UHREN-MAGAZIN: “Kaufberatung rund um die Uhr”

5 Fragen an Thomas Wanka, Chefredakteur UHREN-MAGAZIN

 Redaktion
von Redaktion
am 18. Februar 2015
Thomas Wanka, Chefredakteur UHREN-MAGAZIN
Thomas Wanka, Chefredakteur UHREN-MAGAZIN

Am 20. Februar 2015 erscheint das UHREN-MAGAZIN runderneuert am Kiosk. Was erwartet den Leser, was sind die Beweggründe für die Neugestaltung? Watchtime.net sprach mit UHREN-MAGAZIN-Chefredakteur Thomas Wanka.

Watchtime.net: Das aktuelle UHREN-MAGAZIN ist völlig neu in Format und Darstellung? Was hat Sie dazu bewogen?

Thomas Wanka: 2014 war unser Jubiläumsjahr. 25 Jahre sind für eine Zeitschrift ein stolzer Erfolg. Für Redaktion und Verlag war es aber auch Gelegenheit, einmal über unser Selbstverständnis als Zeitschrift im Zeitalter des digitalen Wandels nachzudenken. Diese Analyse hat schon viel bewirkt. Wir sind im zweiten Quartal in Folge mit dem Verkauf unserer Zeitschrift deutlich erfolgreicher als im Vorjahr, und jeweils mit mehr als tausend Heften. Durch den engen Verbund mit unseren digitalen Aktivitäten auf Watchtime.net haben wir viel mehr Möglichkeiten, das zu analysieren. Wir wissen, welche Themen und Marken auf breite Resonanz stoßen. Beispielsweise ist die Beurteilung und Einschätzung von Marken selbst heute von größerem Interesse. Aber man muss den Leser auch immer mit etwas überraschen, wonach er nicht gesucht hat.

Das UHREN-MAGAZIN erscheint ab sofort in kompakter und übersichtlicher Gestaltung.
Das UHREN-MAGAZIN erscheint ab sofort in kompakter und übersichtlicher Gestaltung.

Wie profitiert der Leser von diesen Erfahrungen?

Wir können uns durch vorherige Analysen besser in den Leser hinein denken und sind weniger auf Vermutungen und Bauchgefühl angewiesen. Wer heute eine mechanische Uhr kauft, muss sich dafür nicht mehr rechtfertigen. Das war vor 25 Jahren anders. Heute ist das Angebot unglaublich vielfältig, der Käuferkreis ist viel größer, aber auch die Möglichkeit, sich zu informieren. Man muss sich nur einmal die Homepages der Hersteller anschauen oder deren Kataloge. Da gab es früher bestenfalls hektographierte Preislisten. In diesem Umfeld ist unsere Rolle eine völlig neue. Wir wissen, wie wichtig unsere Tests mit eindeutigen Testurteilen sind und wie sehr sie geschätzt werden. Wir ergänzen den reinen Kaufaspekt aber auch um die emotionale Komponente. Beispielsweise mit unseren Testreportagen, die außerhalb unserer Tests unter Laborbedingungen eine stärkere Rolle spielen. Eine mechanische Uhr stellt heute auch die Haltung ihre Trägers zur Schau. Aber hier gibt es viele Codes, und wir helfen unseren Lesern, diese zu entschlüsseln. Auch das gehört zu unserer Kaufberatung rund um die Uhr. Hier hat sich unsere Rolle vollkommen gewandelt.

Auch außerhalb der Redaktion bietet das UHREN-MAGAZIN Unterhaltung dank spektakulärer Testreortagen.
Auch außerhalb der Redaktion bietet das UHREN-MAGAZIN Unterhaltung dank spektakulärer Testreportagen.

Können Sie uns diesen Rollenwechsel genauer beschreiben?

