Patek Philippe: Schleppzeigerchronograph

Referenz 5204 – Baselworld 2012

 Redaktion
von Redaktion
am 9. März 2012
Der Schleppzeigerchronograph von Patek Philippe ist kombiniert mit einem ewigen Kalender. Die Schaltjahresanzeige befindet sich zwischen vier und fünf Uhr
Der Schleppzeigerchronograph von Patek Philippe ist kombiniert mit einem ewigen Kalender. Die Schaltjahresanzeige befindet sich zwischen vier und fünf Uhr

Die Uhrenmanufaktur Patek Philippe toppt sein Spektrum an Chronographen mit hauseigenen Kalibern mit einem neuen Schleppzeigerchronographen. Mit der Vorstellung des neuen Kalibers CHR 29-535 PS Q verfügt Patek Philippe erstmals über ein vollständiges Spektrum eigener Chronographenkaliber. Zulieferungen von externen Rohwerkefabrikanten sollten damit endgültig der Vergangenheit angehören. Das neue Werk ist die dritte Ausbaustufe des 2009 vorgestellten eigenen Chronographenkalibers CH 29-535 PS mit Handaufzug. Dieses wurde zunächst 2011 um einen ewigen Kalender erweitert; nun kommt noch eine Schleppzeigerfunktion hinzu. Mit der neuen Referenz 5204, die Patek Philippe auf der Baselworld 2012 präsentiert, schließt sich der Kaliber-Kreis. Das neue Kaliber CHR 29-535 PS Q verfügt – zusätzlich zu dem „normalen“ Chronographen und dem ewigen Kalender – über eine Schleppzeigerfunktion (R = frz. Rattrapante). Im Vergleich zum bisher von Patek Philippe verwendeten Rattrapante-Kaliber CHR 27-70/150 in der Referenz 5004 unterscheidet sich der Neuling in zwei außergewöhnlichen konstruktiven Merkmalen. Das erste bezieht sich auf den Isolator. Die neue Ausführung stützt sich auf eine beidseitig wirkende Feder, die die Uhrmacher als eine Art Abdeckplatte über dem Schleppzeiger-Schaltrad montieren. Die Funktion ist denkbar einfach: Der Drückermechanismus und das wolfsverzahnte Ende der Isolatorfeder bewegen das gleichfalls wolfsverzahnte Isolatorrad so weit, dass ein daran befestigter Dorn den Schleppzeigerhebel samt seiner Rolle für die Zeitspanne des Anhaltens vom Schleppzeigerherz abhebt.

Das neue Kaliber CHR 29-535 PS Q
Das neue Kaliber CHR 29-535 PS Q

Das zweite neuartige Detail ist ein ausgeklügelter und deshalb bereits patentierter Schleppzeigerhebel. Geblieben ist die Rubinrolle an seinem freien Ende. In überlieferten Konstruktionen lassen sich, wenn diese Rolle in der Bucht des Schleppzeigerherzens ruht, geringe Pendelbewegungen systembedingt kaum vermeiden. Nicht so beim neuen CHR 29-535 PS Q: Hier erkennt man links und rechts der Rolle zwei kleine Stützflächen. Diese wirken wie die Andruckfläche des Nullstellhebels klassischer Chronographen. Bewegen sich die beiden Chronographenzeiger simultan, ist eine sichere Verbindung über das Schleppzeigerherz garantiert.

Das um 1,7 auf 8,7 Millimeter Höhe gewachsene Innenleben der neuen Referenz 5204 ist sehr kompliziert. Zu den 272 Bauteilen für Basis-Uhrwerk und jenen 182 für das Kalendarium gesellen sich nun noch weitere 42 Komponenten, zusammen 496 sorgfältig finissierte Einzelteile. Sie alle finden Platz in einem 40 Millimeter großen Platingehäuse. Die ungemeine Komplexität dieser Armbanduhr erschließt sich freilich erst bei genauerem Hinsehen, das den zweiten Chronographenzeiger offenbart. Patek Philippe hat den Drücker zur Steuerung des Schleppzeigers diskret in die Aufzugs- und Zeigerstellkrone integriert. Das Zifferblatt selbst gibt nichts von der zusätzlichen Funktion preis. Wie alle Platinzeitmesser der Manufaktur besitzt auch diese erste Version der Referenz 5204 einen lupenreinen Top-Wesselton- Diamanten zwischen den unteren Bandanstößen. Wer totale Diskretion liebt, wird sich für den massiven Platinboden entscheiden. Mechanik-Voyeuren liefert Patek Philippe automatisch einen austauschbaren Saphirglasboden mit. Mit 260.000 Schweizer Franken (ohne Steuern) ist die neue Referenz wahrlich kein Schnäppchen, aber bei Sammlern wohl heiß begehrt.

glb

Einen ausführlichen Bericht zur neuen Patek Philippe Referenz 5204 lesen Sie in der aktuellen Chronos.

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