Produkt: Chronos Digital 05/2018
Chronos Digital 05/2018
Schwerpunkt-Thema Schweiz +++ Test: Breitling Navitimer 8, Rolex GMT-Master II +++ Patek Philippe vs. Audemars Piguet +++ Uhren unter 1000 € +++

Mehr Retro, bitte: 9 schöne Neuauflagen von Vintage-Uhren

Uhren mit Geschichte von Jaeger-LeCoultre, Omega, Rolex & Co.

Keine Frage: Retro-Uhren sind ein starker Trend. Neun aktuelle, besonders gelungene Modelle mit Bild, allen Daten und Preis stellen wir Ihnen heute vor. Denn manche Uhren sind schon vor Jahrzehnten erschienen und trotzdem stets aktuell geblieben – dank behutsamer Überarbeitungen, die aktuelle Trends einfließen ließen und gleichzeitig den Charakter der Vintage-Uhren bewahrt haben. Von solchen Modellen kann man eigentlich nie genug bekommen. Deshalb sagen wir heute wieder einmal: “Mehr Retro, bitte!”

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #1: Blancpain Fiftfy Fathoms Barakuda

Blancpain: Fifty Fathoms Barakuda
Blancpain: Fifty Fathoms Barakuda

Die Fifty Fathoms Barakuda ist die Neuauflage einer Blancpain-Taucheruhr von 1968. Die einseitig drehbare Lünette besitzt eine Einlage aus bombiertem Saphirglas. Das 40-Millimeter-Gehäuse aus satiniertem Edelstahl ist bis 300 Meter wasserdicht. Es beherbergt das hauseigene Automatikkaliber 1151 mit zwei Federhäusern und 100 Stunden Gangreserve. Am Arm gehalten werden die 500 Exemplare der limitierten Auflage von einem Tropic-Kautschukband, wie es bereits in den 1960er Jahren verwendet wurde. Es ist bei Tauchern beliebt wegen seiner Langlebigkeit und dem hohen Tragekomfort. Für die Fifty Fathoms Barakuda verlangt Blancpain 13.070 Euro.

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Neu aufgelegte Vintage-Uhr #2: Certina DS PH200M

Certina: DS PH200M am Milanaiseband
Certina: DS PH200M am Milanaiseband

Die DS PH200M von Certina ist eine Neuauflage der gleichnamigen Taucheruhr aus den 1960er-Jahren. Wie das Ur-Modell besitzt auch die neue DS PH200M ein stark gewölbtes Hesalitglas, das besonders dick ist. Das sorgt zusammen mit einem separaten Aufhängungsring für Stabilität und für eine Wasserdichtheit bis 20 Bar. Das Gehäuse misst 42,8 Millimeter im Durchmesser und besteht aus satiniertem Edelstahl. Das Zifferblatt und die breite Taucherdrehlünette hat Certina optisch weitgehend vom Original übernommen. Im Innern tickt jedoch die Moderne: Certina setzt auf das automatische Eta-Kaliber Powermatic 80.111, das eine Gangdauer von 80 Stunden bietet. Die DS PH200M wird mit zwei Armbändern geliefert; so lässt sich das elegante, historisch anmutende Milanaiseband schnell gegen ein sportliches Textilband austauschen. Der Retrokracher kostet 750 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #3: Breitling Navitimer Ref. 806 1959 Re-Edition 

Originalgetreu: Die neue Navitimer Ref. 806 1959 Re-Edition (links) und das historische Vorbild Navitimer Ref. 806 von 1959
Originalgetreu: Die neue Navitimer Ref. 806 1959 Re-Edition (links) und das historische Vorbild Navitimer Ref. 806 von 1959

