Swatch Group: Neue Entscheidung im Werkestreit

Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Regelung zwischen ihrem Sekretariat – einer Art Geschäftsführung – und der Swatch Group bezüglich der Lieferung von Hemmungen aufgehoben. Im Frühjahr 2013 hatten sich das Weko-Sekretariat und die Swatch Group zunächst auf eine schrittweise Lieferreduktion von Werken bis 2021 und von Hemmungsbaugruppen bis 2025 geeinigt. Ab diesen Zeitpunkten sollen die Lieferungen gänzlich eingestellt werden. Die Vereinbarungen zur Lieferreduktion machte die Weko nun teilweise rückgängig: Den Bedingungen der Werkelieferungen stimmte sie zu, die Reduktion der Hemmungslieferungen zum jetzigen Zeitpunkt bezeichnete sie jedoch als verfrüht.

 

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Die Swatch Group will die Lieferung von Hemmungsbauteilen an gruppenfremde Hersteller bis 2025 einstellen

 

Hintergrund ist die seit 2011 andauernde Untersuchung der Weko, ob die Swatch Group die Lieferungen von Werken und Hemmungen an gruppenfremde Hersteller einstellen darf. Dabei prüft die Kommission die Monopolstellung der Swatch Group in diesem Bereich.

Da die Weko die Reduktion der Hemmungslieferungen ablehnte, muss sie bis Ende 2013 eine Entscheidung treffen, wie die Liefermenge bis 2025 geregelt werden soll. Momentan ist die Swatch Group noch bis Ende 2013 verpflichtet, 95 Prozent der 2010 hergestellten Menge an Hemmungen auszuliefern. Bevor die Weko einer Lieferreduktion zustimmt, will sie die Entwicklungen auf dem Markt in den nächsten Jahren abwarten. juk

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