Patek Philippe: Referenz 1463

Kostbarer Stahl

Alexander Krupp
von Alexander Krupp
am 20. September 2011

Das legendäre Uhrenmodell, die Referenz 1463, von Patek Philippe lässt Sammlerherzen höher schlagen: Besonders die Stahlversionen, wie das abgebildete Modell von 1959, sind extrem rar.

1940 hat Patek Philippe eine Uhr vorgestellt, die wie kaum ein anderer Zeitmesser den Aufschwung der Nachkriegsjahre widerspiegelt: die Referenz 1463. Es handelt sich um einen wasserdichten und antimagnetischen Chronographen mit Tachymeterskala am Zifferblattrand. Seine Robustheit und die sportliche Gestaltung in ­Verbindung mit dem Prestige der Genfer Nobelmanufaktur belegen, dass sich Aktivitäten in der freien Natur in dieser Zeit zu einem Hobby wohlhabender Menschen entwickelten.

Patek_Philippe_Vollgewindeboden

 
Antimagnetisch und wasserdicht: Hinter dem innen gravierten Vollgewindeboden liegt eine Weicheisenabschirmung
Antimagnetisch und wasserdicht: Hinter dem innen gravierten Vollgewindeboden liegt eine Weicheisenabschirmung

Die Uhr ist vor allem deshalb so begehrt bei Sammlern, weil sie der einzige historische Patek-Philippe-Chronograph ist, dessen Gehäuse sowohl antimag­netisch als auch – wegen eines Vollgewindebodens und der runden Drücker – wasserdicht ist. Während der Zeitmesser meist in Gelbgold und seltener in Rotgold produziert wurde, sind Exemplare im Stahlgehäuse äußerst rar – und damit das Objekt der Begierde für jeden Sammler, der nicht aufs Geld achten muss. In Gelbgold wird die Referenz 1463 heute auf 80.000 bis 120.000 Euro geschätzt; in Rotgold setzt man gemeinhin 160.000 bis 200.000 Euro an, und in Stahl sogar 180.000 bis 240.000 Euro.

Das Modell wurde in zwei Serien gebaut: von 1940 bis 1947 mit glatter Lünette und von 1947 bis 1965 mit gestuftem Glasrand. Die abgebildete, extrem seltene Ausführung mit Stahlgehäuse, versilbertem Zifferblatt und aufgesetzten arabischen Zahlen stammt aus dem Jahr 1959.

Funktionssicher und fein veredelt: Das Kaliber 13–130 trägt die Genfer Punze (rechts neben der Unruh)
Funktionssicher und fein veredelt: Das Kaliber 13–130 trägt die Genfer Punze (rechts neben der Unruh)

Die Referenz 1463 war mit einem Durchmesser von 35 Millimetern in den vierziger und fünfziger Jahren eine vergleichsweise große Uhr: Andere Zeitmesser maßen meist um die 33 Millimeter. Dennoch sind die Proportionen auch nach den damaligen Vorstellungen perfekt und tragen zur Begehrtheit des Modells bei.

Besiegelte Güte

Das feine 13-linige Handaufzugskaliber 13–130 war bereits seit den zwanziger Jahren bei Patek Philippe im Einsatz. Es besitzt eine Zweidrittelplatine, 23 Lagersteine, ein Schaltrad, eine Glucydur-Schraubenunruh und eine Feinregulierung mit Rückerzeiger und Gegenfeder. Optische Reize erzeugen die rhodinierten Brücken mit „Fausses Côtes“-Dekoration, die fein geschliffenen und anglierten Chronographenhebel, die spiegelpolierten Schrauben sowie die gebläute Unruhspirale. Als Gütesiegel erhielt das Werk für die genannten Eigenschaften die Genfer Punze.

Fotos und Basisinformationen: Auktionshaus Dr. Crott
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