Welche Zeigerformen gibt es?

Birnenzeiger, Blattform, Breguet-Zeiger: Wir haben die Übersicht

 Redaktion
von Redaktion
am 30. Dezember 2014

Es gibt so viele verschiedene Zeigerformen wie es Uhren gibt, nur einige wenige Modelle tragen allgemein gültige Namen. Welche Zeigerformen sind die gängigsten und was macht wohlproportionierte Zeiger aus? Eine Übersicht und Antworten gibt der folgende Artikel aus dem UHREN-MAGAZIN Extra Wissen 2015.

Welche Zeigerformen gibt es?

Birnen-Zeiger gibt es in diversen Varianten: schlank...
Birnen-Zeiger gibt es in diversen Varianten: schlank…

...skelettiert...
…skelettiert…

...und schlank.
…und schlank.

Gängige Zeigerformen sind “Poires” mit birnenförmiger Spitze, filigrane “Gothiques” sowie “Dauphines” in schlanker, schlichter Rautenform, die schmale Form “Faden” oder den dominanteren, linearen “Balken”.

Zeigerform Dauphine
Zeigerform Dauphine

Zeigerform Obelisque
Zeigerform Obelisque

Bisweilen sind sie so verschnörkelt, dass sie manchmal sogar klangvolle, eigene Namen tragen wie “Orientales Fantaisies”, “Serpentines”, “Fleur de Lys” oder “Louis XV”.

Zeigerform Louis XV
Zeigerform Louis XV

Zeigerform orientalisch
Zeigerform orientalisch

Formen wie “Lancette” – spitz zulaufend, mit abgerundeten Flanken – und “Losange” – mit deutlichem Wendepunkt zur Spitze hin – sind sich sehr ähnlich und nur in kleinen Details voneinander zu unterscheiden.

Zeigerform Lancette
Zeigerform Lancette

Zeigerform Losagne
Zeigerform Losagne

Die Namen der Zeigerformen beschreiben also entweder deren Optik oder geben Hinweise auf ihren Schöpfer. Dabei tut sich wieder einmal der Großmeister der Uhren-Historie hervor: Nach Abraham Louis Breguet sind bis heute beliebte und gern benutzte Zeiger benannt, deren prägnantes Merkmal eine durchbrochene Scheibe vor dem letzten Drittel des Zeigers ist. Solche Zeiger, bei denen die Spitze optisch durch ein Element – einen Kreis, ein Quadrat oder ein Ornament – abgesetzt ist, waren Ende des 19. Jahrhunderts sehr beliebt. Heute bestücken die schlichten und sehr gut ablesbaren Zeiger die meisten Breguet-Modelle oder finden bei Vintage- und klassisch anmutenden Uhren gerne Verwendung.

Die populären Breguet-Zeiger gibt es</br>in vielen Varianten.
Die populären Breguet-Zeiger gibt es
in vielen Varianten.

Sie sind nach Uhrmachermeister</br>Abraham Louis Breguet benannt.
Sie sind nach Uhrmachermeister
Abraham Louis Breguet benannt.

Allen Breguet-Zeigern gemeinsam ist die durchbrochene Scheibe im letzten Drittel.
Allen Breguet-Zeigern gemeinsam ist die durchbrochene Scheibe im letzten Drittel.

Zeigerformen mit optisch abgesetzter Spitze sind seit gut 100 Jahren beliebt.
Zeigerformen mit optisch abgesetzter Spitze sind seit gut 100 Jahren beliebt.

Wie sieht ein wohlproportionierter Zeiger aus?

Gemeinsam sind den verschiedenen Zeigern ihre Proportionen: Allgemein heißt es, der Stundenzeiger solle ein Drittel kürzer und ein Fünftel breiter sein als der Minutenzeiger. Der Sekunden- und Stoppsekunden(Chronographen-)zeiger sind in der Regel mit einem Gegengewicht versehen, um sie auszuwuchten; bei den viel langsameren Minuten- und Sekundenzeigern ist ein Gegengewicht hingegen meist rein dekorativer Natur.

Feuille-Zeiger
Feuille-Zeiger

Kathedral-Zeiger
Kathedral-Zeiger

Die Variationsmöglichkeiten sind außerordentlich vielfältig: Zeigerhersteller bieten in ihren Kollektionen abertausende verschiedener Designs an. Dennoch werden die Kunden im Angebot häufig nicht fündig, sodass Zeiger maßgefertigt werden.

Dieser Beitrag stammt aus dem UHREN-MAGAZIN Extra Wissen 2015, das am 14. November 2014 erschienen ist.

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