Vacheron Constantin: Patrimony Contemporaine Ultraflach Kaliber 1731

Flache Schale, voller Klang

Alexander Krupp
von Alexander Krupp
am 30. September 2013

Mit der Patrimony Contemporaine Ultraflach Kaliber 1731 stellt Vacheron Constantin die zurzeit flachste Minutenrepetitionsuhr mit dem flachsten Uhrwerk dieser Gattung vor. Nur 8,09 Millimeter hoch baut das 41 Millimeter große Rotgoldgehäuse, das sogar einen Saphirglasboden bietet. Möglich wird die flache Bauweise, weil das neue Handaufzugskaliber 1731 bei einem Durchmesser von 32,8 Millimetern mit einer Höhe von 3,9 Millimetern auskommt. 265 Komponenten beinhaltet der extraflache Antrieb, der komplett im eigenen Haus hergestellt wird. Trotz der geringen Bauhöhe bekam das Federhaus so viel Platz, dass sich eine hohe Gangautonomie von 65 Stunden realisieren ließ. Außerdem trägt das Werk die Genfer Punze als Zeichen seiner feinen Verarbeitung und Verzierung. Seit April dieses Jahres verfügt Vacheron Constantin sogar über ein eigenes Atelier, das alle erforderlichen Tests zur Vorbereitung auf die begehrte Zertifizierung durchführt. Das neue Werk ein weiterer Schritt auf dem Weg zur 100-prozentigen Manufaktur: Die 258 Jahre alte Marke will in einigen Jahren nur noch eigene Kaliber verwenden und diese ausnahmslos mit der Genfer Punze versehen lassen.

Vacheron Constantin: Patrimony Contemporaine Ultraflach Kaliber 1731
Vacheron Constantin: Patrimony Contemporaine Ultraflach Kaliber 1731

Vacheron Constantin: Die derzeit flachste Minutenrepetition
Vacheron Constantin: Die derzeit flachste Minutenrepetition

Seine erste Minutenrepetition hat Vacheron Constantin bereits 1810 gebaut. Für das aktuelle Modell waren vier Jahre Forschung und Entwicklung nötig. In dieser Zeit ersannen die Techniker eine neuartige Anordnung der Tonfedern. Diese liegen nun übereinander statt nebeneinander und sind mit dem Gehäusemittelteil verbunden, um den Klang zu verstärken. Die wenigen Meisteruhrmacher, die bei Vacheron Constantin Minutenrepetitionen zusammenbauen, haben mindestens 15 Jahre lang in anderen Ateliers gearbeitet und sammelten anschließend zwei Jahre lang Erfahrung in dieser schwierigsten aller Komplikationen. Jeder von ihnen vollendet ein Werk innerhalb von drei bis sechs Monaten, bevor die Schlagwerkspezialisten der Manufaktur den Klang prüfen und nochmals feinjustieren. Das hohe Maß an Handarbeit und Entwicklungszeit lässt sich Vacheron Constantin mit 327.300 Euro bezahlen. Die Patrimony Contemporaine Ultraflach Kaliber 1731 ist nicht limitiert und wird auf normalem Wege über Juweliere verkauft; sie lässt sich jedoch aus Kapazitätsgründen nur in geringen Stückzahlen produzieren. ak

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