Die 1952 vorgestellte erste Navitimer Referenz 806 von Breitling gehört zu den gesuchtesten historischen Modellen bei Sammlern. Mit ihr hielt die charakteristische Drehlünette mit den Skalen für Flugberechnungen in eine Pilotenuhr Einzug. Es gab sie in der Folge in zahlreichen Varianten. Breitling legt nun ein genau 60 Jahre altes Modell als Re-Edition auf. Dabei bleibt die neue Navitimer Ref. 806 1959 Re-Edition dicht am Original: Sie übernimmt das komplett schwarze Zifferblatt, die Gehäusegröße von 40,9 Millimetern, das Acrylglas und die Perlenrändelung an der Lünette. Mit 94 Perlen trägt sie sogar exakt so viele wie ihr Vorbild. Charakteristisch war auch das Logo der amerikanischen Aircraft Owners and Pilots Association (AOPA). Das entsprechende Logo ohne die Buchstaben trugen die in Europa verkauften Uhren und daher auch die Re-Edition. Nur die Wasserdichtheit der Neuen wurde auf 30 Meter erhöht. Um wie früher ein Handaufzugswerk einbauen zu können, hat Breitling auf Basis des automatischen Manufakturkalibers B01 mit Schaltrad und 70 Stunden Gangreserve das Handaufzugskaliber B09 entwickelt; einen Glasboden gibt es wie beim Vorbild allerdings nicht. Die Navitimer Ref. 806 1959 Re-Edition ist auf 1959 Exemplare limitiert und kostet überraschend moderate 7.700 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #4: Jaeger-LeCoultre Polaris Memovox

Highlight der Kollektion Polaris von Jaeger-LeCoultre ist die Polaris Memovox. Der Name Polaris stammt aus der Geschichte der Marke: 1965 brachte Jaeger-LeCoultre seinen Wecker Memovox als Taucheruhr, die den Weckton durch ihren Dreifachboden auch unter Wasser gut hörbar machte. Ihr folgte 1968 ein optisch verändertes Modell mit markanten trapezförmigen Tritium-Leuchtindexen. Mehr über den berühmten Armbandwecker von Jaeger-LeCoultre erfahren Sie hier.

Jaeger-LeCoultre: Polaris Memovox
Jaeger-LeCoultre: Polaris Memovox

Ein Memovox-Modell aus dem Jahr 1968 dient der heutigen Polaris Memovox als Vorbild. Schon 2008 hatte es ein ähnliches Retromodell gegeben. Die Polaris Memovox verfügt über drei Kronen: Mit der oberen stellt man den Alarm ein; dabei dreht man die innere Scheibe auf dem Zifferblatt, bis das Dreieck auf die gewünschte Weckzeit zeigt. Mit der mittleren verstellt man die innen liegende Drehlünette, um Zeitabschnitte zu messen (eine vereinfachte Chronographenfunktion), und die untere dient der Einstellung der Uhrzeit. Das automatische Manufakturkaliber 956 debütierte beim Retromodell von 2008. Wenn der Alarm ausgelöst wird, schlägt ein Hammer auf einen Resonanzkörper aus Bronze. Das 42 Millimeter große Edelstahlgehäuse ist bis 200 Meter wasserdicht und wird mit einem Kautschukband am Arm befestigt. Für 12.800 Euro ist die Polaris Memovox erhältlich.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #5: Omega Seamaster 1948 Limitierte Editionen

Die limitierten Editionen der Omega Seamaster, die Seamaster 1948 Small Seconds und die Seamaster 1948 Central Second, sind eng mit ihrer Entstehungsgeschichte verbunden. Zwischen 1940 und 1945 lieferte Omega dem britischen Verteidigungsministerium mehr als 110.000 Zeitmesser für die Royal Air Force und andere Truppengattungen. Die Uhren waren wegen ihrer Zuverlässigkeit und Wasserdichtheit hochgeschätzt, sodass sie Omega den Bedürfnissen des zivilen Lebens anpasste. So wurde die 1948 lancierte Seamaster die erste Uhrenfamilie von Omega.

