Mehr Retro, bitte: 9 schöne Neuauflagen von Vintage-Uhren

Uhren mit Geschichte von IWC, Jaeger-LeCoultre, Omega & Co

 Redaktion
von Redaktion
am 2. Februar 2018

Keine Frage: Retro-Uhren sind ein starker Trend. Neun aktuelle, besonders gelungene Modelle mit Bild, allen Daten und Preis stellen wir Ihnen heute vor. Denn manche Uhren sind schon vor Jahrzehnten erschienen und trotzdem stets aktuell geblieben – dank behutsamer Überarbeitungen, die aktuelle Trends einfließen ließen und gleichzeitig die DNS der Vintage-Uhren bewahrt haben. Und von solchen Modellen kann man eigentlich nie genug bekommen. Deshalb sagen wir heute wieder einmal: “Mehr Retro, bitte!” Unsere Liste ist in alphabetischer Reihenfolge geordnet.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #1: IWC Große Fliegeruhr Heritage 48

IWC: Große Fliegeruhr Heritage 48
IWC: Große Fliegeruhr Heritage 48

IWC überarbeitete 2016 – 80 Jahre nach Einführung ihrer “Spezialuhr für Flieger” – nicht nur alle bestehenden Fliegeruhren, sondern führt auch komplett neue Modelle ein. Eines davon ist die Große Fliegeruhr Heritage 48, die IWC als modernen Nachfolger der Großen Fliegeruhr von 1940 bezeichnet. Alles über die Geschichte der IWC Große Fliegeruhr lesen Sie hier. Das 48 Millimeter große Titangehäuse der Heritage 48 wird von einem extralangen Kalbslederband mit Nieten am Arm gehalten; es ist zweigeteilt und am Ende zusammengenäht, sodass der Träger die Uhr unter keinen Umständen verlieren kann. Im Gehäuseboden befindet sich ein kleines kreisförmiges Saphirglasfenster, das den Blick auf eine Gangreserveanzeige freigibt. Sie gehört zum Manufakturkaliber 59215 mit Handaufzug. Den Magnetfeldschutz des Weicheisen-Innengehäuses vermindert das Sichtfenster laut IWC nur um zwei bis drei Prozent. 1.000 Exemplare der Retro-Uhr werden gebaut, zum Preis von jeweils 14.800 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #2: Jaeger-LeCoultre Polaris Memovox

Jaeger-LeCoultre: Polaris Memovox
Jaeger-LeCoultre: Polaris Memovox

Jaeger-LeCoultre führt 2018 eine neue Kollektion ein: Polaris. Das Highlight der neuen Linie ist die Polaris Memovox. Der Name Polaris stammt aus der Geschichte der Marke: 1965 brachte Jaeger-LeCoultre seinen Wecker Memovox als Taucheruhr, die den Weckton durch ihren Dreifachboden auch unter Wasser gut hörbar machte. Ihr folgte 1968 ein optisch verändertes Modell mit markanten trapezförmigen Tritium-Leuchtindexen. Mehr über den berühmten Armbandwecker von Jaeger-LeCoultre erfahren Sie hier. Die Vintage- Memovox von 1968 nimmt sich die heutige Polaris Memovox zum Vorbild. Schon 2008 hatte es ein ähnliches Retromodell gegeben. Ironie der Geschichte: Während die Vintage-Uhren von 1965, 1968 und 2008 Memovox Polaris hießen, weil sie Varianten des Weckers Memovox waren, ist es heute genau umgekehrt: Innerhalb der neuen Kollektion Polaris gibt es den Polaris Memovox genannten Wecker als Besonderheit neben den Modellen Polaris Automatic, Polaris Date, Polaris Chronograph und Polaris Chronograph World Time.

Jaeger-LeCoultre: Memovox Polaris von 1968
Historisches Vorbild: Jaeger-LeCoultre Memovox Polaris von 1968

Die Polaris Memovox verfügt über drei Kronen: Mit der oberen stellt man den Alarm ein; dabei dreht man die innere Scheibe auf dem Zifferblatt, bis das Dreieck auf die gewünschte Weckzeit zeigt. Mit der mittleren verstellt man die innen liegende Drehlünette, um Zeitabschnitte zu messen (eine vereinfachte Chronographenfunktion), und die untere dient der Einstellung der Uhrzeit. Das automatische Manufakturkaliber JLC 956 debütierte beim Retromodell von 2008. Wenn der Alarm ausgelöst wird, schlägt ein Hammer auf eine Bronzeglocke. Das 42 Millimeter große Edelstahlgehäuse ist bis 200 Meter wasserdicht und wird mit einem Kautschukband am Arm befestigt. Für 12.750 Euro ist die Polaris Memovox erhältlich.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #3: Junghans Meister Driver Chronoscope

