Mehr Retro, bitte: 9 schöne Neuauflagen von Vintage-Uhren

Uhren mit Geschichte von Jaeger-LeCoultre, Omega, TAG Heuer & Co

 Redaktion
von Redaktion
am 4. Mai 2018

Keine Frage: Retro-Uhren sind ein starker Trend. Neun aktuelle, besonders gelungene Modelle mit Bild, allen Daten und Preis stellen wir Ihnen heute vor. Denn manche Uhren sind schon vor Jahrzehnten erschienen und trotzdem stets aktuell geblieben – dank behutsamer Überarbeitungen, die aktuelle Trends einfließen ließen und gleichzeitig die DNS der Vintage-Uhren bewahrt haben. Und von solchen Modellen kann man eigentlich nie genug bekommen. Deshalb sagen wir heute wieder einmal: “Mehr Retro, bitte!” Unsere Liste ist in alphabetischer Reihenfolge geordnet.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #1: Blancpain Fiftfy Fathoms Bathyscaphe Day Date 70s

Blancpain: Fifty Fathoms Bathyscaphe Day Date 70s
Blancpain: Fifty Fathoms Bathyscaphe Day Date 70s

Häufig bezieht sich das Design von Taucheruhren im Retro-Stil auf die 1950er- und 60er-Jahre. In dieser Zeit wurde die Taucheruhr, wie wir sie heute kennen, maßgeblich entwickelt. Auch Blancpain stellte in den fünfziger Jahren seine Fifty Fathoms und die Bathyscaphe vor. Letztere ist eine zivile Version der Fifty Fathoms. Für sein neues Retro-Modell greift Blancpain aber auf die siebziger Jahre zurück. Das Zifferblatt der Fifty Fathoms Bathyscaphe Day Date 70s trägt wie die Taucheruhren jener Zeit eine Skala in Fünf-Minuten-Schritten und die Anzeige von Wochentag und Datum bei drei Uhr. Für den gewünschten Vintage-Effekt sorgt die graue Farbe mit Farbverlauf. Im Innern setzt die Schweizer Manufaktur auf das Automatikkaliber 1315DD. Es bietet eine Gangdauer von 120 Stunden. Es wird von einem satinierten Edelstahlgehäuse geschützt, das 43 Millimeter im Durchmesser misst und bis 30 Bar druckfest bleibt. Die Fifty Fathoms Bathyscaphe Day Date 70s ist auf 500 Exemplare limitiert und mit vier Armbändern erhältlich: patiniertes Leder, Edelstahl, Segeltuch oder NATO. Der Preis: 11.780 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #2: Certina DS PH200M

Certina: DS PH200M
Certina: DS PH200M
Certina ist eigentlich für zeitgemäße Uhren bekannt. 2018 folgt die Schweizer Marke dem zeitgemäßen Retro-Trend und präsentiert die DS PH200M. Diese Dreizeigeruhr ist eine Neuauflage der gleichnamigen Taucheruhr aus den 1960er-Jahren. Wie das Ur-Modell besitzt auch die neue DS PH200M ein gewölbtes Hesalit-Boxglas, das besonders dick ist. Das sorgt zusammen mit einem separaten Aufhängungsring für Robustheit und für eine Wasserdichtheit von bis zu 20 Bar. Das Gehäuse misst 42,8 Millimeter im Durchmesser und besteht aus satiniertem Edelstahl. Das Zifferblatt und die breite Tauchdrehlünette sind auch optisch weitestgehend vom Original übernommen worden. Im Innern tickt jedoch die Moderne: Certina setzt auf das automatische Eta-Kaliber Powermatic 80.111, das eine Gangdauer von 80 Stunden bietet. Die DS PH200M wird in einer wasserdichten Aufbewahrungsbox und mit zwei Armbändern (NATO-Textil und Leder) ausgeliefert. Dafür müssen 695 Euro bezahlt werden.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #3: Jaeger-LeCoultre Polaris Memovox