Omega: Seamaster 1948, limitierte Editionen von 2018
Omega: Seamaster 1948, limitierte Editionen von 2018

Zum 70. Geburtstag der Seamaster im Jahr 2018 gab Omega zwei limitierte Editionen heraus, die den Geist der Klassiker von 1948 in sich tragen. In ihrer Optik bleiben sie der Vergangenheit treu, die Master-Chronometer-Werke 8804 und 8806 der Seamaster 1948 Small Seconds und Seamaster 1948 Central Second sind jedoch auf dem neuesten Stand der Technik. Beide Uhren verfügen über ein 38-Millimeter-Gehäuse aus Edelstahl mit polierter Lünette sowie ein opalsilbernes und gewölbtes Zifferblatt mit einem eingeprägten „O“. Erst bei genauerem Hinsehen ist zu erkennen, dass das Design der diamantpolierten Zeiger aus 18-karätigem Weißgold variiert. In den Gehäuseboden beider Uhren ist ein flaches Saphirglas eingelassen, das mit dem patentierten „Naiad Lock“-Verschlusssystem von Omega fixiert wird. In den Ring ist die Nummer der Limitierung, die sich jeweils auf 1.948 Exemplare beläuft, lasergraviert. In das Saphirglas selbst wurde ein Geburtstags-Logo graviert und per Hand lackiert. Die Wasserdichtheit der Seamaster beträgt sechs Bar, also 60 Meter.

Die brandneue Omega Seamaster 1948 Central Second in Platin
Die neu hinzugekommene Platinversion der Omega Seamaster 1948 Central Second

Die Seamaster 1948 Small Seconds weist eine kleine Sekunde bei sechs Uhr auf und wird mit einem braunen Lederarmband sowie einer polierten und gebürsteten Schließe aus Edelstahl präsentiert. Das Lederarmband der Seamaster 1948 Central Second ist blaugrau. Beide Uhren kommen in einer Sammlerbox aus braunem Leder, die ein zusätzliches NATO-Armband in original Admiralitätsgrau und ein Bandwechselwerkzeug enthält. Die Preise liegen bei 6.100 Euro für die Seamaster 1948 Small Seconds und 5.700 Euro für das Modell mit Zentralsekunde. Brandneu sind die auf je 70 Exemplare limitierten Modellversionen in Platin zum Preis von 38.700 beziehungsweise 39.200 Euro.  Mehr Informationen zur Omega Seamaster und zu ihrer Entstehungsgeschichte erhalten Sie hier!

Ebenfalls ganz neu: die Seamaster 1948 Small Seconds in Platin
Ebenfalls neu: die Seamaster 1948 Small Seconds in Platin

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #6: Rolex GMT-Master II “Batman”

Rolex: Oyster Perpetual GMT Master II 'Batman'
Rolex: GMT-Master II “Batman”

Im letzten Jahr war die “Pepsi” mit rot-schwarzer Zeitzonenlünette im Edelstahlgehäuse am Jubilé-Band erschienen, 2019 ist es die beliebte “Batman” mit blau-schwarzem Drehring. Dieses begehrte Rolex-Modell ist dank seines zusätzlichen 24-Stunden-Zeigers und der zugehörigen Drehlünette der Inbegriff einer Reiseuhr. Dabei lässt sich der Hauptstundenzeiger erst seit Einführung der GMT-Master II 1982 separat verstellen. Beim 1955 lancierten ­Ursprungsmodell waren die beiden Stundenzeiger noch fest gekoppelt, und zur Darstellung einer zweiten Zeit musste die Drehlünette auf den ­Zusatzzeiger eingestellt werden. Im Innern des 40 Millimeter großen Edelstahlgehäuses mit Keramiklünette tickt das automatische Manufakturkaliber 3285 mit Chronometerzertifikat. Die Batman kostet wie die Pepsi 8.400 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #7: Seiko 1968 Automatic Diver’s Re-creation Limited Edition

