Omega: Goldene Monduhr

Omega Speedmaster Professional Apollo XI

Alexander Krupp
von Alexander Krupp
am 19. August 2011

Im Juni 1969 waren gleich zwei stählerne Omega Speedmaster auf dem Mond. Noch im selben Jahr wurde die erfolgreiche Weltraummission mit der gelbgoldenen Speedmaster Professional Apollo XI gefeiert. Bis 1972 entstanden insgesamt 1014 Exemplare der Uhr.

Bei der Mondlandung am 21. Juni 1969 trug der zweite Mann auf dem Mond, Edwin „Buzz“ Aldrin, eine Omega Speedmaster am Arm. Neil Armstrong, der damals durch seinen „großen Schritt für die Menschheit“ berühmt wurde, hatte sein Modell als Reserveinstrument für etwaige Notfälle in der Landefähre gelassen. Noch im selben Jahr bekamen unter anderem alle aktiven Astronauten eine gelbgoldene Ausführung ihrer stählernen Einsatzuhren überreicht – nun erstmals mit dem Beinamen Professional.
Die vollständige Modellbezeichnung des 41 Millimeter großen Zeitmessers lautete Speedmaster Professional Apollo XI, und in den goldenen Gehäuseboden war neben dem Namen des jeweiligen Empfängers die Widmung „to mark man’s conquest of space with time, through time, on time“ eingraviert.
Ein delikates Detail: Sowohl der amerikanische Präsident Richard Nixon als auch sein Vize Spiro Agnew hatten ihre Exemplare mit den Seriennummern 1 und 2 als Geschenke von zu großem Wert abgelehnt. Beide Zeitmesser befinden sich heute im Omega-Museum in Biel.

„The first watch worn on the moon“: Mit dieser Gravur beginnt der Mythos Moonwatch
„The first watch worn on the moon“: Mit dieser Gravur beginnt der Mythos Moonwatch
 

Eine Erfolgsgeschichte

Nach den 28 Modellen der ersten Serie wurde die goldene Speedmaster Professional Apollo XI bis 1972 weiterproduziert. Insgesamt entstanden 1014 Exemplare, die zunächst die ursprüngliche bordeauxrote Lünette beibehielten und noch im Jahr 1969 einen schwarzen Glasrand bekamen. Zudem nutzte Omega nun die Werbewirkung der Mondlandung und gravierte den Schriftzug „The first watch worn on the moon“ in den Gehäuseboden.

Lemania-Kaliber 861: Die Brücken sind rotvergoldet, die Chronographenteile stahlfarben
Lemania-Kaliber 861: Die Brücken sind rotvergoldet, die Chronographenteile stahlfarben

Heute werden die Modelle der Serie Speedmaster Professional meistens kurz „Moonwatch“ genannt. Während Gehäuse, Armband und Zifferblatt aus massivem Gelbgold bestanden, waren die Brücken und Platinen des Lemania-Handaufzugskalibers 861 rotvergoldet. Das Werk besaß eine Zweidrittelplatine, polierte Schrauben, mattierte Chronographenstahlteile sowie eine Exzenterregulierung. Es sah eine kleine Sekunde bei der Neun, einen 30-Minuten-Zähler bei der Drei und einen Zwölf-Stunden-Zähler bei der Sechs vor. Die Anordnung der Hilfszifferblätter und das übersichtliche Gesamt design der Speedmaster Professional haben die Gestaltung späterer Chronographen, auch von anderen Marken, bis heute stark beeinflusst. Somit ist das goldene Sondermodell lediglich eines von vielen Kapiteln der Erfolgsgeschichte „Moonwatch“. Glücksgriffe sind übrigens durchaus möglich: Im Mai 2010 war das abgebildete Exemplar von 1969 beim Auktionshaus Dr. Crott für 7.900 Euro zu bekommen. ak

Fotos und Basisinformationen: Auktionshaus Dr. Crott

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