Richard Mille: RM 50-02 ACJ – SIHH 2016

Mit Airbus Corporate Jets hat die Schweizer Marke Richard Mille einen Kooperationspartner der Top-Luxusklasse für sich gewonnen. Denn die ACJ genannte Tochter des europäischen Flugzeugbauers fertigt für eine denkbar exklusive Klientel oder Regierungen Flugzeuge mit Platz für üblicherweise 20 bis 50 Passagiere. Greifbares Ergebnis dieser Partnerschaft ist das auf den Namen RM 50-02 ACJ getaufte Tourbillon mit Doppelzeigerchronograph. Sein Design stammt von Sylvain Maria, dem Chefdesigner von ACJ.

Die RM50-02 ACJ erinnert mit ihrem Zifferblattausschnit an das Kabinenfenster einer Airbus-Maschine.
Die RM50-02 ACJ erinnert mit ihrem Zifferblattausschnit an das Kabinenfenster einer Airbus-Maschine.

In Zusammenarbeit mit der Forschung und Entwicklung von Richard Mille entstand ein Zeitmesser mit der gewohnten Formensprache, aber ungewöhnlichen Ausgestaltungen. So soll die auffällige Gehäuseform an das Kabinenfenster einer Airbus-Maschine erinnern, das Zifferblatt spiegelt viele Details des Instrumentenbretts im Cockpit wieder und die Drücker an der Gehäuseflanke sind den Konstruktionen nachempfunden, durch welche die Triebwerke am Flügel befestigt werden. Im Inneren arbeitet das Handaufzugwerk RM50-02 mit 21.600 Halbschwingungen und 70 Stunden Gangreserve, die bei elf Uhr auf dem Zifferblatt angezeigt wird. Es bietet einen Doppelzeigerchronographen, der Zwischenzeitmessungen ermöglicht. Besonders viel Wert legte Richard Mille auf das Verhindern des verzögerten Anspringens des Chronographen. Diese Veränderungen sollen gleichzeitig den Verschleiß um die Hälfte reduzieren. Ein Drehmomentindikator zeigt die Spannung des Federhauses bei zwei Uhr an.

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Das Gehäuse der RM50-02 ACJ besteht aus einer Titan-Aluminium-Legierung.
Das Gehäuse der RM50-02 ACJ besteht aus einer Titan-Aluminium-Legierung.

Die Funktionsanzeige bei vier Uhr signalisiert, welche Kronenposition eingestellt ist, um die Uhr aufzuziehen oder die Zeit einzustellen, oder ob die Krone gesichert ist. Die Unruhspirale verfügt über ein variables Trägheitsmoment durch vier Schrauben. Durch ein schneller drehendes Federhaus sollen Friktionen der Feder vermindert werden, zudem soll es sich einfacher aufziehen lassen. Das Gehäuse besteht aus einer Titan-Aluminium-Legierung (TiAI), deren Eigenschaften zwischen Metall und Keramik liegen soll und welche Airbus für seine Turbinenflügel einsetzt. Seine Herstellung wird durch die extrem unterschiedlichen Schmelzpunkte beider Materialien erschwert. Die Lünette besteht aus ATZ-Keramik. Sie wird auf Basis eines Aluminiumoxidpuders hergestellt, welche mit einem Druck von 2.000 Bar verpresst wird. Sie soll bis 1.400 Vickers kratzfest sein.

Der auf 30 Exemplare limitierte Split Second Chronograph RM 50-02 ACJ wird für 929.800 Euro (ohne Steuern) und nur in den Richard-Mille-Boutiquen erhältlich sein. tw

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