Junghans: Meister Driver Chronoscope
Junghans: Meister Driver Chronoscope

Junghans’ Meister-Uhren haben einen besonderen Retro-Charme. Die neue Meister Driver Chronoscope erhält ihren durch die Inspiration von Oldtimern. Das farblich abgestufte Zifferblatt mit den großen Ziffern erinnert an eine Tacho-Anzeige klassischer Automobile, den Antrieb erledigt das automatische Basiskaliber Eta 2892-2 und einem Modulaufbau der Dubois Dépraz. Zwei Ausführungen in einem Edelstahlgehäuse mit 40,8 Millimetern im Durchmesser stellt Junghans zur Wahl. Auf einem beige-braunen Zifferblatt sitzen anstelle von Stundenziffern die ausgeschriebenen Minuten, was die Chronographenfunktion betont. Diese Retro-Uhr wird an einem Lederband getragen und kostet 1.990 Euro. Für den gleichen Preis gibt es auch ein graues Zifferblatt mit Stundenziffern und rotem Lederband. Am Stahlband kostet der Meister Driver Chronoscope 2.090 Euro, mit Lederband 1.990 Euro.

Wenn Sie sich für die Junghans Meister Driver Chronoscope interessieren, finden Sie heir den aktuellen Test der Chronos-Redaktion: www.watchtime.net/tests

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #4: Montblanc 1858 Monopusher Chronograph Limited Edition 100

Montblanc: 1858 Monopusher Chronograph Limited Edition 100
Montblanc: 1858 Monopusher Chronograph Limited Edition 100

Der Montblanc 1858 Monopusher Chronograph Limited Edition 100 ist eine Hommage an das historische Minerva Monopusher-Chronographenkaliber 13.20, das in den 1920er-Jahren speziell für Armbanduhren entwickelt wurde. Das 40-Millimeter-Edelstahlgehäuse ist in einem Retro-Chronographendesign gehalten, dem das rauchig gefärbte grüne Zifferblatt und das passende grüne Alligatorlederarmband mit beigefarbenen Nähten entspricht. Ihrem historischen Vorbild entsprechend, verfügt die Uhr über ein Bikompax- Zifferblatt mit kleiner Sekunde bei neun Uhr, einem 30-Minutenzähler für den Chronographen bei drei Uhr sowie einer Tachymeterskala auf dem äußeren Zifferblattrand. Der Montblanc 1858 Monopusher Chronograph Limited Edition 100 verfügt über ein gewölbtes Saphirglas, gewölbte und neu dimensionierte Kathedralenzeiger mit Superluminova-Beschichtung, arabische Leuchtziffern und das historische Montblanc-Logo. Der Gehäuseboden aus Saphirglas gewährt den Blick auf das Manufakturkaliber MB M13.21 mit Handaufzug, das über ein große Unruh mit 18 Schrauben, eine klassische Frequenz von 18.000 Halbschwingungen/Stunde, ein Säulenrad und eine horizontale Kupplung verfügt und mit der legendären Chronographenbrücke in V-Form ausgestattet ist. Der Montblanc 1858 Monopusher Chronograph Limited Edition 100 ist wasserdicht bis zehn Bar und wurde im Rahmen des Montblanc Laboratory Test 500 zertifiziert. Die Armbanduhr kostet 28.000 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #5: Omega 1957 Trilogy Limited Editions

Die Seamaster 300, die Railmaster und die Speedmaster wurden allesamt 1957 vorgestellt und feiern damit 2017 ihren 60. Geburtstag. Aus diesem Anlass lanciert Omega eine Neuauflage von jedem Modell, auf Basis von Vermessungen der Originalmodelle mittels eines erstmals eingesetzten Digitalscanners. Die drei Uhren sind einzeln oder in limitierter Auflage in einer Sammlerbox erhältlich. Diese Edition wird 557-mal aufgelegt und kostet 19.700 Euro.

Omega: 1957 Trilogy Limited Edition
Omega: 1957 Trilogy Limited Edition

Einzeln sind die drei Modelle je 3.557-mal zu haben. Die Railmaster mit 38 Millimetern Durchmesser arbeitet mit dem Omega Master-Chronometer-Kaliber 8806 und kostet 6.200 Euro. Dieses Kaliber nutzt auch die Seamaster 300 mit 39 Millimetern Durchmesser, ihr Preis: 6.400 Euro. Die Speedmaster misst 38,6 Millimeter und kostet 6.600 Euro, ihren Antrieb erledigt das Omega Kaliber 1861. Weitere Informationen finden Sie hier.