Jaeger-LeCoultre: Polaris Memovox
Jaeger-LeCoultre: Polaris Memovox

Jaeger-LeCoultre führt 2018 eine neue Kollektion ein: Polaris. Das Highlight der neuen Linie ist die Polaris Memovox. Der Name Polaris stammt aus der Geschichte der Marke: 1965 brachte Jaeger-LeCoultre seinen Wecker Memovox als Taucheruhr, die den Weckton durch ihren Dreifachboden auch unter Wasser gut hörbar machte. Ihr folgte 1968 ein optisch verändertes Modell mit markanten trapezförmigen Tritium-Leuchtindexen. Mehr über den berühmten Armbandwecker von Jaeger-LeCoultre erfahren Sie hier. Die Vintage- Memovox von 1968 nimmt sich die heutige Polaris Memovox zum Vorbild. Schon 2008 hatte es ein ähnliches Retromodell gegeben. Ironie der Geschichte: Während die Vintage-Uhren von 1965, 1968 und 2008 Memovox Polaris hießen, weil sie Varianten des Weckers Memovox waren, ist es heute genau umgekehrt: Innerhalb der neuen Kollektion Polaris gibt es den Polaris Memovox genannten Wecker als Besonderheit neben den Modellen Polaris Automatic, Polaris Date, Polaris Chronograph und Polaris Chronograph World Time.

Jaeger-LeCoultre: Memovox Polaris von 1968
Historisches Vorbild: Jaeger-LeCoultre Memovox Polaris von 1968

Die Polaris Memovox verfügt über drei Kronen: Mit der oberen stellt man den Alarm ein; dabei dreht man die innere Scheibe auf dem Zifferblatt, bis das Dreieck auf die gewünschte Weckzeit zeigt. Mit der mittleren verstellt man die innen liegende Drehlünette, um Zeitabschnitte zu messen (eine vereinfachte Chronographenfunktion), und die untere dient der Einstellung der Uhrzeit. Das automatische Manufakturkaliber JLC 956 debütierte beim Retromodell von 2008. Wenn der Alarm ausgelöst wird, schlägt ein Hammer auf eine Bronzeglocke. Das 42 Millimeter große Edelstahlgehäuse ist bis 200 Meter wasserdicht und wird mit einem Kautschukband am Arm befestigt. Für 12.750 Euro ist die Polaris Memovox erhältlich.

 

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #4: Omega Seamaster 1948 Limitierte Editionen

Die limitierten Editionen der Omega Seamaster, die Seamaster 1948 Small Seconds und die Seamaster 1948 Central Second, sind eng mit ihrer Entstehungsgeschichte verbunden. Zwischen 1940 und 1945 lieferte Omega dem britischen Verteidigungsministerium mehr als 110.000 Zeitmesser für die Royal Air Force und andere Waffengattungen. Die Uhren waren wegen ihrer Zuverlässigkeit und Wasserdichtigkeit hochgeschätzt, so dass sie Omega den Bedürfnissen des zivilen Lebens anpasste. Und somit wurde die 1948 lancierte Seamaster-Serie die erste Uhrenfamilie von Omega.

Omega: Die Seamaster von 1948
Omega: Die Seamaster von 1948

Diese Version zeichnete sich sogar durch eine noch höhere Wasserdichtigkeit aus, weil Omega erstmals O-Ringe verwendete, die später zum allgemein anerkannten Stand der Technik wurden. Zum diesjährigen 70. Geburtstag der Seamaster gibt Omega zwei limitierte Editionen heraus, die den Geist der Klassiker von 1948 in sich tragen. In ihrer Optik bleiben sie der Vergangenheit treu, die Master Chronometer Werke 8804 und 8806 der Seamaster 1948 Small Seconds und Seamaster 1948 Central Second sind jedoch auf dem Stand der Technik des 21. Jahrhunderts. Beide Uhren verfügen über ein 38-Millimeter-Gehäuse aus Edelstahl mit polierter Lünette, ein opalsilbernes und gewölbtes Zifferblatt mit einem eingeprägten „Ω“. Erst bei genauerem Hinsehen ist zu erkennen, dass das Design der diamantpolierten Zeiger aus 18-karätigem Weißgold variiert. In den Gehäuseboden beider Uhren ist ein flaches Saphirglas eingelassen, das mit dem patentierten „Naiad Lock“-Verschlusssystem von Omega fixiert ist. In den Ring ist die Nummer der Limitierung, die sich jeweils auf 1.948 Exemplare beläuft, lasergraviert. In das Saphirglas selbst ist ein Geburtstags-Logo graviert und per Hand lackiert. Die Wasserdichtheit der Seamaster beträgt sechs Bar, also 60 Meter.

