestimmungen habe ich gelesen und akzeptiert.**
*Mindestbestellwert 20 Euro
**Pflichtfeld
Special: Schweizer Geheimtipps

Uhren-Datenbank

In der weltweit größten Datenbank finden Sie aktuell 33804 Modelle von 802 Herstellern.

Datenbank-Suche

[type='text']
[type='text']
[type='submit']
[type='submit']
[type='submit']
[type='submit']