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Das Chronos Spezial über Rolex vereint die Geschichte der Marke, Tests ihrer Uhren und Manufakturporträts.

Mehr Retro, bitte: 9 schöne Neuauflagen von Vintage-Uhren

Uhren mit Geschichte von Seiko, TAG Heuer, Rolex & Co.

Keine Frage: Retro-Uhren sind ein starker Trend. Neun besonders gelungene Modelle mit Bild, allen Daten und Preis stellen wir Ihnen heute vor. Denn manche Uhren sind schon vor Jahrzehnten erschienen und trotzdem stets aktuell geblieben – dank behutsamer Überarbeitungen, die Trends einfließen ließen und gleichzeitig den Charakter der Vintage-Uhren bewahrt haben. Von solchen Modellen kann man eigentlich nie genug bekommen. Deshalb sagen wir heute wieder einmal: “Mehr Retro, bitte!”

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #1: Blancpain Fiftfy Fathoms Barakuda

Blancpain: Fifty Fathoms Barakuda
Blancpain: Fifty Fathoms Barakuda

Die Fifty Fathoms Barakuda ist die Neuauflage einer Blancpain-Taucheruhr von 1968. Das 40-Millimeter-Gehäuse aus satiniertem Edelstahl ist bis 300 Meter wasserdicht; es beherbergt das hauseigene Automatikkaliber 1151 mit zwei Federhäusern und 100 Stunden Gangreserve. Die einseitig drehbare Lünette besitzt eine Einlage aus bombiertem Saphirglas. Am Arm gehalten werden die 500 Exemplare der limitierten Auflage von einem Tropic-Kautschukband, wie es bereits in den 1960er Jahren verwendet wurde. Es ist bei Tauchern beliebt wegen seiner Langlebigkeit und dem hohen Tragekomfort. Für die Fifty Fathoms Barakuda verlangt Blancpain 13.070 Euro.

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Neu aufgelegte Vintage-Uhr #2: Certina DS PH200M

Certina: DS PH200M am Milanaiseband
Certina: DS PH200M am Milanaiseband

Die DS PH200M von Certina ist eine Neuauflage der gleichnamigen Taucheruhr von 1967. Wie das Ur-Modell besitzt auch die Neue ein stark gewölbtes Hesalitglas, das besonders dick ist. Das sorgt zusammen mit einem separaten Aufhängungsring für Stabilität und für eine Wasserdichtheit bis 20 Bar. Das Gehäuse misst 42,8 Millimeter im Durchmesser und besteht aus satiniertem Edelstahl. Das Zifferblatt und die breite Taucherdrehlünette hat Certina optisch weitgehend vom Original übernommen. Im Innern tickt jedoch die Moderne: Certina setzt auf das automatische Eta-Kaliber Powermatic 80.111, das eine Gangdauer von 80 Stunden bietet. Die DS PH200M wird mit zwei Armbändern geliefert; so lässt sich das elegante, historisch anmutende Milanaiseband schnell gegen ein sportliches Textilband austauschen. Der Retrokracher kostet 750 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #3: Breitling AVI Ref. 765 1953 Re-Edition 

Breitling: AVI Ref. 756 1953 Re-Edition

Mit der Fliegeruhr AVI Ref. 765 1953 Re-Edition legt Breitling – nach der Navitimer Ref. 806 1959 Re-Edition von 2019 – zum zweiten Mal ein historisches Modell im Originaldesign wieder auf. Beim Vorbild aus dem Jahr 1953 handelt es sich um die Ref. 765 AVI, die unter dem griffigeren Namen „Co- Pilot“ bekannt ist. Dem fast 70 Jahre alten Vorbild entsprechen die markanten Leuchtziffern und die spitz zulaufenden Zeiger genauso wie das 41,1 Millimeter große Edelstahlgehäuse, das gewölbte Kunststoffglas und die mit drei seitlichen Schrauben befestigte Drehlünette. Im Innern arbeitet heute allerdings das moderne Manufaktur-Automatikkaliber B09, das Breitling von seinem automatischen B01 abgeleitet hat. Das Chronographenwerk ist als Chronometer zertifiziert und bietet eine hohe Gangreseve von 70 Stunden. Der Limitierung entsprechend, trägt der massive Edelstahlboden die Gravur „One of 1953“. Die Edelstahluhr kostet 7.800 Euro. Des Weiteren gibt es 253 Exemplare in Rotgold (20.500 Euro) und 153 Stück in Platin (39.500 Euro).