Omega: Seamaster 300 60th Anniversary Limited Edition Master Chronometer 39mm
Omega: Seamaster 300 60th Anniversary Limited Edition Master Chronometer 39mm

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #6: Oris Chronoris Date

Oris: Chronoris Date
Oris: Chronoris Date

Der Rennsportchronograph Chronoris von Oris aus dem Jahr 1970 kam 2017 als Dreizeigeruhr zurück. Geblieben sind die ovale Form des Edelstahlgehäuses, der drehbare Innenring zum Messen von Minutenintervallen, das Datum und die drei zentralen Zeiger. Der orangefarbene Sekundenzeiger gehört allerdings nicht mehr zu einem Chronographen, sondern zur normalen Zeitanzeige. Hinter dem Stahlboden der 39 Millimeter messenden Sportuhr im Retrostil tickt das Großserienkaliber Sellita SW 200 mit Automatikaufzug. Die Chronoris kostet mit Leder-, Kautschuk- oder Textilband 1.550 Euro. Chronos hat alles Wissenswerte über die Uhrenmarke Oris in einem Special zusammengefasst. Hier können Sie das Chronos Special Oris als digitale Ausgabe kostenfrei herunterladen.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #7: TAG Heuer Autavia

TAG Heuer: Autavia Calibre Heuer 02
TAG Heuer: Autavia Calibre Heuer 02

Die Autavia von TAG Heuer war von 1962 bis Mitte der 1980er-Jahre auf dem Markt. Ende 2016 erschien die aktuelle Neuauflage mit dem Automatik-Manufakturkaliber Heuer 02. Das 42 Millimeter große Gehäuse des Motorsport-Chronographen besteht aus Edelstahl und verfügt über eine beidseitig drehbare Aluminiumlünette. Sein Preis: 4.600 Euro. Mehr über den Kult-Chronographen TAG Heuer Autavia erfahren Sie hier.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #8: Vacheron Constantin Fiftysix Automatik

Vacheron Constantin: Fiftysix Automatik Roségold
Vacheron Constantin: Fiftysix Automatik Roségold

Wie schon Jaeger-LeCoultre präsentiert auch Vacheron Constantin 2018 eine neue Kollektion im Retro-Stil. Ihr Name Fiftysix bezieht sich auf das Jahr 1956, in dem die Genfer Manufaktur eine elegante Golduhr mit der Referenznummer 6073 herausbrachte. Die Bandanstöße des Vintage-Modells erinnerten an einen Arm des Malteserkreuzes, das Markenlogo von Vacheron Constantin. Die neue Fiftysix ist dem historischen Modell gestalterisch nachempfunden; die Gehäusekanten und Bandanstöße sind allerdings weicher und stärker abgerundet. Im Grunde handelt es sich nicht um eine runde Uhr, sondern um eine Tonneauform mit runder Lünette. Somit ist mehr Phantasie vonnöten als bei der Ref. 6073, um in den Bandanstößen die Malteserkreuzform wiederzuerkennen. Und das ist vielleicht sogar die Stärke des Designs: Dass man nicht einfach ein Modell aus der eigenen Geschichte kopiert hat, sondern sich von seiner Form inspirieren ließ, um sie in eine zeitgemäße, klassisch-elegante Uhr zu überführen. Bei der Fiftysix Automatik mit der Referenznummer 4600 sieht man durch durch den Glasboden dem neuen Manufakturkaliber 1326 mit Automatikaufzug bei der Arbeit zu. Die 40 Millimeter große Uhr ist mit einem Armband aus Alligatorleder ausgestattet und erhältlich in einem Gehäuse aus Roségold (19.800 Euro, mit Dornschließe aus Gold) oder Edelstahl (11.900 Euro, mit Edelstahl-Faltschließe in Form eines halben Malteserkreuzes).

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #9: Zenith Heritage Cronometro Tipo CP-2

Zenith: Heritage Cronometro TIPO CP-2
Zenith: Heritage Cronometro TIPO CP-2

Zenith lässt den TIPO CP-2 aus den 1960er-Jahren wieder aufleben. Der neue Heritage Cronometro Tipo CP-2 ist einem Chronographen nachempfunden, den Zenith Anfang der 60er-Jahre durch den Händler A. Cairelli in Rom an italienische Militärpiloten lieferte. Damals unter der Bezeichnung TIPO CP-2 bekannt, ist der Cairelli-Chronograph heute ein beliebtes Sammlerobjekt. Seine Neuauflage besitzt ein dem Vintage-Modell entsprechendes 43 Millimeter großes Edelstahlgehäuse. Darin arbeitet jedoch das moderne Automatikkaliber El Primero 4069. Der Heritage Cronometro Tipo CP-2 erscheint in Auflage von 1.000 Exemplaren, von denen jedes 7.900 Euro kostet. Sie wollen mehr über Zenith erfahren? Im Chronos Special finden Sie die wichtigsten Meilensteine der Manufaktur. Außerdem erfahren Sie mehr über die neuen Technologieträgern Defy El Primero 21 und Defy Lab. Hier können Sie das Chronos Special Zenith als digitale Ausgabe kostenfrei herunterladen.

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt im Juli 2014.

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