Wecker

Komplikationen: Uhren mit Alarmfunktion

 Redaktion
von Redaktion
am 23. Mai 2011
Machte die Armband-Wecker berühmt: eine Vulcain Cricket von 1947
Machte die Armband-Wecker berühmt: eine Vulcain Cricket von 1947

Eine Uhr mit integriertem Wecker kann uns aus den Träumen reißen oder an einen wichtigen Termin erinnern. Mit seiner geräuschvollen Funktion ist der Armbanduhren-Wecker ein nützlicher Begleiter.

Der erste Armbandwecker wurde bereits 1914 von Eterna vorgestellt. Jedoch wurden zu dieser Zeit meist noch Taschenuhren getragen und so konnte sich der Armbandwecker nicht druchsetzen. 1947 löste Vulcain mit der Cricket einen regelrechten Wecker-Boom aus.
Den Uhrmachern von Vulcain war es gelungen, einen lauten Weckton zu erzeugen, indem mit doppelten Böden gearbeitet wurde. Der innere der beiden Böden dient als Membran, der äußere ist mit Löchern versehen und verstärkt den Schall. Er sorgt außerdem dafür, dass der innere Boden frei schwingen kann. Mit diesem System war es möglich, wasserdichte Gehäuse zu bauen. Die Uhr wurde unter dem Namen „Grille“ bekannt.

Uhren mit Alarmfunktion bieten eine nützliche und technisch anspruchsvolle Komplikation

Zur voreingestellten Uhrzeit schlägt ein Hammer gegen einen Teil des Gehäuses. Der Hammer steht unter Spannung und wird von einer zweiten Zugfeder angetrieben. Meist wird der Ton in schneller Folge wiederholt. Dies ruft – je nach Mechanismus – verschiedene Geräusche hervor: vom leisen Schnarren, über ein Rasseln bis hin zum echten Klingeln.

Meist wird das Läutwerk über eine zusätzliche Krone aufgezogen, die Alarmfunktion eingeschaltet und die Weckzeit eingestellt. Die Lautstärke kann hier stark variieren, denn neben der Mechanik mit zusätzlichem Federhaus, Stellmechanismus und Antrieb für einen kleinen Hammer bereitet vor allem die Geräuschübertragung durch das Gehäuse Probleme. Komfortable Wecker besitzen ein Hilfszifferblatt, um die Weckzeit genau auf Stunde und Minute einzustellen.

Der Fortis Chrono Alarm (6.935 Euro)
Der Fortis Chrono Alarm (6.935 Euro)

 

Der Senator Terminkalender von Glashütte Original in Weißgold (30.900 Euro)
Der Senator Terminkalender von Glashütte Original in Weißgold (30.900 Euro)

 

Der Senator Terminkalender von Glashütte Original kann sogar an einen Termin erinnern, der bis zu 31 Tage in der Zukunft liegt. Mit Krone und Drücker auf der rechten Seite lassen sich die Uhrzeit und das Panoramadatum einstellen. Um den Termin einzustellen und die Alarmfunktion zu aktivieren, werden die Drücker auf der linken Seite verwendet. Bei Erreichen des Termins klingelt der Alarm bis zu einer Minute lang.

Die Master Memovox von Jaeger-LeCoultre in Rotgold (14.800 Euro)
Die Master Memovox von Jaeger-LeCoultre in Rotgold (14.800 Euro)

 

Bei der Master Memovox von Jaeger-LeCoultre erlauben zwei Kronen auf der rechten Gehäuseseite das Einstellen von Uhrzeit, Datum und Weckzeit sowie das Aufziehen der Gehwerke für Zeitanzeige und Wecker.
Das Automatikkaliber 956 liegt hinter einem massiven Boden verborgen, der den Klang der Tonfeder bestmöglich verstärkt.

1957 und 2011: die Heritage Advisor von Tudor (Das neue Modell kostet 4.500 Euro)
1957 und 2011: die Heritage Advisor von Tudor (Das neue Modell kostet 4.500 Euro)

Der Armbandwecker Heritage Advisor zieht seine Inspiration aus einem Uhrenmodell von 1957. Das exklusive Weckermodul setzt die Uhrenmarke Tudor auf ein bewährtes Großserienkaliber auf.
Der Zusatzmechanismus besitzt ein eigenes Federhaus, das im Gegensatz zum Basiswerk von Hand aufgezogen werden muss; die verbleibende Federspannung lässt sich bei der Drei ablesen.
Diese Anzeige wie auch das Zeigerdatum und die On-Off-Indikation für den Wecker sind neu – der betont schlichte Vorgänger von 1957 besaß lediglich vier Zeiger und musste ohne Zusatzanzeigen auskommen.

Die Diver X-Treme Automatik von Vulcain
Die Diver X-Treme Automatik von Vulcain

 

Im Innern der Diver X-Treme Automatic von Vulcain arbeitet das Weckerkaliber Cricket V-21 – der erste Vulcain-Wecker mit Rotoraufzug.

Das 257-teilige Automatikwerk mit zweitem Federhaus für die Weckfunktion tickt– hinter einem massiven Boden – im 44 Millimeter großen Titan-Edelstahl-Gehäuse.

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