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #4: Jaeger-LeCoultre Polaris Memovox

Highlight der Uhrenlinie Polaris von Jaeger-LeCoultre ist die Polaris Memovox. 1965 hatte Jaeger-LeCoultre seinen Wecker Memovox als Taucheruhr gebracht, die den Weckton durch ihren Dreifachboden auch unter Wasser gut hörbar machte. Ihr folgte 1968 ein optisch verändertes Modell mit markanten trapezförmigen Tritium-Leuchtindexen. Mehr über den berühmten Armbandwecker von Jaeger-LeCoultre erfahren Sie hier.

Jaeger-LeCoultre: Polaris Memovox
Jaeger-LeCoultre: Polaris Memovox

Ein Memovox-Modell aus dem Jahr 1968 dient der heutigen Polaris Memovox als Vorbild. Schon 2008 hatte es eine ähnliche Uhr gegeben. Die Polaris Memovox verfügt über drei Kronen: Mit der oberen stellt man den Alarm ein; dabei dreht man die innere Scheibe auf dem Zifferblatt, bis das Dreieck auf die gewünschte Weckzeit zeigt. Mit der mittleren verstellt man die innen liegende Drehlünette, um Zeitabschnitte zu messen (eine vereinfachte Chronographenfunktion), und die untere dient der Einstellung der Uhrzeit. Das automatische Manufakturkaliber 956 debütierte beim Retromodell von 2008. Wenn der Alarm ausgelöst wird, schlägt ein Hammer auf einen Resonanzkörper aus Bronze. Das 42 Millimeter große Edelstahlgehäuse ist bis 200 Meter wasserdicht und wird mit einem Kautschukband am Arm befestigt. Für 12.800 Euro ist die Polaris Memovox erhältlich.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #5: TAG Heuer Monaco Calibre Heuer 02

Mit der Monaco Calibre Heuer 02 präsentierte TAG Heuer Ende 2019 die erste Monaco mit vollständig selbst entwickeltem Manufakturkaliber. Zuletzt hatte die Schweizer Uhrenmarke –teilweise modifizierte – Eta-Kaliber verwendet, und das ursprüngliche Kaliber 11 aus dem Jahr 1969 war in Kooperation mit Breitling, Hamilton-Büren und Dubois Dépraz entstanden. Es gehörte in diesem für die Uhrenindustrie wichtigen Jahr zu den ersten automatischen Chronographenkalibern überhaupt.

TAG Heuer: Monaco Calibre Heuer 02
TAG Heuer: Monaco Calibre Heuer 02

Das Automatikkaliber Heuer 02 ist mit seinem geschwärzten Rotor und dem roten Schaltrad modern gestaltet und bietet 80 Stunden Gangreserve. Damit hat TAG Heuer die Technik der legendären Monaco nicht nur aktualisiert, sondern auch verbessert. Optisch hält sich die Uhr jedoch an alle Designcodes, die seit mehr als 50 Jahren festgeschrieben sind. Die TAG Heuer Monaco Calibre Heuer 02 kostet nach einer soeben vollzogenen Preiserhöhung in der gesamten Monaco-Linie 6.200 Euro. Hier geht’s zum Hands-on dieses wichtigen neuen Uhrenmodells.

Die neue Monaco wird vom modernen und funktionalen Manufakturkaliber Heuer 02 angetrieben
Die neue Monaco wird vom modernen und funktionalen Manufakturkaliber Heuer 02 angetrieben

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #6: Rolex GMT-Master II “Batman”

Rolex: Oyster Perpetual GMT Master II 'Batman'
Rolex: GMT-Master II “Batman”

2018 war die “Pepsi” mit rot-schwarzer Zeitzonenlünette im Edelstahlgehäuse am Jubilé-Band erschienen, und 2019 folgte die beliebte “Batman” mit blau-schwarzem Drehring. Die begehrte Rolex GMT-Master II ist dank ihres zusätzlichen 24-Stunden-Zeigers und der zugehörigen Drehlünette der Inbegriff einer Reiseuhr. Dabei lässt sich der Hauptstundenzeiger erst seit Einführung der GMT-Master II 1982 separat verstellen. Beim 1954 lancierten ­Ursprungsmodell waren die beiden Stundenzeiger noch fest gekoppelt, und zur Darstellung einer zweiten Zeit musste der Träger die Drehlünette auf den Zusatzzeiger einstellen. Im Innern des 40 Millimeter großen Edelstahlgehäuses mit Keramiklünette tickt das automatische Manufakturkaliber 3285 mit Chronometerzertifikat. Batman und Pepsi kosten nach einer aktuellen Preiserhöhung 9.000 Euro, sind im Fachhandel jedoch nach wie vor extrem schwer zu bekommen.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #7: Seiko “Neuauflage der Taucheruhr von 1965”

