Mehr Retro, bitte: 9 schöne Neuauflagen von Vintage-Uhren

Uhren mit Geschichte von Omega, IWC, Junghans & Co

 Redaktion
von Redaktion
am 13. Oktober 2017

Keine Frage: Retro-Uhren sind ein starker Trend. Neun aktuelle, besonders gelungene Modelle mit Bild, allen Daten und Preis stellen wir Ihnen heute vor. Denn manche Uhren sind schon vor Jahrzehnten erschienen und trotzdem stets aktuell geblieben – dank behutsamer Überarbeitungen, die aktuelle Trends einfließen ließen und gleichzeitig die DNS der Vintage-Uhren bewahrt haben. Und von solchen Modellen kann man eigentlich nie genug bekommen. Deshalb sagen wir heute wieder einmal: “Mehr Retro, bitte!” Unsere Liste ist in alphabetischer Reihenfolge geordnet.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #1: Alpina KM-710

Original und die Neuheit Alpina KM-710
Das Original und die Neuheit Alpina KM-710

Eisenbahnminuterie sowie beigefarbene Zeiger und Indexe wecken bei der neuen KM-710 von Alpina Erinnerungen an ihr historisches Vorbild aus dem vergangenen Jahrhundert. Die Abkürzung “KM” steht dabei für Kriegsmarine, stellte Alpina doch von 1930 bis circa 1945 Uhren für die deutsche Kriegsmarine her. Gewissen Modernisierungen konnte die Neuheit aber nicht entkommen: Statt wie damals üblich wird kein radioaktives Radium für die Leuchtbeschichtung verwendet. Dafür setzt Alpina beigefarbene Superluminova ein, die die Farbe gealterten Radiums wiedergeben soll. Auch der damals gängige Gehäusedurchmesser entspricht nicht mehr der aktuell gefragten Größe. So wuchs die Retrouhr KM-710 von 35 Millimetern auf 41,5 Millimeter. Zuguterletzt ließ Alpina die kleine Sekunde einem Zeigerdatum bei sechs Uhr weichen. Wie bei den meisten Retrouhren ist das hier verwendete Uhrwerk kein historisches, aber ein eigens konstruiertes. Das Automatikkaliber AL-710 sorgt für ausreichend Energie. Die Manufakturware in Retro-Optik ist für 2.495 Euro zu haben.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #2: IWC Große Fliegeruhr Heritage 48

IWC: Große Fliegeruhr Heritage 48
IWC: Große Fliegeruhr Heritage 48

IWC überarbeitete 2016 – 80 Jahre nach Einführung ihrer “Spezialuhr für Flieger” – nicht nur alle bestehenden Fliegeruhren, sondern führt auch komplett neue Modelle ein. Eines davon ist die Große Fliegeruhr Heritage 48, die IWC als modernen Nachfolger der Großen Fliegeruhr von 1940 bezeichnet. Das 48 Millimeter große Titangehäuse wird von einem extralangen Kalbslederband mit Nieten am Arm gehalten; es ist zweigeteilt und am Ende zusammengenäht, sodass der Träger die Uhr unter keinen Umständen verlieren kann. Im Gehäuseboden befindet sich ein kleines kreisförmiges Saphirglasfenster, das den Blick auf eine Gangreserveanzeige freigibt. Sie gehört zum Manufakturkaliber 59215 mit Handaufzug. Den Magnetfeldschutz des Weicheisen-Innengehäuses vermindert das Sichtfenster laut IWC nur um zwei bis drei Prozent. 1.000 Exemplare werden gebaut, zum Preis von jeweils 14.800 Euro.

Mehr zur Geschichte der Fliegeruhren, über historische und moderne Modelle erfahren Sie im UHREN-MAGAZIN Special Wissen 2017, das Sie hier für 11,90 Euro bestellen oder hier für 9,90 Euro herunterladen können.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #3: Junghans Meister Driver Chronoscope

Junghans: Meister Driver Chronoscope
Junghans: Meister Driver Chronoscope

Junghans’ Meister-Uhren haben einen besonderen Retro-Charme. Die neue Meister Driver Chronoscope erhält ihren durch die Inspiration von Oldtimern. Das farblich abgestufte Zifferblatt mit den großen Ziffern erinnert an eine Tacho-Anzeige klassischer Automobile, den Antrieb erledigt das automatische Basiskaliber Eta 2892-2 und einem Modulaufbau der Dubois Dépraz. Zwei Ausführungen in einem Edelstahlgehäuse mit 40,8 Millimetern im Durchmesser stellt Junghans zur Wahl. Auf einem beige-braunen Zifferblatt sitzen anstelle von Stundenziffern die ausgeschriebenen Minuten, was die Chronographenfunktion betont. Dieses Modell wird an einem Lederband getragen und kostet 1.990 Euro. Für den gleichen Preis gibt es auch ein graues Zifferblatt mit Stundenziffern und rotem Lederband. Am Stahlband kostet der Meister Driver Chronoscope 2.090 Euro, mit Lederband 1.990 Euro.