Omega: Seamaster 1948, limitierte Editionen von 2018
Omega: Seamaster 1948, limitierte Editionen von 2018

Die Seamaster 1948 Small Seconds weist eine kleine Sekunde bei sechs Uhr auf und wird mit einem braunen Lederarmband sowie einer polierten und gebürsteten Schließe aus Edelstahl präsentiert. Das Lederarmband der Seamaster 1948 Central Second ist blaugrau. Beide Uhren kommen in einer Sammlerbox aus braunem Leder, die ein zusätzliches NATO-Armband in originalem Admiralitätsgrau und ein Werkzeug zum Auswechseln enthält. Die Preise liegen bei 6.100 Euro für die Seamaster 1948 Small Seconds und 5.700 Euro für das Modell mit Zentralsekunde.
Mehr Informationen zur Omega Seamaster und zu ihrer Entstehungsgeschichte erhalten Sie hier!

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #5: Oris Chronoris Date

Oris: Chronoris Date
Oris: Chronoris Date

Der Rennsportchronograph Chronoris von Oris aus dem Jahr 1970 kam 2017 als Dreizeigeruhr zurück. Geblieben sind die ovale Form des Edelstahlgehäuses, der drehbare Innenring zum Messen von Minutenintervallen, das Datum und die drei zentralen Zeiger. Der orangefarbene Sekundenzeiger gehört allerdings nicht mehr zu einem Chronographen, sondern zur normalen Zeitanzeige. Hinter dem Stahlboden der 39 Millimeter messenden Sportuhr im Retrostil tickt das Großserienkaliber Sellita SW 200 mit Automatikaufzug. Die Chronoris Date kostet mit Leder-, Kautschuk- oder Textilband 1.550 Euro. Chronos hat die Dreizeigeruhr ausführlich getestet. Hier können Sie den Test der Oris Chronoris Date für nur 0,99 Euro herunterladen!

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #6: Seiko 1968 Automatic Diver’s Re-creation Limited Edition

Seiko: 1968 Automatic Diver’s Re-creation Limited Edition (SLA025)
Seiko: 1968 Automatic Diver’s Re-creation Limited Edition (SLA025)

Vor einem halben Jahrhundert hat Seiko mit der Hi-Beat Diver die erste Taucheruhr mit Schnellschwingkaliber vorgestellt. Zum Jubiläum legen die Japaner als Hommage die limitierte 1968 Automatic Diver’s Re-creation Limited Edition (Referenz SLA025) auf. Das Design entspricht weitgehend dem Urmodell. Das Gehäuse misst 44, 8 Millimeter und besteht aus gehärtetem Edelstahl. Es hält dem Druck bis in 300 Meter Tiefe stand und zeigt sich unbeeindruckt von Magnetfelden bis 16.000 A/m. Wie im Original sorgt ein Schnellschwingkaliber für Präzision. Das Manufakturkaliber 8l55 arbeitet mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde und kommt auf 55 Stunden Gangreserve. Die 1.500 Exemplare kosten je 5.500 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #7: TAG Heuer Autavia

