Richemont trennt sich von 4 CEOs

Richemont trennt sich von vier CEOs: Bei Jaeger-LeCoultre wird Daniel Riedo Ende Februar seinen Posten räumen, während Juan-Carlos Torres und Philippe Léopold-Metzger, die bisherigen Chefs von Vacheron Constantin und Piaget, in Ruhestand gehen. Das meldete Bloomberg gestern Abend mit Bezug auf Insiderkreise. Auch die Marke Alfred Dunhill bekommt einen neuen CEO: Andrew Maag, zuletzt verantwortlich für die Märkte Europa, Middle East, Indien und Afrika bei Burberry, folgt dem scheidenden Fabrizio Cardinali.

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Überraschend kommen die Wechsel nicht: Bereits während des Genfer Luxussalons SIHH und davor zeichneten sich genau diese Personalien ab. Vor allem von Vacheron Constantin und Piaget war während des Jahres 2016 bekannt geworden, dass sie schlechte Zahlen schrieben. Verantwortlich für die originären Uhrenmarken Richemonts, zu denen Jaeger-LeCoultre, Piaget und Vacheron Constantin gehören, ist seit einigen Wochen der bisherige IWC-Chef Georges Kern. Man darf nicht nur darauf gespannt sein, welche neuen Führungskräfte Kern zu den genannten Marken holt – kolportiert wurden bisher Louis Ferla für Vacheron Constantin und Chabi Nouri für Piaget, beide waren bisher u.a. für Cartier tätig -, sondern auch, ob und wie er sie anders als bisher positionieren will. Piaget hatte zuletzt mit Produktvorstellungen nicht überzeugen können. Vacheron Constantin zeigte demgegenüber Schwächen im Marketing. Genau da wird Marketingexperte Kern sicherlich (auch) ansetzen. Interessant wird sein zu sehen, ob Vacheron Constantin bei seiner seit Jahren eingeschlagenen Politik bleibt, vornehmlich eigene Werke einzusetzen, oder ob man dort auch wieder auf (günstigere) Fremdwerke setzen wird. Torres hatte über Jahre die Strategie verfolgt, sich bei den Manufakturkalibern in Richtung 100 Prozent zu bewegen. buc

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