Schweiz: Uhrenexporte weiter schwach

Witold A. Michalczyk
von Witold A. Michalczyk
am 26. Februar 2009

fhs1Die Uhrenexporte aus der Schweiz sind weiter im Sinkflug. Im Januar 2009 wurden 21,5 Prozent weniger eidgenössische Zeitmesser in den Rest der Welt exportiert als im gleichen Zeitraum des Jahres 2008. Der Rückgang betrifft mittlerweile die gesamte Bandbreite des Spektrums. So haben die Einstiegspreislagen bis 200 Franken rund 40 Prozent verloren. Der Export von Uhren im Preisbereich von 500 bis 3000 Franken schrumpfte um knapp ein Drittel. Bei den wichtigen Zielländern vermeldete der Schweizer Uhrmacherverband FHS einzig für Italien ein leichtes Plus von 0,6 Prozent. Besonders dramatisch brach im Januar China mit einem Minus von 42,6 Prozent ein. Vergleicht man die Zahlen indes mit dem Jahr 2007, relativiert sich das Bild indes ein wenig: Denn dann verzeichnen mit Hongkong, Frankreich, Deutschland, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten fünf Länder aus den Top Ten einen höheren Import von Schweizer Uhren.
Der Blick auf die zurzeit beliebtesten Gehäusematerialien zeigt auch ein interessantes Bild: Uhren aus Silber sowie vergoldete Zeitmesser werden beliebter. Auf zwar recht niedrigem Niveau (insgesamt 1,7 Millionen Franken) wurden im Januar 2009 über 305 Prozent mehr Einheiten exportiert. Beim Wert dieser Uhren ergibt das eine Steigerung von rund zehn Prozent. wam

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2s Kommentare zu “Schweiz: Uhrenexporte weiter schwach”
  1. The Watcher

    Uhren aus Silber? Etwa mit einem Gehäuse aus Vollsilber? Das wäre ja mal interessant. Was gibt es denn da für Modelle?

    Zum Problem selbst. Ich denke, die Absatzkrise ist zu einem guten Teil auch ein Problem des qualifizierten Vertriebs. Wenn ich als Uhrenfreund zu einem ausgewiesenen Markenhändler gehe und dann dem vermeintlich qualifizierten Fachpersonal mehr über Uhren und ihre Werke erzählen kann, als ich selbst in Erfahrung bringen könnte, dann gibt das ein trauriges Bild ab. Nur sehr selten habe ich Verkäuferinnen bzw. Verkäufer angetroffen, die mir durch Fachauskünfte und ein qualifiziertes Verkaufsgespräch Lust auf eine Uhr gemacht hätten. Manchmal hat man – um es mal übertrieben zu formulieren – das Gefühl, dass es den Verkäufern völlig wurscht ist, ob sie einem eine Uhr für mehrere tausend Euro verkaufen oder eine Packung Mausefallen. Das muss dringend anders werden. Wer Uhren verkauft, sollte die großen Uhrenzeitschriften, die in Deutschland erscheinen regelmäßig lesen. Nur so tritt man interessierten Kunden qualifiziert gegenüber und kann auch unentschlossenen Kunden vielleicht doch noch Lust zum Kaufen machen. Das trägt dann vielleicht auch einen kleinen Teil dazu bei, die Absatzkrise etwas abzufedern.

  2. Zurzeit gibt es wirklich nur ein paar Handvoll Modelle mit Silbergehäusen. Aristo bietet da was an und der Schmuckhersteller Quinn Scheurle wird demnächst eine kleine Sonderserie mir mechanischem Werk in Umlauf bringen.

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