Swiss made: Wie viel Uhr muss aus der Schweiz sein

Katharina Studer
von Katharina Studer
am 22. März 2010

swiss-madeIm neuen Markenschutzgesetz will der Schweizer Bundesrat unter anderem neu definieren, wie eine Uhr hergestellt werden muss, damit sie das Label Swiss made tragen darf. Heute muss das Uhrwerk wertmässig zu 50 Prozent aus der Schweiz stammen, zudem müssen Montage und Endkontrolle der Uhr in der Schweiz erfolgen. Die Swissness-Vorlage des Bundesrats sieht nun vor, dass bei Uhren wertmässig mindestens 60 Prozent der ganzen Uhr auf die Schweiz entfallen müssen. Der Uhrenindustrieverband FH will bei mechanischen Uhren sogar 80 Prozent. FH-Präsident Jean-Daniel Pasche gibt an, dass nicht nur die grossen Namen wie die Swatch Group, Richemont und Rolex im Verband den Vorschlag unterstützen würden, wohl auch kleinere seien dafür. „Der Käufer erwartet, dass in einer Schweizer Uhr der Anteil Schweiz überwiegt”, erklärt Pasche. Die Swissness-Vorlage des Bundesrats, die neben der Uhrenbranche insbesondere auch die Nahrungsmittelindustrie und die Bauern betrifft, liegt derzeit bei der Rechtskommission des Nationalrats. In den nächsten Tagen will die Kommission betroffene Unternehmen und Verbände anhören. Wann die stark umstrittene Vorlage schliesslich dem Ständerat vorgelegt wird, ist noch offen.

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