Mehr Retro, bitte: 9 schöne Neuauflagen von Vintage-Uhren

Uhren mit Geschichte von Jaeger-LeCoultre, Omega, Rolex & Co.

Keine Frage: Retro-Uhren sind ein starker Trend. Neun aktuelle, besonders gelungene Modelle mit Bild, allen Daten und Preis stellen wir Ihnen heute vor. Denn manche Uhren sind schon vor Jahrzehnten erschienen und trotzdem stets aktuell geblieben – dank behutsamer Überarbeitungen, die aktuelle Trends einfließen ließen und gleichzeitig den Charakter der Vintage-Uhren bewahrt haben. Von solchen Modellen kann man eigentlich nie genug bekommen. Deshalb sagen wir heute wieder einmal: “Mehr Retro, bitte!”

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #1: Blancpain Fiftfy Fathoms Bathyscaphe Day Date 70s

Blancpain: Fifty Fathoms Bathyscaphe Day Date 70s
Blancpain: Fifty Fathoms Bathyscaphe Day Date 70s

Häufig bezieht sich das Design von Taucheruhren im Retro-Stil auf die 1950er- und 1960er-Jahre. In dieser Zeit wurde die Taucheruhr, wie wir sie heute kennen, maßgeblich entwickelt. Auch Blancpain stellte in den fünfziger Jahren seine Fifty Fathoms und die Bathyscaphe vor. Letztere ist eine zivile Version der Fifty Fathoms. Für sein neues Retro-Modell greift Blancpain aber auf die siebziger Jahre zurück. Das Zifferblatt der Fifty Fathoms Bathyscaphe Day Date 70s trägt wie die Taucheruhren jener Zeit eine Skala in Fünf-Minuten-Schritten und die Anzeige von Wochentag und Datum bei drei Uhr. Für den gewünschten Vintage-Effekt sorgt die graue Farbe mit Farbverlauf. Im Innern setzt die Schweizer Manufaktur auf das Automatikkaliber 1315DD, das eine Gangdauer von fünf Tagen bietet. Es wird von einem satinierten Edelstahlgehäuse geschützt, das 43 Millimeter im Durchmesser misst und bis 30 Bar druckfest bleibt. Die Fifty Fathoms Bathyscaphe Day Date 70s ist auf 500 Exemplare limitiert und mit vier Armbändern erhältlich: patiniertes Leder, Edelstahl, Segeltuch oder NATO. Der Preis: 11.780 Euro.

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Neu aufgelegte Vintage-Uhr #2: Certina DS PH200M

Certina: DS PH200M
Certina: DS PH200M

Certina ist eigentlich für zeitgemäße Uhren bekannt. 2018 folgt die Schweizer Marke dem Retro-Trend und präsentiert die DS PH200M. Diese Dreizeigeruhr ist eine Neuauflage der gleichnamigen Taucheruhr aus den 1960er-Jahren. Wie das Ur-Modell besitzt auch die neue DS PH200M ein stark gewölbtes Hesalitglas, das besonders dick ist. Das sorgt zusammen mit einem separaten Aufhängungsring für Stabilität und für eine Wasserdichtheit bis 20 Bar. Das Gehäuse misst 42,8 Millimeter im Durchmesser und besteht aus satiniertem Edelstahl. Das Zifferblatt und die breite Taucherdrehlünette hat Certina optisch weitgehend vom Original übernommen. Im Innern tickt jedoch die Moderne: Certina setzt auf das automatische Eta-Kaliber Powermatic 80.111, das eine Gangdauer von 80 Stunden bietet. Die DS PH200M wird in einer wasserdichten Aufbewahrungsbox und mit zwei Armbändern (NATO und Leder) ausgeliefert. Dafür müssen 695 Euro bezahlt werden.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #3: IWC Portugieser Hand-Wound Eight Days Edition „150 ­Years“