Wenn Sie sich für die Junghans Meister Driver Chronoscope interessieren, finden Sie heir den aktuellen Test der Chronos-Redaktion: www.watchtime.net/tests

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #4: Longines Lindbergh Hour Angle Watch 1927-2017 – 90th Anniversary

Longines feiert in diesem Jahr das 90. Jubiläum des ersten transatlantischen Alleinflugs ohne Zwischenlandung – durchgeführt von Charles Lindbergh und begleitet vom Schweizer Uhrenhersteller als Zeitnehmer. Aus diesem Anlass präsentiert die Marke eine nummerierte und auf 90 Stück limitierte Auflage ihrer Stundenwinkeluhr, die sie gemeinsam mit dem berühmten Piloten nach seinem historischen Flug entwickelt hatte. Der außergewöhnliche Zeitmesser aus Stahl und Titan birgt im Inneren seines Gehäuses von 47,5 mm Durchmesser das Kaliber L699. Das schlichte, gebürstete silberfarbene Zifferblatt zeigt die Zeit mit Hilfe einer Eisenbahnminuterie und aufgemalten römischen Ziffern an. Es verfügt zudem über eine 180-Grad-Skala zur Berechnung des Längengrads. Die Synchronisation des Sekundenzeigers mit dem Radiozeitzeichen erfolgt über ein schwarz galvanisiertes, drehbares Zifferblatt im Zentrum. Eine Drehlünette aus Stahl mit schwarzer PVD-Beschichtung ermöglicht es außerdem, die tägliche Abweichung der Zeitgleichung zu berücksichtigen. Ein braunes Lederband in Fliegeroptik, das dank einer Verlängerung auch über einer voluminösen Fliegerjacke getragen werden kann, vervollständigt diesen Ausnahmezeitmesser.
Longines: The Lindbergh Hour Angle Watch 1927-2017 90th Anniversary

Bei seinem Flug über den Atlantik – der ersten Überquerung im Alleingang überhaupt – begleitete Charles Lindbergh 1927 eine sogenannte Stundenwinkeluhr, von der er den Stundenwinkel von Greenwich für die Längengrad-Bestimmung ablesen konnte. Lindbergh hatte diese Uhr gemeinsam mit Longines entwickelt. Nun, 90 Jahre später, legt Longines eine Armbanduhr auf, die exakt die gleiche Größe von 47,5 Millimetern hat und sich auch in der Zifferblatt-Gestaltung stark am Original orientiert: die Lindbergh Hour Angle Watch 1927-2017 90th Anniversary.

Eine frühe Version der Lindberghuhr am Lederband mit Durchzug unter dem Gehäuse.
Eine frühe Version der Lindberghuhr am Lederband mit Durchzug unter dem Gehäuse.

Die aktuelle Stundenwinkeluhr besteht aus dem modernen Material Titan, verfügt über eine schwarz PVD-beschichtete Edelstahllünette und arbeitet mit dem zeitgemäßen Automatikwerk Eta A07.L01. Sie kostet 5.010 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #5: Omega 1957 Trilogy Limited Editions

Die Seamaster 300, die Railmaster und die Speedmaster wurden allesamt 1957 vorgestellt und feiern damit 2017 ihren 60. Geburtstag. Aus diesem Anlass lanciert Omega eine Neuauflage von jedem Modell, auf Basis von Vermessungen der Originalmodelle mittels eines erstmals eingesetzten Digitalscanners. Die drei Uhren sind einzeln oder in limitierter Auflage in einer Sammlerbox erhältlich. Diese Edition wird 557-mal aufgelegt und kostet 19.700 Euro.

