Vaucher Manufacture Fleurier und CSEM: Neuer Gangregler

Sie wollen in die Geschichte der Uhrenindustrie eingehen, indem sie die traditionelle Schweizer Ankerhemmung ersetzen: Die Vaucher Manufacture Fleurier (VMF) und das private Forschungs- und Entwicklungsinstitut CSEM, welches die Silicium-Technologie in hohem Maße beherrscht, haben einen neuen mechanischen Regler, der eine außergewöhnlich lange Gangreserve nach sich ziehen soll, entwickelt. Er ist das Ergebnis einer Partnerschaft, die schon länger als sieben Jahre währt.

Der neue Gangregler von Vaucher Manufacture Fleurier und CSEM

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Das CSEM entwarf ein Konzept für einen mechanischen Gangregler, bei dem sowohl im Bereich der Hemmung als auch beim Oszillator flexible Strukturen zum Einsatz kommen. Der Vorteil liegt darin, dass dieses System den Energieverbrauch des Uhrwerks drastisch senkt. Realisieren lässt es sich durch die Verwendung von Silicium, ein Material, das präzise mechanische Bewegungen verschleißfrei und ohne die Verwendung von Schmiermitteln ausführt. Reibungsfreie Drehzapfen werden mit flexiblen Gelenken kombiniert. Das Ergebnis: Das Uhrwerk muss nur noch einmal im Monat aufgezogen werden.

Der neue Regler soll nun industriell erprobt werden. VMF plant, in etwa drei Jahren die ersten Uhrwerke herauszubringen. Der in ein besonderes Kaliber zu integrierende Gangregler soll eine bestimmte Zeit der Schwestermarke Parmigiani Fleurier vorbehalten bleiben. Danach soll das System auch anderen Herstellern zur Verfügung stehen und Kaliber antreiben, die speziell zu seiner Aufnahme entwickelt wurden. MaRi

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