Produkt: Download: Breitling Superocean Héritage II im Test
Download: Breitling Superocean Héritage II im Test
Die Superocean Heritage II gestaltete Breitling ganz neu. Verändert haben sich Lünette, Zifferblatt und Uhrwerk. In der Taucheruhr tickt das Tudor-basierte B20.

Trend: Uhren mit Metallarmband

Ein Überblick über aktuelle Modelle mit Metallband

Metallbänder sind schwerer, teurer und komplizierter an den Armumfang anzupassen als Leder- oder Kautschukbänder. Trotzdem liegen sie voll im Trend. Die folgenden Abschnitte zeigen, warum. Außerdem geben wir Ihnen einen Überblick über aktuelle Uhren mit Metallarmband.

Metallbänder sind Game Changer

Ein Metallband ist nicht nur eine Entscheidung für Robustheit, Wasserfestigkeit oder Langlebigkeit – es verändert auch die Optik einer Uhr ganz entscheidend. Am deutlichsten fällt der Wandel bei Modellen auf, die Jahre oder Jahrzehnte als typische Lederbanduhren bekannt waren. Die TAG Heuer Monaco ist ein perfektes Beispiel: Es gab die 1969 geschaffene Chronographenikone im vergangenen halben Jahrhundert zwar hin und wieder mit Metallband, aber die meiste Zeit präsentierte sie sich doch am Lederband mit einem Hauch von Eleganz.

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TAG Heuer: Monaco
TAG Heuer: Monaco. Edelstahl, 39 x 39 Millimeter, Manufakturkaliber Heuer 02, Automatik, 6.400 Euro

Seit Herbst 2020 gibt es sie (wieder) wahlweise mit einem markanten Stahlgliederband, das ihr zu einem besonders markigen Auftritt am Handgelenk verhilft. Die Optik orientiert sich am komplexen Monaco-Gehäuse: Matte Flächen wechseln sich mit glänzenden Partien ab, und am Rand fallen polierte Fasen ins Auge. 400 Euro Aufpreis kostet das Metallband mit flacher Doppelfaltschließe und Öffnungsdrückern im Vergleich zum bekannten Lederband mit der bekannten einseitig öffnenden Sicherheitsfaltschließe.

Armbänder aus Metall bieten Formenvielfalt

Wenn man spontan an Metallbänder denkt, kommen einem die möglichen Formen überschaubar vor: Wahrscheinlich stellt man sich drei Gliederreihen à la Rolex Oyster-Band vor, und vielleicht hat man vage auch noch fünf- oder gar siebenreihige Konstruktionen im Hinterkopf. Die Wirklichkeit ist jedoch viel variantenreicher.

Zenith: Chronomaster Revival A385
Zenith: Chronomaster Revival A385. Edelstahl, 37 Millimeter, Manufakturkaliber El Primero 400, Automatik, 8.300 Euro

So hat sich Zenith bei neuen Modellen wie der diesjährigen Chronomaster Revival A385 auf sein historisches „Leiterarmband“ zurückbesonnen, das zwar drei Gliederreihen besitzt, aber in der Mitte große Lücken lässt.

Breitling: Chronomat B01 42
Breitling: Chronomat B01 42. Edelstahl, 42 Millimeter, Manufakturkaliber B01, Automatik, Chronometer, 7.900 Euro

Breitling erinnert mit der 2020er Neuauflage seiner Chronomat an das in den Achtzigern verwendete Rouleaux-Band mit runden, durchgehenden Gliedern und Omega greift mit der neuesten Einsatzuhr von Daniel Craig alias James Bond die Tradition des Milanaisebands mit Geflechtstruktur (hier wie das Gehäuse aus Titan gefertigt) wieder auf.

Omega: Seamaster Diver 300M 007 Edition
Omega: Seamaster Diver 300M 007 Edition. Titan, Aluminiumlünette, 42 Millimeter, Manufakturkaliber 8806, Automatik, Chronometer, 9.000 Euro

Nomos dagegen hat das Thema Metallband von Grund auf neu überdacht und vor zwei Jahren für seine sportlichen Modelle eine hochfunktionale und dabei besonders angenehm am Arm liegende Konstruktion mit nahtlos aneinandergereihten Lamellen eingeführt.

Nomos: Tangente Sport Neomatik 42 Datum
Nomos: Tangente Sport Neomatik 42 Datum. Edelstahl, 42 Millimeter, Manufakturkaliber DUW 6101, Automatik, 3.980 Euro

Metallarmbänder sind perfekt für Golduhren

Armbänder aus Edelmetall, vor allem aus Gelb- oder Roségold, sind schon irgendwie speziell: Entsprechende Uhren fallen noch viel mehr auf als Goldmodelle am Lederband; der Preis steigt extrem, da im Armband – das man nach dem Uhrenkauf sogar noch kürzt! – mehr Gold steckt als im Gehäuse; und das Material ist in der Regel deutlich anfälliger für Kratzer als Leder, Kautschuk oder auch Edelstahl. Golduhren am Goldband sind eben ein Statement. Uhren, die eine Sammlung ergänzen. Uhren für seltene Anlässe. Und sicher auch Statussymbole.