Bei der Acht-Tage-Uhr von IWC, der Portugieser Hand-Wound Eight Days Edition “150 Years”, befindet sich die Gangreserveanzeige auf der Gehäuserückseite. Den Antrieb übernimmt das Manufakturkaliber 59215 mit Handaufzug. 1.000 Exemplare sind von der Uhr in Edelstahl (9.950 Euro) und 250 in Rotgold (18.700 Euro) erhältlich.
IWC: Portugieser Hand-Wound Eight Days Edition „150 Years“

Eleganz, die Generationen überspannt: Die neueste Version der IWC-Ikone heißt Portugieser Hand-Wound Eight Days Edition „150 ­Years“ und wurde zum großen Firmenjubiläum 2018 lanciert. Das Vorbild stammt aus dem Jahr 1939, als IWC auf Wunsch portugiesischer Importeure schlichte, große Stahlarmbanduhren ­lieferte. Das elegante 41,5-Millimeter-Gehäuse umschloss verschiedene Zifferblätter. Bei der Neuauflage misst das Gehäuse aus Rotgold oder Edelstahl 43 Millimeter und schützt das Manufaktur-Handaufzugskaliber 59215 mit Gangreserveanzeige auf der Rückseite. Die abgebildete, besonders elegante Rotgoldversion kostet 18.700 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #4: Jaeger-LeCoultre Polaris Memovox

Jaeger-LeCoultre führt 2018 die neue Kollektion Polaris ein. Das Highlight der neuen Linie ist die Polaris Memovox. Der Name Polaris stammt aus der Geschichte der Marke: 1965 brachte Jaeger-LeCoultre seinen Wecker Memovox als Taucheruhr, die den Weckton durch ihren Dreifachboden auch unter Wasser gut hörbar machte. Ihr folgte 1968 ein optisch verändertes Modell mit markanten trapezförmigen Tritium-Leuchtindexen. Mehr über den berühmten Armbandwecker von Jaeger-LeCoultre erfahren Sie hier.

Jaeger-LeCoultre: Polaris Memovox
Jaeger-LeCoultre: Polaris Memovox

Die Vintage- Memovox von 1968 dient der heutigen Polaris Memovox als Vorbild. Schon 2008 hatte es ein ähnliches Retromodell gegeben. Während die Vintage-Uhren von 1965, 1968 und 2008 Memovox Polaris hießen, weil sie Varianten des Weckers Memovox waren, ist es heute genau umgekehrt: Innerhalb der neuen Kollektion Polaris gibt es den Polaris Memovox genannten Wecker als Besonderheit neben den Modellen Polaris Automatic, Polaris Date, Polaris Chronograph und Polaris Chronograph World Time. Die Polaris Memovox verfügt über drei Kronen: Mit der oberen stellt man den Alarm ein; dabei dreht man die innere Scheibe auf dem Zifferblatt, bis das Dreieck auf die gewünschte Weckzeit zeigt. Mit der mittleren verstellt man die innen liegende Drehlünette, um Zeitabschnitte zu messen (eine vereinfachte Chronographenfunktion), und die untere dient der Einstellung der Uhrzeit. Das automatische Manufakturkaliber 956 debütierte beim Retromodell von 2008. Wenn der Alarm ausgelöst wird, schlägt ein Hammer auf einen Resonanzkörper aus Bronze. Das 42 Millimeter große Edelstahlgehäuse ist bis 200 Meter wasserdicht und wird mit einem Kautschukband am Arm befestigt. Für 12.750 Euro ist die Polaris Memovox erhältlich.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #5: Omega Seamaster 1948 Limitierte Editionen

Die limitierten Editionen der Omega Seamaster, die Seamaster 1948 Small Seconds und die Seamaster 1948 Central Second, sind eng mit ihrer Entstehungsgeschichte verbunden. Zwischen 1940 und 1945 lieferte Omega dem britischen Verteidigungsministerium mehr als 110.000 Zeitmesser für die Royal Air Force und andere Truppengattungen. Die Uhren waren wegen ihrer Zuverlässigkeit und Wasserdichtheit hochgeschätzt, sodass sie Omega den Bedürfnissen des zivilen Lebens anpasste. So wurde die 1948 lancierte Seamaster die erste Uhrenfamilie von Omega.

