Meine vier SIHH-Favoriten – SIHH 2014

Taucheruhren und ewige Kalender

Rüdiger Bucher
von Rüdiger Bucher
am 23. Januar 2014

Auf der SIHH 2014 gab es viele fantastische Uhren zu sehen. Ganz besonders interessant fand ich folgende vier:

IWC Aquatimer Charles Darwin (Bronze)

 

IWC AT Bronze Wristshot
Wenn man alle neun Uhren der neuen Aquatimer-Kollektion vor sich liegen hat, greift man unwillkürlich zuerst nach der im Bronzegehäuse. Der Aquatimer Chronograph Edition “Expedition Charles Darwin” – so der umständlich lange Name — hat wie alle neuen Aquatimer eine patentierte Drehlünette: Sie bewegt sich in beide Richtungen; aber nur dann, wenn man sie im Uhrzeigersinn dreht, wird die innen liegende Skala mitgenommen. Dreht man sie im Gegenuhrzeigersinn, rutscht die Verzahnung durch, und die Skala bleibt stehen. So wird ausgeschlossen, dass der Taucher versehentlich zu lange unter Wasser bleibt. Das Gehäuse der Aquatimer Charles Darwin (Durchmesser 44 mm, Höhe 17 mm) ist bis 300 Meter wasserdicht und besteht — wie auch die Schließe — aus einer speziellen, besonders harten Aluminiumbronzelegierung, die unter anderem in der Lebensmitteltechnologie verwendet wird, etwa bei der Produktion von Nudelteig. Das war IWC wichtig, weil Bronze nicht für jeden Hautkontakt geeignet ist. Trotzdem besteht der Boden mit dem eingravierten Darwin-Kopf aus Titan. Im Vergleich mit der letzten Aquatimer-Kollektion von 2009 hat die neue deutlich gewonnen: Sie wirkt hochwertiger und maskuliner. So kann man auch den Preis leichter akzeptieren: Die Bronzeuhr, in der das IWC-Manufakturkaliber 89365 mit 68 Stunden Gangautonomie tickt, kostet 9900 Euro.

 

Calibre de Cartier Diver

Calibre de Cartier Diver Wristshot_kl

Einer meiner ganz großen Favoriten der SIHH 2014 ist die Calibre de Cartier Diver. Noch vor ein paar Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass Cartier so eine maskuline Sportuhr baut. Ihrem Ziel, auch den (nord- und mitteleuropäischen) Männern etwas Tolles zu bieten, sind die Cartier-Leute damit deutlich nähergekommen. Selbst der blaue Cabochon in der Krone – ein “Must” bei Cartier – nimmt der Uhr nichts von ihrer sportlichen Dynamik. Von allen bisherigen Calibre-Modellen ist mir die schwarz ADLC-beschichtete Diver mit Kautschukband die liebste. Die Wasserdichtheit des 42 Millimeter großen und 11 Millimeter dicken Gehäuses reicht bis 300 Meter und erfüllt alle tauchrelevanten ISO-Normen. In seinem Innern tickt das Cartier-eigene Kaliber 1904. Der Preis liegt bei 5550 Euro.

 

A. Lange & Söhne Richard Lange Ewiger Kalender “Terraluna”

Lange Terraluna Lange Terraluna Rückseite

Ja, es ist schön, das Zifferblatt der Terraluna. Aber ehrlich, am liebsten schaue ich mir diese Uhr von hinten an. Denn dort befindet sich, unter dem großen Glasboden, die orbitale Mondphasen-anzeige. Der Begriff stapelt sogar tief, denn man sieht ja nicht nur den Mond, sondern vor allem die Erde und — die Sonne. Sie wird von der Unruh dargestellt. Erde und Mond drehen sich entgegen dem Uhrzeigersinn. So kann man nicht nur ablesen, in welchem Stadium sich der Mond gerade befindet, man sieht auch, wo auf der Erde gerade Tag und Nacht ist. Auch eine Sonnen- oder Mondfinsternis kann man gut erkennen.

Lange Terraluna Seite

Wenn Lange so ein Thema angeht, dann ist alles immer auf höchstmögliche Präzision berechnet. So weicht die Mondphase erst nach 1058 Jahren um einen Tag von der Realität ab. Auf dem Zifferblatt sind Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger nach Art eines Regulators getrennt. Ein kleines Fenster zwischen zwei und drei Uhr zeigt das Schaltjahr an. Großdatum, Wochentag und Monat springen um 0.00 Uhr augenblicklich. Um das Werk vom Kaliber L096.1 mit all seinen Funktionen zu umschließen, misst das Gehäuse 45,5 Millimeter und ist 16,5 Millimeter hoch. Das Nachspannwerk mit zwei nebeneinanderliegenden Zugfedern sorgt für eine immense Gangautonomie von 14 Tagen — inspiriert von der Lange 31. Allerdings muss man bei der Terraluna keinen Vierkant ansetzen: Die Krone reicht zum Aufziehen. Die Richard Lange Terraluna gibt es wahlweise in Weißgold (186.000 Euro) oder Rotgold (185.000 Euro).

 

Montblanc Meisterstück Heritage Perpetual Calendar

Montblanc Heritage Ewiger Kalender MB_Meisterstück Heritage Perpetual Calendar

Von der neuen Kollektion Meisterstück Heritage hat mich jedes Modell begeistert. Ich greife den ewigen Kalender heraus, weil er mit (exakt) 10.000 Euro für die Edelstahlversion (16.900 Euro in Rotgold) einen sehr attraktiven Preis hat. Der 39 Millimeter große Montblanc Meisterstück Heritage Perpetual Calendar zeigt bei 12 Uhr Monat und Schaltjahr, bei 9 Uhr den Wochentag, bei 3 Uhr das Datum und bei 6 Uhr die aktuelle Mondphase an. Für die Korrektur gibt es vier in den Gehäuserand eingelassene Drücker. Das Kalendermodul stammt vom Schweizer Spezialisten Dubois Dépraz und sitzt auf einem Basiskaliber von Sellita, dem SW 200. buc

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