Vacheron Constantin: Les Aérostiers – Handwerkskunst auf dem Zifferblatt | SIHH 2018

Métiers d'Art von Vacheron Constantin: Email und Handgravur

Rüdiger Bucher
von Rüdiger Bucher
am 28. Februar 2018

Die Handwerkskünste (frz. Métiers d’art) spielen bei Vacheron Constantin seit jeher eine große Rolle. In Sachen Gravieren, Guillochieren, Steinesetzen und Emailmalerei hat die Manufaktur großes Know-how und lange Tradition. 2018 bietet die Métiers-d’art-Kollektion Les Aérostiers fünf Modelle mit historischen Heißluftballons.

Vacheron Constantin Les Aérostiers, Modell Versailles 1783
Vacheron Constantin: Les Aérostiers, Modell Paris 1783
Vacheron Constantin: Les Aérostiers, Modell Paris 1784
Vacheron Constantin: Les Aérostiers, Modell Bordeaux 1784
Vacheron Constantin: Les Aérostiers, Modell Bagnols 1795

Jedes dieser Modelle ist einem von fünf frühen Ballonfahrten gewidmet, die Luftfahrtpioniere wie Montgolfier oder Blanchard zwischen 1783 und 1785 in Frankreich durchführten. Jeder Ballon ist getreu historischer Abbildungen nachgebildet. Die Ballons sind nicht flach, sondern dank einer speziellen Stanztechnik reliefartig aufs Zifferblatt aufgebracht und anschließend so fein graviert, dass unterschiedlichste historische Details sichtbar werden: So etwa die Verzierungen der Ballons selbst oder die Besatzungen, die bei der frühesten Fahrt nicht aus Menschen, sondern aus Tieren bestanden.

Vacheron Constantin: Les Aérostiers Versailles 1783 am Handgelenk
Vacheron Constantin: Les Aérostiers Paris 1783 am Handgelenk
Vacheron Constantin: Les Aérostiers Paris 1784 am Handgelenk
Vacheron Constantin: Les Aérostiers Bordeaux 1784 am Handgelenk
Vacheron Constantin Les Aérostiers Bagnols 1795 am Handgelenk

Um den Ballon herum sind die Zifferblätter mit sogenanntem Plique-à-jour-Email verziert. Bei dieser Technik wird das Email ähnlich wie beim Email Cloisonné, das in der Haute Horlogerie bekannter ist, in getrennten Zellen aufgetragen. Im Unterschied zum Cloisonné fehlt beim Plique-à-jour aber der Untergrund, sodass es durchscheinend ist. Im Falle der Aérostiers kann man so den Mechanismus des automatisch angetriebenen Manufakturkalibers 2460 G4/1 erkennen. Dieses Werk, das Vacheron Constantin schon häufiger für kunstvolle Miniaturen auf dem Zifferblatt verwendet hat, zeigt Stunden, Minuten, Wochentag und Datum auf vier Scheiben an. So können die Anzeigen an den Rand des Zifferblatts verlagert werden und das in der Mitte sichtbare Kunstwerk wird nicht durch Zeiger gestört. Jedes der fünf Modelle im Weißgoldgehäuse ist mit der Genfer Punze ausgezeichnet und auf fünf Stück limitiert; der Preis beträgt pro Uhr 149.000 Euro. buc

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