Omega: 1957 Trilogy Limited Edition
Omega: 1957 Trilogy Limited Edition

Einzeln sind die drei Modelle je 3.557-mal zu haben. Die Railmaster mit 38 Millimetern Durchmesser arbeitet mit dem Omega Master-Chronometer-Kaliber 8806 und kostet 6.200 Euro. Dieses Kaliber nutzt auch die Seamaster 300 mit 39 Millimetern Durchmesser, ihr Preis: 6.400 Euro. Die Speedmaster misst 38,6 Millimeter und kostet 6.600 Euro, ihren Antrieb erledigt das Omega Kaliber 1861. Weitere Informationen finden Sie hier.

Omega: Seamaster 300 60th Anniversary Limited Edition Master Chronometer 39mm
Omega: Seamaster 300 60th Anniversary Limited Edition Master Chronometer 39mm

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #6: Oris Chronoris Date

Oris: Chronoris Date
Oris: Chronoris Date

Der Rennsportchronograph Chronoris von Oris aus dem Jahr 1970 kam 2017 als Dreizeigeruhr zurück. Geblieben sind die ovale Form des Edelstahlgehäuses, der drehbare Innenring zum Messen von Minutenintervallen, das Datum und die drei zentralen Zeiger. Der orangefarbene Sekundenzeiger gehört allerdings nicht mehr zu einem Chronographen, sondern zur normalen Zeitanzeige. Hinter dem Stahlboden der 39 Millimeter messenden Sportuhr tickt das Großserienkaliber Sellita SW 200 mit Automatikaufzug. Die Chronoris kostet mit Leder-, Kautschuk- oder Textilband 1.550 Euro

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #7: TAG Autavia

TAG Heuer: Autavia Calibre Heuer 02
TAG Heuer: Autavia Calibre Heuer 02

Die Autavia von TAG Heuer war von 1962 bis Mitte der 1980er-Jahre auf dem Markt. Ende 2016 erschien die aktuelle Neuauflage mit dem Automatik-Manufakturkaliber Heuer 02. Das 42 Millimeter große Gehäuse des Motorsport-Chronographen besteht aus Edelstahl und verfügt über eine beidseitig drehbare Aluminiumlünette. Sein Preis: 4.600 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #8: Tudor Heritage Black Bay S&G

Tudor: Heritage Black Bay S&G
Tudor: Heritage Black Bay S&G

Auch Tudor stellte zur Baselworld 2017 eine Retroversion vor: die Heritage Black Bay Dark. Snowflake-Zeiger, gewölbtes Zifferblatt und Deckglas sowie die große Krone übernimmt Tudor von seinen historischen Taucheruhren. Von den seit einigen Jahren vorgestellten Neuauflagen unterscheidet sich dieses Modell durch sein Bicolorgehäuse aus Edelstahl und Gelbgold. Das Maß von 41 Millimetern bleibt erhalten. Im Innern tickt das hauseigene Automatikkaliber MT5602. Das moderne Werk ist chronometerzertifiziert, bietet 70 Stunden Gangreserve und eine robuste Unruhbrücke statt der üblichen einseitigen Befestigung des Schwingelements miteinem Kloben. Mit gealtertem Lederband kostet die Retrouhr erstaunlich günstige 3.530 Euro.

Mehr über Taucheruhren, die Geschichte schrieben, die Anforderung an diese Uhrengattung und aktuelle Taucheruhren-Modelle erfahren Sie im UHREN-MAGAZIN Special Wissen 2017, das Sie hier für 11,90 Euro bestellen oder hier für 9,90 Euro herunterladen können.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #9: Zenith Heritage Cronometro Tipo CP-2

Zenith: Heritage Cronometro TIPO CP-2
Zenith: Heritage Cronometro TIPO CP-2

Zenith lässt den TIPO CP-2 aus den 1960er-Jahren wieder aufleben. Der neue Heritage Cronometro Tipo CP-2 ist einem Chronographen nachempfunden, den Zenith Anfang der 60er-Jahre durch den Händler A. Cairelli in Rom an italienische Militärpiloten lieferte. Damals unter der Bezeichnung TIPO CP-2 bekannt, ist der Cairelli-Chronograph heute ein beliebtes Sammlerobjekt. Seine Neuauflage besitzt ein dem historischen Vorbild entsprechendes 43 Millimeter großes Edelstahlgehäuse. Darin arbeitet jedoch das moderne Automatikkaliber El Primero 4069. Der Heritage Cronometro Tipo CP-2 erscheint in Auflage von 1.000 Exemplaren, von denen jedes 7.900 Euro kostet.

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt im Juli 2014.

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