Swatch Group: Eigenbedarf

Nick Hayek meldet Eigenbedarf an
Nick Hayek meldet Eigenbedarf an

Die Schweizerische Wettbewerbskommission Weko hat am 6. Juni 2011 eine Untersuchung gegen die Swatch Group eröffnet. Diese Untersuchung wurde von Swatch selbst initiiert, da der Uhrenhersteller nicht mehr mechanische Uhwerke und Komponenten an Dritte liefern möchte. Die Untersuchung soll nun feststellen, ob der Lieferausstieg gegen das Kartellgesetz verstößt. Die Weko prüft, ob alternative Bezugsquellen zur Swatch Group bestehen und in welchem Zeitraum diese aufgebaut werden könnten. Die Wettbewerbskommission hat beschlossen, dass die Swatch Group Drittkunden vorerst in vollem Umfang weiter beliefern muss. Im Jahr 2012 kann die Swatch Group die Lieferung mechanischer Uhrwerke auf 85% und von Assortiments auf 95% der Menge, welche 2010 bezogen wurde, reduzieren. Swatch hatte bereits früher angekündigt, nur noch für sich Uhreneinzelteile produzieren zu wollen. Die im September 2009 eröffnete Untersuchung gegen die Eta betreffend der Preiserhöhungen und Änderungen der Zahlungskonditionen mechanischer Uhrwerke kann durch die Ergebnisse der neu eröffneten Untersuchung beeinflusst werden. Deshalb wurde das Verfahren vorläufig eingestellt. Die Eta hat trotz zahlreicher Bemühungen immer noch eine dominante Stellung bei der Belieferung von mechanischen Uhrwerken vor allem im mittleren und gehobenen Preisbereich.

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