Schaltsekunde

Erddrehung_by_Rita-Thielen_www.pixelio.deDie Verlängerung der Sommernacht von Samstag auf Sonntag wird uns wohl kaum etwas bringen. Denn die Uhren werden am 1. Juli um 1 Uhr 59 Minuten und 59 Sekunden nur um eine Sekunde angehalten. Diese Schaltsekunde ist notwendig, da sich die Erddrehung ständig verlangsamt. Grund dafür sind die Anziehungskräfte zwischen Erde, Mond und Sonne, die auch die Gezeiten hervorrufen. Die ständige Reibung zwischen Wasser und Land nimmt der Erde über die Zeit hinweg Energie und so dreht sie sich langsamer, jedoch ohne dass wir es bemerken. Um diese Verlangsamung auszugleichen und Atom- und Sonnenzeit in Einklang zu bringen, wird immer wieder eine Sekunde zwischen geschaltet. Gewöhnlich geschieht dies am Anfang oder in der Mitte des Jahres. Die erste Schaltsekunde wurde Mitte 1972 eingeführt. Die Verlangsamung der Erdrotation folgt keiner festen Regel, deshalb erfolgt das Anhalten der Zeit nicht in regelmäßigen Abständen erfolgt. So gab es die letzte Schaltsekunde im Jahr 2009 und davor im Jahr 2006. Zwischen 1990 und 1994 wurde in jedem Jahr eine Schaltsekunde eingefügt. Die für die offizielle Zeitmessung in Deutschland zuständige Physikalisch Technische Bundesanstalt in Darmstadt (PTB) wird in der Nacht von Samstag auf Sonntag das Zeitsignal für eine Sekunde stoppen, so dass Funkuhren anschließend wieder synchron mit der offiziellen Zeit laufen. Alle anderen Uhren müssen bei Bedarf nachjustiert werden.

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