Uhrenkäufer interessieren sich für Apple Watch

Am 9. März erhofft sich die Öffentlichkeit Details über den genauen Erscheinungstermin und die finale Preisgestaltung der Apple Watch. Das UHREN-MAGAZIN und das Meinungsforschungsinstitut Responsio wollten wissen, wie sehr sich die Käufer mechanischer Armbanduhren für die Apple Watch oder eine andere Smartwatch interessieren. Das Ergebnis ist erstaunlich: Unter den Personen, die im nächsten Jahr mehr als 1.000 Euro für den Kauf einer Armbanduhr auszugeben bereit sind, ist die Kaufabsicht für eine Smartwatch wesentlich höher als in der Gesamtbevölkerung. Und unter den Uhrenliebhabern mit Smartwatch-Ambitionen gibt fast jeder Dritte der Gruppe bis 40 Jahre an, dass er außer der Smartwatch keine andere Uhr mehr benötigen wird. Was die Smartwatch aus seiner Sicht für die Uhrenbranche bedeutet, erläutert Frank-Michael Müller, Geschäftsführer Responsio, im UHREN-MAGAZIN-Interview.

Unter Mechanikuhren-Liebhabern stößt die Apple Watch auf hohes Kaufinteresse.
Unter Mechanikuhren-Liebhabern stößt die Apple Watch auf hohes Kaufinteresse.

UHREN-MAGAZIN: Wer steckt hinter der Firma Responsio?

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Frank-Michael Müller: Seit der Gründung stehe ich für Responsio. In vielen Gesprächen mit der Uhrenindustrie habe ich immer wieder den Wunsch von meinen Gesprächspartnern gehört, dass sie gerne mehr über den Endverbraucher wissen würden. Responsio steht bekanntlich für Antwort und die möchte ich meinen Gesprächspartnern geben.

Frank-Michael Müller, Geschäftsführer Responsio. Das Meinungsforschungsinstitut hat die Daten für die UHREN-MAGAZIN-Umfrage erhoben.
Frank-Michael Müller, Geschäftsführer Responsio. Das Meinungsforschungsinstitut hat die Daten für die UHREN-MAGAZIN-Umfrage erhoben.

UHREN-MAGAZIN: Was ist der so genannte Uhren-Monitor?

Frank-Michael Müller: Der Uhren-Monitor ist die umfassendste Untersuchung über den Uhrenmarkt Deutschland aus Sicht der Verbraucher und wird von Responsio und dem Sinus Institut gemeinsam herausgegeben. Für den Uhren-Monitor führen wir über 2.000 bevölkerungsrepräsentative Interviews und mehr als 5.000 Interviews mit Personen, die bereit sind, mehr als 1.000 Euro für eine Armbanduhr auszugeben. Für mehr als 200 Marken bietet der Uhren-Monitor Informationen über deren Bekanntheit, Beliebtheit, dem Käuferpotential, aber auch zum Besitz. Da wir all diese Informationen im Zusammenhang mit dem Interesse an einer Apple Watch und Smartwatch stellen können, bietet der Uhren-Monitor einen spannenden Blick auf mögliche Veränderungen im Markt.

Unter den jüngeren Käufer gibt beinahe jeder Dritte an, neben einer Smartwatch keine andere Uhr mehr zu benötigen.
Unter den jüngeren Käufer gibt beinahe jeder Dritte an, neben einer Smartwatch keine andere Uhr mehr zu benötigen.

UHREN-MAGAZIN: Welche Bedeutung hat die Apple Watch für die mechanische Uhrenindustrie?

Frank-Michael Müller: Egal wie hoch die Ausgabebereitschaft für Armbanduhren ist, die Apple Watch steht bei vielen Uhren-Aficionados auf dem Wunschzettel. Den möglichen Käufern der Apple Watch ist die Markenbekanntheit und das Design besonders wichtig. Wenn dann so unterschiedliche Marken wie Junkers, TW Steel und Rolex eine hohe Affinität zur Apple Watch aufweisen, dann hat dies sicherlich für Rolex eine weniger gravierende Bedeutung als für günstigere Marken. Eine besondere Herausforderung für die Uhrenbranche ist die hohe Zustimmung zur Aussage “in Zukunft werde ich keine andere Uhr mehr benötigen” in der Gruppe der 20- bis 39-jährigen. Kein Grund für eine Untergangsstimmung, aber auch nicht für “weiter so wie bisher”. Ein klares Markenbild beim Verbraucher wird immer wichtiger.

UHREN-MAGAZIN: Herr Müller, herzlichen Dank für das Gespräch. Vertiefende Details über die Kaufabsichten von Uhren-Liebhabern finden sich in der kommenden UHREN-MAGAZIN-Ausgabe 3.2015, die am 20. März 2015 erscheint.

Die Fragen stellte Thomas Wanka, Chefredakteur UHREN-MAGAZIN.

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