Seiko: Neuauflage der Taucheruhr von 1965
Seiko: Neuauflage der Taucheruhr von 1965

Mit der Referenz SLA037 erinnert Seiko an seine erste Taucheruhr, die im Jahr 1965 lanciert wurde. Das neue Modell, das in Dunkelblau statt dem ursprünglichem Schwarz gehalten ist, wird vom modernen Manufaktur-Automatikkaliber 8L55 mit Datumsanzeige und 55 Stunden Gangreserve angetrieben. Es handelt sich um ein Schnellschwingerkaliber mit einer Unruhfrequenz von fünf statt der gängigen vier Hertz. Untergebracht ist das Werk in einem 39,9 Millimeter großen, bis 20 Bar druckfesten Edelstahlgehäuse, an dem ein reißfestes Silikonband ansetzt. Die Uhr ist auf 1.100 Exemplare limitiert und kostet 6.500 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #8: Oris Divers Sixty-Five

Oris: Divers Sixty-Five mit Bronzelünette und grünem Zifferblatt
Oris: Divers Sixty-Five mit Bronzelünette und grünem Zifferblatt

Mit der Retro-Uhr Divers Sixty-Five begeistert Oris bereits seit einigen Jahren die Gemeinde der Sport- und Taucheruhrenfans, doch die Versionen mit Bronzelünette sehen noch mehr nach den 1960er-Jahren aus als ihre Vorgänger. Neben den 40- und 42-Millimeter-Varianten gibt es 36-Millimeter-Modelle, die Liebhaber klassischen Designs allein schon durch ihr dezentes Maß an vergangene Zeiten erinnern. 2019 erschien die abgebildete Version mit Bronzelünette und Zifferblatt in der Trendfarbe Grün. Sie ist ausschließlich mit 40-Millimeter-Gehäuse erhältlich und kostet 1.900 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #9: Vacheron Constantin Fiftysix Automatik

Vacheron Constantin: Fiftysix Automatik Roségold
Vacheron Constantin: Fiftysix Automatik in Roségold

Wie Jaeger-LeCoultre präsentierte auch Vacheron Constantin 2018 eine neue Kollektion im Retro-Stil. Ihr Name Fiftysix bezieht sich auf das Jahr, in dem die Genfer Manufaktur eine elegante Golduhr mit der Referenznummer 6073 herausbrachte. Die Bandanstöße des Vintage-Modells erinnerten an einen Arm des Malteserkreuzes, das Markenlogo von Vacheron Constantin. Die neue Fiftysix ist dem historischen Modell mit zahlreichen gestalterischen Freiheiten nachempfunden. Im Grunde handelt es sich nicht um eine runde Uhr, sondern um eine Tonneauform mit runder Lünette. Somit ist mehr Fantasie vonnöten als bei der Ref. 6073, um in den Bandanstößen die Malteserkreuzform wiederzuerkennen. Bei der Fiftysix Automatik mit der Referenznummer 4600 sieht man durch den Glasboden dem Manufakturkaliber 1326 mit Automatikaufzug bei der Arbeit zu. Die 40 Millimeter große Uhr ist mit einem Armband aus Alligatorleder ausgestattet und erhältlich in einem Gehäuse aus Roségold (20.000 Euro, mit Dornschließe aus Gold) oder Edelstahl (12.100 Euro, mit Edelstahl-Faltschließe in Form eines halben Malteserkreuzes).

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt im Juli 2014.

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Produkt: Download: Design der Fliegeruhren von Breitling und IWC
Download: Design der Fliegeruhren von Breitling und IWC
Breitling und IWC stellen beide Fliegeruhren her, ihr Design könnte jedoch nicht unterschiedlicher sein.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Vielleicht sollten Sie einfach mal aufhören Uhren vorzustellen die im Fachhandel nicht zu bekommen sind! Ich habe in den letzten zwei Monaten 42 Rolexkonzis in Deutschland kontaktiert mit dem Wunsch eine GMT Master kaufen zu wollen! Es ist mir nicht gelungen!

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  2. Naja, dafür können die Leute von watchtime ja nicht wirklich was
    Vielleicht mal,Rolex in Köln direkt kontaktieren…
    Nach meiner Erfahrung haben die aber so ihre ganz eigene Art des Vertriebs…

    Mein Kritikpunkt wäre allerdings, dass die GMT von Rolex m.E. keine Neuauflage ist, jedenfalls gab es die “Batman” ja bereits mit Oysterband, oder wird die Batman erst zu einer Vintage Uhr, durch das Pseudo Präsidentenarmband?

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