Seiko: 1968 Automatic Diver’s Re-creation Limited Edition (SLA025)
Seiko: 1968 Automatic Diver’s Re-creation Limited Edition (SLA025)

Vor mehr als einem halben Jahrhundert hat Seiko mit der Hi-Beat Diver die erste Taucheruhr mit Schnellschwingkaliber vorgestellt. Zum Jubiläum im vergangenen Jahr legten die Japaner als Hommage die limitierte 1968 Automatic Diver’s Re-creation Limited Edition (Referenz SLA025) auf. Das Design entspricht weitgehend dem Urmodell. Das Gehäuse misst 44,8 Millimeter und besteht aus gehärtetem Edelstahl. Es hält dem Wasserdruck bis in 300 Meter Tiefe stand und zeigt sich unbeeindruckt von Magnetfelden bis 16.000 A/m. Wie im Original sorgt ein Schnellschwingkaliber für Präzision: Das Manufakturkaliber 8L55 arbeitet mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde und kommt auf 55 Stunden Gangreserve. Die 1.500 Exemplare kosten je 5.500 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #8: Oris Divers Sixty-Five

Oris: Divers Sixty-Five mit Bronzelünette und grünem Zifferblatt
Oris: Divers Sixty-Five mit Bronzelünette und grünem Zifferblatt

Mit der Retro-Uhr Divers Sixty-Five begeistert Oris bereits seit einigen Jahren die Gemeinde der Sport- und Taucheruhrenfans, doch die Versionen mit Bronzelünette sehen noch mehr nach den 1960er-Jahren aus als ihre Vorgänger. Neben den 40- und 42-Millimeter-Varianten gibt es 36-Millimeter-Modelle, die Liebhaber klassischen Designs allein schon durch ihr dezentes Maß an vergangene Zeiten erinnern. 2019 erschien die abgebildete Version mit Bronzelünette und Zifferblatt in der Trendfarbe Grün. Sie ist ausschließlich mit 40-Millimeter-Gehäuse erhältlich und kostet 1.900 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #9: Vacheron Constantin Fiftysix Automatik

Vacheron Constantin: Fiftysix Automatik Roségold
Vacheron Constantin: Fiftysix Automatik in Roségold

Wie Jaeger-LeCoultre präsentierte auch Vacheron Constantin 2018 eine neue Kollektion im Retro-Stil. Ihr Name Fiftysix bezieht sich auf das Jahr, in dem die Genfer Manufaktur eine elegante Golduhr mit der Referenznummer 6073 herausbrachte. Die Bandanstöße des Vintage-Modells erinnerten an einen Arm des Malteserkreuzes, das Markenlogo von Vacheron Constantin. Die neue Fiftysix ist dem historischen Modell mit zahlreichen gestalterischen Freiheiten nachempfunden. Im Grunde handelt es sich nicht um eine runde Uhr, sondern um eine Tonneauform mit runder Lünette. Somit ist mehr Phantasie vonnöten als bei der Ref. 6073, um in den Bandanstößen die Malteserkreuzform wiederzuerkennen. Bei der Fiftysix Automatik mit der Referenznummer 4600 sieht man durch den Glasboden dem neuen Manufakturkaliber 1326 mit Automatikaufzug bei der Arbeit zu. Die 40 Millimeter große Uhr ist mit einem Armband aus Alligatorleder ausgestattet und erhältlich in einem Gehäuse aus Roségold (19.100 Euro, mit Dornschließe aus Gold) oder Edelstahl (11.500 Euro, mit Edelstahl-Faltschließe in Form eines halben Malteserkreuzes).

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt im Juli 2014.

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Produkt: Download Supertest: Blancpain Fifty Fathoms Bathyscaphe Flyback-Chronograph
Download Supertest: Blancpain Fifty Fathoms Bathyscaphe Flyback-Chronograph
Im Supertest nimmt die Chronos-Redaktion den Blancpain Fifty Fathoms Bathyscaphe Flyback-Chronograph komplett auseinander.

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