MB & F: Gewöhnlich ist anders

Melanie Feist
von Melanie Feist
am 27. November 2008
MB & F brechen bei ihren Modellen mit den Konventionen des Zeitmesser-Designs
MB & F brechen bei ihren Modellen mit den Konventionen des Zeitmesser-Designs

Technisch wie gestalterisch scheint Max Büsser, der mit seinem Konzeptlabor unter dem Namen MB & F auftritt, so ziemlich jede Konvention des Armbanduhrenbaus über Bord geworfen zu haben. Zwei Studien haben er und seine Freunde (das „F” im Markennamen) im vergangenen Jahr lanciert und damit für Aufsehen in der Szene gesorgt. Die Horological Machine N° 3 (HM 3) knüpft nahtlos an die Vorgänger an. Zwei dreidimensionale Kegel zeigen hier die Uhrzeit an. Das Datum wird dagegen auf einem Ring mit 2,5 Millimeter hohen Ziffern dargestellt, der den Werksdurchmesser deutlich überragt.

Das Werk selbst scheint übrigens falsch herum eingebaut zu sein, dreht sich der Rotor in Form einer Streitaxt doch auf der Zifferblattseite der Uhr. Von der gewohnten Uhrenoptik bleibt so kaum noch etwas übrig. Bei den technischen Details setzt sich dieser Eindruck fort. So scheint der symmetrische Goldrotor den Gesetzen der Physik zu trotzen. Doch einer der beiden Arme des Aufzugsmechanismus wurde so bearbeitet, dass er hauchdünn ist und eine geringere Masse aufweist als sein Gegenüber. Beim Uhrwerk selbst sorgen zwei Keramikkugellager mit einem Durchmesser von je 15 Millimetern für eine Kraftübertragung vom Werk zu den Kegeln, deren Zeiger ebenfalls eine Novität darstellen. Bei den Saphirkegeln (ebenfalls eine Innovation) erwies sich die perfekte Politur der Innenseiten der Kegel als größtes Problem. Erdacht haben sich diesen Mechanismus Max Büsser und der Designer Eric Giroud. Umgesetzt wurden er durch Jean-Marc Wiederrecht und dessen Team beim Werkehersteller Agenhor. Unruh und Räderwerk des Werks stammen von Girard-Perregaux.

Rotor oben: Das Werk der HM 3 ist auf den erste Blick falsch herum eingebaut
Rotor oben: Das Werk der HM 3 ist auf den erste Blick falsch herum eingebaut

Für die HM 3 wurden auch neue Schrauben entwickelt. Deren Köpfe in Form eines Kleeblatts sollen Beschädigungen der Goldschrauben durch scharfkantige Schraubendreher verhindern.
MB & F bietet die HM 3 in zwei Varianten an: Als Starcruiser sind die beiden Kegel in der Achse des Armes angeordnet, bei der Sidewinder stehen sie quer zum Arm. Gehäuse sind in Weißgold und Rotgold erhältlich, jeweils mit Titan. In beiden Fällen wird die 47 mal 50 Millimeter große und 16 Millimeter hohe Uhr an einem Alligatorlederarmband getragen. Preise sind auf Anfrage zu erfahren. wam

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