Omega: Seamaster 1948, limitierte Editionen von 2018
Omega: Seamaster 1948, limitierte Editionen von 2018

Zum 70. Geburtstag der Seamaster im Jahr 2018 gab Omega zwei limitierte Editionen heraus, die den Geist der Klassiker von 1948 in sich tragen. In ihrer Optik bleiben sie der Vergangenheit treu, die Master-Chronometer-Werke 8804 und 8806 der Seamaster 1948 Small Seconds und Seamaster 1948 Central Second sind jedoch auf dem neuesten Stand der Technik. Beide Uhren verfügen über ein 38-Millimeter-Gehäuse aus Edelstahl mit polierter Lünette sowie ein opalsilbernes und gewölbtes Zifferblatt mit einem eingeprägten „O“. Erst bei genauerem Hinsehen ist zu erkennen, dass das Design der diamantpolierten Zeiger aus 18-karätigem Weißgold variiert. In den Gehäuseboden beider Uhren ist ein flaches Saphirglas eingelassen, das mit dem patentierten „Naiad Lock“-Verschlusssystem von Omega fixiert ist. In den Ring ist die Nummer der Limitierung, die sich jeweils auf 1.948 Exemplare beläuft, lasergraviert. In das Saphirglas selbst ist ein Geburtstags-Logo graviert und per Hand lackiert. Die Wasserdichtheit der Seamaster beträgt sechs Bar, also 60 Meter.

Die brandneue Omega Seamaster 1948 Central Second in Platin
Die brandneue Omega Seamaster 1948 Central Second in Platin

Die Seamaster 1948 Small Seconds weist eine kleine Sekunde bei sechs Uhr auf und wird mit einem braunen Lederarmband sowie einer polierten und gebürsteten Schließe aus Edelstahl präsentiert. Das Lederarmband der Seamaster 1948 Central Second ist blaugrau. Beide Uhren kommen in einer Sammlerbox aus braunem Leder, die ein zusätzliches NATO-Armband in original Admiralitätsgrau und ein Bandwechselwerkzeug enthält. Die Preise liegen bei 6.100 Euro für die Seamaster 1948 Small Seconds und 5.700 Euro für das Modell mit Zentralsekunde. Brandneu sind die auf je 70 Exemplare limitierten Modellversionen in Platin zum Preis von 38.700 beziehungsweise 39.200 Euro.  Mehr Informationen zur Omega Seamaster und zu ihrer Entstehungsgeschichte erhalten Sie hier!

Ebenfalls ganz neu: die Seamaster 1948 Small Seconds in Platin
Ebenfalls ganz neu: die Seamaster 1948 Small Seconds in Platin

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #6: Rolex GMT-Master II

Rolex: Oyster Perpetual GMT-Master II in Edelstahl mit Pepsi-Lünette und Jubilé-Band
Rolex: Oyster Perpetual GMT-Master II in Edelstahl mit Pepsi-Lünette und Jubilé-Band

Dieses begehrte Rolex-Modell ist dank seines zusätzlichen 24-Stunden-Zeigers und der zugehörigen Drehlünette der Inbegriff einer Reiseuhr. Dabei lässt sich der Hauptstundenzeiger erst seit Einführung der GMT-Master II 1982 separat verstellen. Beim 1955 lancierten ­Ursprungsmodell waren die beiden Stundenzeiger noch fest gekoppelt, und zur Darstellung einer zweiten Zeit musste die Drehlünette auf den ­Zusatzzeiger eingestellt werden. Seit 2018 gibt es die GMT-Master II wieder als begehrte Stahlversion mit blau-roter ­Lünette, genannt „Pepsi“. Im Innern des 40 Millimeter großen Edelstahlgehäuses mit Keramiklünette tickt das automatische Manufakturkaliber 3285 mit Chronometerzertifikat. Die Uhr kostet 8.400 Euro. Hier können Sie den Test einer der ersten ausgelieferten “Pepsi” für nur 0,99 Euro herunterladen!