Rolex: Submariner
Rolex: Submariner. Gelbgold, Keramiklünette, 41 Millimeter, Manufakturkaliber 3235, Automatik, Chronometer, 34.600 Euro

Wer den Schimmer von Gold liebt, den Preis und die Kratzempfindlichkeit aber in Schach halten will, wählt eine Bicolor-Uhr. Besonders findig zeigt sich die Marke Tudor: Obwohl sie ganz allgemein durch ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt, fragt man sich bei den S&G-Modellen („steel and gold“) aber doch, wieso das Armband mit breiten goldenen Zwischengliedern nur 1.120 Euro Aufpreis zum Leder- oder Textilband kostet.

Tudor: Black Bay Chrono S&G
Tudor: Black Bay Chrono S&G. Edelstahl und Gelbgold, Aluminiumlünette, 41 Millimeter, Kaliber MT5813 auf Breitling-Basis, Chronometer, 6.510 Euro

Die Antwort ist einfach: Es handelt sich um vergoldeten Edelstahl. Das wird klar, wenn man die Uhr von der Seite betrachtet und die stahlfarbenen Flanken der Mittelglieder entdeckt. Eine ebenfalls goldfarbene, aber nicht goldene Lösung bietet Oris: Seit 2020 gibt es hier Bronzeuhren mit Bronzebändern. Andere Hersteller verzichten lieber darauf, die mit Luft und Feuchtigkeit reagierende Kupferlegierung großflächig mit der Haut in Kontakt zu bringen, aber Oris verfolgt das Thema Bronzearmband auch in diesem Jahr weiter.

Oris: Divers Sixty-Five "Cotton-Candy"
Oris: Divers Sixty-Five “Cotton-Candy”. Bronze, Edelstahlboden, 38 Millimeter, Selitta SW 200, Automatik, 2.400 Euro

Das Ergebnis ist eine Uhr, die fast wie ein Roségoldmodell aussieht, aber Vorteile in Sachen Preis und Alltagstauglichkeit bietet. Gewollter Nebeneffekt: Nicht nur die Schale, sondern eben auch das Armband setzt mit der Zeit die für Bronze typische Patina an.

Uhren mit integrierten Metallarmbändern 

Die bisher gezeigten Gliederbänder lassen sich wie Lederbänder montieren – und somit auf Wunsch durch diese ersetzen. Integrierte Metallbänder besitzen dagegen fest mit dem Gehäuse verbundene Anfangsglieder. Zwar gibt es auch für solche Konstruktionen bisweilen Ersatz aus Leder oder Kautschuk. Die gestalterische Basis ist aber immer die Metallbandversion, und sie bietet die größte optische Harmonie. Typische Beispiele für Uhren mit integrierten Metallbändern – und nicht zuletzt deshalb wahre Designikonen – sind die Audemars Piguet Royal Oak und die Patek Philippe Nautilus. Beide wurden in den siebziger Jahren vom Schweizer Designer Gérald Genta entworfen; beide gab es zuerst in Edelstahl; und beide waren trotz des unedlen Materials damals extrem teuer.

Audemars Piguet: Royal Oak
Audemars Piguet: Royal Oak. Edelstahl, 41 Millimeter, Manufakturkaliber 4302, Automatik, 22.900 Euro

Teuer sind sie noch immer, und der Neupreis wird bei Weiterverkäufen noch deutlich überboten. Trotzdem – oder gerade deshalb? – hat Patek Philippe kürzlich für eine Sensation gesorgt: Die Dreizeiger-Nautilus in Edelstahl wird seit diesem Jahr nicht mehr gebaut; dabei war sie erst 2020 mit einem neuen Basiskaliber ausgestattet worden.

Patek Philippe: Nautilus Referenz 5712/1A
Patek Philippe: Nautilus Referenz 5712/1A. 40 Millimeter, Manufakturkaliber 240 PS IRM C LU mit Zeigerdatum, Mondphase und Gangreserveanzeige, Automatik, 38.770 Euro

Die 2004 erstmals vorgestellte Hublot Big Bang ist ebenfalls zu einem Kultmodell avanciert; ein integriertes Gliederband gibt es aber erst seit vergangenem Jahr.

Hublot: Big Bang Integral
Hublot: Big Bang Integral. Titan, 42 Millimeter, Manufakturkaliber, HUB1280, Automatik, 20.700 Euro

Wobei der Modellname „Big Bang Integral“ hier etwas anders auszulegen ist als bei Audemars Piguet oder Patek Philippe: Das Armband ist nicht optisch mit dem Gehäuse verwachsen, aber Hublot hat das erste Bandglied fest mit der Uhrenschale verbunden. Somit kann man zu Servicezwecken das Armband ab dem zweiten Glied entfernen, es aber nicht durch ein Leder- oder Kautschukband ersetzen, wie es bei früheren Metallbändern von Hublot noch der Fall war. Wer eine Big Bang Integral kauft, entscheidet sich für eine – attraktive – Metallbanduhr. ak

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Die Metallarmbänder sind pflegeleicht und sehr hygienisch – klar!
    Aber so ein Teil an der Monaco— brrrrr, geht garnicht!

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  2. Der Klassiker der Armbänder ist und bleibt das Lederband.

    Metallarmbänder haben für mich etwas Proletatisches. Auch die Argumentationslinie, die hier gefahren wird, kann das nur bestätigen. Es sei einfach und sauber etc. Ist etwa eine mechanische Uhr etwas Einfaches?

    In meiner kleinen Sammlung sind die die Metallbänder deshalb limitiert.

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  3. Warum, weil es extrem gut aussieht?

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