Die Frage ist nicht mehr, ob ich mir eine mechanische Uhr leisten soll, sondern welche? Wir sind der gute Freund des Lesers. Uns fragt er, für welche Uhr er sich entscheiden soll. Das tut er, weil er weiß, dass wir auf allen Messen sind und uns hier den Überblick persönlich verschaffen. Wir wissen, dass der Kaufprozess über viele Monate geht. Die Frage, was gibt es Neues, ist nur der erste Schritt. Diese Neuheiten muss man in den Zusammenhang stellen. Wenn der Leser vor dem Schaufenster eines Juweliers steht, dann stehen wir im Geist neben ihm und können seine Aufmerksamkeit auch auf Uhren richten, die vielleicht gerade nicht in der Auslage sind. Das schaffen unsere Marktübersichten. Diese haben wir in der Auswahl verfeinert. Wenn der Leser dann vor dem Verkäufer steht, und die Uhr endlich selbst in der Hand hat, sind wir wieder bei ihm. Da wir im Jahr über 30 Uhren persönlich testen, können wir ihm zu Marke und Modell Einschätzungen auch im ganz konkreten Einzelfall geben, damit er beim Kauf die richtige Uhr wählt.

Die bewährten Preiskategorien werden jetzt schon in der Newsstrecke abgebildet.
Die bewährten Preiskategorien werden jetzt schon in der Newsstrecke abgebildet.

Wie setzen Sie das im UHREN-MAGAZIN konkret um?

Die Kaufberatung rund um die Uhr ist unser Anspruch und Aufgabe gegenüber dem Leser. Wir haben unsere Heftstruktur weiter verfeinert. Zum Beispiel werden die Kategorien aus unserem Uhren-Preisführer jetzt konsequent visualisiert. Etwa auch in den angesprochenen Marktübersichten. Diese sind ab sofort nicht mehr nach Marken, sondern nach Preisen sortiert. Mehr technischer Aufwand für die Redaktion, aber ein viel schnellerer Zugang für den Leser. Aber nicht alles steht unter dem Preisaspekt. Wir haben die Rubrik “Wissen” klarer definiert und stellen dort unsere technische Kompetenz dem Leser zur Verfügung, ohne erzieherisch zu wirken. Und die aktuellen Hintergrundberichte über das Geschehen in der Uhrenindustrie mit Porträts und Interviews findet sich jetzt in der neuen Rubrik “Journal”. Das UHREN-MAGAZIN ist persönlicher und emotionaler – denn der Uhrenkauf ist wahrlich keine reine Kopfsache. Aber man darf eben den Verstand nicht ausschalten.

Wie sehen Sie den Herausforderungen des digitalen Wandels entgegen?

Wir können in unseren 25 Jahren auf viele “Firsts” zurück blicken. Wir hatten als Verlag die erste Webpräsenz in Deutschland überhaupt. Wir sitzen Tisch an Tisch mit der Watchtime.net-Redaktion. Der UHREN-MAGAZIN-Preisführer war die erste App auf iOS überhaupt zum Thema. Das UHREN-MAGAZIN ist sei dessen Erstvorstellung auf dem iPad vertreten. Wir veranstalten seit 17 Jahren gemeinsam mit dem Focus die Goldene Unruh. Auch das ist erste Online-Leserwahl im Uhrenbereich überhaupt. Dieses Jahr zum 17ten mal. Wir haben jetzt ein digitales Archiv, das man sich über das Abo-Plus-Modell erschließen kann. Wir haben eine ständig wachsende Fan-Gemeinde auf Facebook, wo wir auch Videos produzieren. Ich bin zudem für die Watchstars Awards zuständig. Hier haben wir in Rekordzeit eine internationale Fachjury akquiriert, die weltweit die besten Uhren des Jahres in fünf Kategorien wählt und ausschließlich online zusammen arbeitet. Vor den digitalen Herausforderungen ist uns nicht bange, wir gestalten sie vielmehr.

Die Modelle Submariner, Sea-Dweller und Deepsea stellen sich dem kritischen Vergleich im neuen UHREN-MAGAZIN.
Die Modelle Submariner, Sea-Dweller und Deepsea stellen sich dem kritischen Vergleich im neuen UHREN-MAGAZIN.
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