MCT Watches: Auf die Stunde kommt es an

Rüdiger Bucher
von Rüdiger Bucher
am 3. Juli 2010
Die Sequential One von MCT Watches
Die Sequential One von MCT Watches

Bislang besteht das Projekt MCT –  Manufacture Contemporaine du Temps – aus einer einzigen Uhr, aber die ist mehr als einen Blick wert. Auf der Vorderseite der Sequential One gibt es vier Plätze für Ziffern, auf denen die Stunde angezeigt werden kann. Das eigentliche Zifferblatt ist in Form eines 270-Grad-Kreissegments ausgeführt und gibt immer nur den Blick auf die aktuelle Stundenziffer frei. Diese wiederum wird aus fünf Prismen zusammengesetzt: längliche Lamellen mit drei Seiten. So können an jedem der vier Plätze je drei große Ziffern dargestellt werden; links außen sind es zum Beispiel die 3, die 6, die 9 und die 12. Während dort noch die Neun sichtbar ist, beginnen sich, etwa um 9.30 Uhr, auf der gegenüberliegenden Seite, im „Osten” der Uhr, die Prismen von Acht auf Elf zu drehen. Dieser Vorgang dauert einige Minuten. Währenddessen steht im Süden schon die Zehn im Wartestand, noch verdeckt vom springenden Zifferblatt. Sobald der Minutenzeiger die 60 erreicht, schnellt das Zifferblatt um 90 Grad weiter, entgegen dem Uhrzeigersinn. Gleichzeitig springt der Minutenzeiger auf die Null, um von dort weiterzulaufen. Für den Mechanismus hat Denis Giguet – Gründer der Marke MCT – ein völlig neues Uhrwerk entwickelt. Es besteht aus 471 Einzelteilen, die wie auch alle anderen Komponenten der Uhr ausschließlich in der Schweiz hergestellt werden. Das Kaliber stellt insgesamt 40 Stunden Gangautonomie bereit, wobei ständig Energie aus dem Federhaus abgezogen und gespeichert wird, um einmal pro Stunde das springende Zifferblatt zu bewegen. Für diese Bewegung benötigt das Werk eine Stunde gespeicherter Energie. Die Straumann-Unruh mit doppelter Spiralfeder oszilliert mit einer Frequenz von zweieinhalb Hertz (18000 A/h). Von der Sequential One gibt es vier Versionen: Je zwei in Weiß- und Rotgold, mit wahlweise weißen oder schwarzen Ziffern. Pro Version fertigt MCT 99 Exemplare, lässt sich dafür aber acht Jahre Zeit. Jede Uhr kostet 75.000 Euro. Giguet will die derzeitige Jahresproduktion von 50 Stück mittelfristig auf 150 ausbauen. buc  

„Ich wollte eine Uhr entwickeln, bei der die Stundenanzeige sehr groß ist.” So beschreibt Denis Giguet die Vorstellungen, mit denen er sich im Jahr 2007 daran machte, eine eigene Uhrenmarke zu gründen. Der 40-jährige Franzose ist ausgebildeter Ingenieur und arbeitete vor seiner Selbstständigkeit insgesamt 13 Jahr lang für Rolex und Harry Winston. In dem Engländer David Richards fand er einen Investor und Partner, und so entstand die Marke MCT. Das Kürzel steht offiziell für „Manufacture Contemporaine du Temps”, doch es ist kein Zufall, dass diese drei Lettern zugleich die Anfangsbuchstaben der Töchter Giguets sind: Marie, Camille und Thais.

Uhrwerk der Sequential One besteht aus 471 Einzelteilen
Uhrwerk der Sequential One besteht aus 471 Einzelteilen
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