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #7: Seiko 1968 Automatic Diver’s Re-creation Limited Edition

Seiko: 1968 Automatic Diver’s Re-creation Limited Edition (SLA025)
Seiko: 1968 Automatic Diver’s Re-creation Limited Edition (SLA025)

Vor einem halben Jahrhundert hat Seiko mit der Hi-Beat Diver die erste Taucheruhr mit Schnellschwingkaliber vorgestellt. Zum Jubiläum legen die Japaner als Hommage die limitierte 1968 Automatic Diver’s Re-creation Limited Edition (Referenz SLA025) auf. Das Design entspricht weitgehend dem Urmodell. Das Gehäuse misst 44,8 Millimeter und besteht aus gehärtetem Edelstahl. Es hält dem Wasserdruck bis in 300 Meter Tiefe stand und zeigt sich unbeeindruckt von Magnetfelden bis 16.000 A/m. Wie im Original sorgt ein Schnellschwingkaliber für Präzision: Das Manufakturkaliber 8L55 arbeitet mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde und kommt auf 55 Stunden Gangreserve. Die 1.500 Exemplare kosten je 5.500 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #8: Oris Divers Sixty-Five

Oris Divers Sixty-Five in Edelstahl und Bronze
Oris: Divers Sixty-Five

Mit der Retro-Uhr Divers Sixty-Five begeistert Oris bereits seit einigen Jahren die Gemeinde der Sport- und Taucheruhrenfans. 2018 kam dann eine Version, die noch mehr nach den 1960er-Jahren aussieht als die Vorgänger. Dafür sorgt eine winzige Designänderung in Form einer Bronzelünette. Neben der 40-Millimeter-Variante gibt es ein 36-Millimeter-Modell, das Liebhaber klassischen Designs allein schon durch sein dezentes Maß an vergangene Zeiten erinnert. Unabhängig von der Größe, lädt die Divers Sixty-Five für 1.900 Euro zur Zeitreise ein.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #9: Vacheron Constantin Fiftysix Automatik

Vacheron Constantin: Fiftysix Automatik Roségold
Vacheron Constantin: Fiftysix Automatik in Roségold

Wie schon Jaeger-LeCoultre präsentiert auch Vacheron Constantin 2018 eine neue Kollektion im Retro-Stil. Ihr Name Fiftysix bezieht sich auf das Jahr 1956, in dem die Genfer Manufaktur eine elegante Golduhr mit der Referenznummer 6073 herausbrachte. Die Bandanstöße des Vintage-Modells erinnerten an einen Arm des Malteserkreuzes, das Markenlogo von Vacheron Constantin. Die neue Fiftysix ist dem historischen Modell gestalterisch nachempfunden; die Gehäusekanten und Bandanstöße sind allerdings weicher und stärker abgerundet. Im Grunde handelt es sich nicht um eine runde Uhr, sondern um eine Tonneauform mit runder Lünette. Somit ist mehr Phantasie vonnöten als bei der Ref. 6073, um in den Bandanstößen die Malteserkreuzform wiederzuerkennen. Bei der Fiftysix Automatik mit der Referenznummer 4600 sieht man durch den Glasboden dem neuen Manufakturkaliber 1326 mit Automatikaufzug bei der Arbeit zu. Die 40 Millimeter große Uhr ist mit einem Armband aus Alligatorleder ausgestattet und erhältlich in einem Gehäuse aus Roségold (19.800 Euro, mit Dornschließe aus Gold) oder Edelstahl (11.900 Euro, mit Edelstahl-Faltschließe in Form eines halben Malteserkreuzes).

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt im Juli 2014.

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