TAG Heuer: Autavia Calibre Heuer 02
TAG Heuer: Autavia Calibre Heuer 02

Die Autavia von TAG Heuer war von 1962 bis Mitte der 1980er-Jahre auf dem Markt. Ende 2016 erschien die aktuelle Neuauflage mit dem Automatik-Manufakturkaliber Heuer 02. Das 42 Millimeter große Gehäuse des Motorsport-Chronographen besteht aus Edelstahl und verfügt über eine beidseitig drehbare Aluminiumlünette. Sein Preis: 4.600 Euro.  Mehr über den Kult-Chronographen TAG Heuer Autavia erfahren Sie hier. Chronos hat den Retro-Chronographen genauer unter die Lupe genommen. Den ausführlichen Test können Sie sich hier für 0,99 Euro herunterladen.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #8: Vacheron Constantin Fiftysix Automatik

Vacheron Constantin: Fiftysix Automatik Roségold
Vacheron Constantin: Fiftysix Automatik Roségold

Wie schon Jaeger-LeCoultre präsentiert auch Vacheron Constantin 2018 eine neue Kollektion im Retro-Stil. Ihr Name Fiftysix bezieht sich auf das Jahr 1956, in dem die Genfer Manufaktur eine elegante Golduhr mit der Referenznummer 6073 herausbrachte. Die Bandanstöße des Vintage-Modells erinnerten an einen Arm des Malteserkreuzes, das Markenlogo von Vacheron Constantin. Die neue Fiftysix ist dem historischen Modell gestalterisch nachempfunden; die Gehäusekanten und Bandanstöße sind allerdings weicher und stärker abgerundet. Im Grunde handelt es sich nicht um eine runde Uhr, sondern um eine Tonneauform mit runder Lünette. Somit ist mehr Phantasie vonnöten als bei der Ref. 6073, um in den Bandanstößen die Malteserkreuzform wiederzuerkennen. Und das ist vielleicht sogar die Stärke des Designs: Dass man nicht einfach ein Modell aus der eigenen Geschichte kopiert hat, sondern sich von seiner Form inspirieren ließ, um sie in eine zeitgemäße, klassisch-elegante Uhr zu überführen. Bei der Fiftysix Automatik mit der Referenznummer 4600 sieht man durch durch den Glasboden dem neuen Manufakturkaliber 1326 mit Automatikaufzug bei der Arbeit zu. Die 40 Millimeter große Uhr ist mit einem Armband aus Alligatorleder ausgestattet und erhältlich in einem Gehäuse aus Roségold (19.800 Euro, mit Dornschließe aus Gold) oder Edelstahl (11.900 Euro, mit Edelstahl-Faltschließe in Form eines halben Malteserkreuzes).

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #9: Zenith Heritage Cronometro Tipo CP-2

Zenith: Heritage Cronometro TIPO CP-2
Zenith: Heritage Cronometro TIPO CP-2

Zenith lässt den TIPO CP-2 aus den 1960er-Jahren wieder aufleben. Der neue Heritage Cronometro Tipo CP-2 ist einem Chronographen nachempfunden, den Zenith Anfang der 60er-Jahre durch den Händler A. Cairelli in Rom an italienische Militärpiloten lieferte. Damals unter der Bezeichnung TIPO CP-2 bekannt, ist der Cairelli-Chronograph heute ein beliebtes Sammlerobjekt. Seine Neuauflage besitzt ein dem Vintage-Modell entsprechendes 43 Millimeter großes Edelstahlgehäuse. Darin arbeitet jedoch das moderne Automatikkaliber El Primero 4069. Der Heritage Cronometro Tipo CP-2 erscheint in Auflage von 1.000 Exemplaren, von denen jedes 7.900 Euro kostet. Sie wollen mehr über Zenith erfahren? Im Chronos Special finden Sie die wichtigsten Meilensteine der Manufaktur. Außerdem erfahren Sie mehr über die neuen Technologieträgern Defy El Primero 21 und Defy Lab. Hier können Sie das Chronos Special Zenith als digitale Ausgabe kostenfrei herunterladen.

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt im Juli 2014.

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