19. September 2017

Chopard Uhren

Chopard wurde 1860 von Louis-Ulysse Chopard im Schweizer Juraort Sonvilier gegründet. 1963 kaufte Karl Scheufele Chopard. Das Uhren- und Schmuckunternehmen ist seither im Besitz der Familie Scheufele.

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Louis-Ulysse Chopard, Sohn eines Bauern aus dem Örtchen Sonvilier im Schweizer Jura und Uhrmacher, gründete 1860 seine „Fabrique des montres L.U.C – L.U. Chopard“. Louis-Ulysse Chopards Manufaktur stellte Schmuck- und Präzisionsuhren her, die auch im Ausland Absatz fanden. Berühmtester Kunde war Zar Nikolaus II.

Zu dieser Zeit wuchs Karl Gotthilf Scheufele nach dem frühen Tod seiner Eltern in einem Waisenhaus in Pforzheim auf. Er lernte das Uhrmacher-Handwerk und arbeitete anschließend als Handelsvertreter. Diese Erfahrungen halfen ihm, als er im Jahr 1904 sein eigenes Unternehmen gründete: Unter dem Markennamen ESZEHA, der lautmalerischen Schreibweise der Anfangsbuchstaben seines Namens, produzierte Karl Gotthilf Scheufele Schmuck.

Am Knotenpunkt der Unternehmensgeschichten stehen die Enkel der Gründer: 1963 übernahm Karl Scheufele die Uhrmacherwerkstatt von Paul-André Chopard. Nach ihrer Verbindung erwartete die beiden Familienbetriebe ein völlig neuer Abschnitt ihrer Geschichte. Unter der Marke Chopard produzierte das Haus Scheufele Schmuck, der immer wieder Auszeichnungen erhielt. 1974 entstand ein neues Firmengebäude in Genf-Meyrin, rasch folgten die ersten Niederlassungen in Paris und New York.

Zehn Jahre später trat die nächste Generation in die Firmenleitung ein: Karl-Friedrich Scheufele und seine Schwester Caroline Gruosi-Scheufele wurden neben ihrem Vater Vize-Präsidenten von Chopard. Der Goldschmied und Uhrmacher Karl-Friedrich begeisterte sich für Oldtimer und machte Chopard zum Partner der Mille-Miglia-Rennen. Als Zeichen der Verbindung entstand 1988 die gleichnamige Uhren-Kollektion „Mille Miglia“. Die Gemmologin Caroline nahm sich von Anfang an der Schmuckproduktion des Hauses an. Sie entwarf die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes neu und machte Chopard zum Partner des alljährlichen Festivals. Karl-Friedrich Scheufele setzte seinen Plan, eigene Uhrwerke zu produzieren in die Wirklichkeit um und engagierte den Uhrmacher und Konstrukteur Michel Parmigiani. 1995 konnte Chopard die ersten Prototypen des Werks L.U.C 1.96 präsentieren. Bereits ein Jahr später lief die Produktion in der neugegründeten Manufaktur in Fleurier an. Karl-Friedrich Scheufeles Investitionen machten sich bezahlt. Die ehemalige Prototypen-Schmiede entwickelte sich zur Manufaktur für C.O.S.C.-zertifizierte Chronometerwerke. Diese heißen L.U.C, nach dem Firmengründer Louis-Ulysse Chopard. 2001 wurden Karl-Friedrich Scheufele und Caroline Gruosi-Scheufele Co-Präsidenten von Chopard. In Genf-Meyrin baut Chopard mittlerweile Uhrwerke, die sowohl mit Chronometer-Zertifikat als auch mit Genfer Siegel ausgezeichnet sind. Hier stehen auch die unternehmenseigenen Anlagen zur Produktion von Edelstahlgehäusen, Werkzeugen und Goldlegierungen. Über 40 verschiedene Handwerksberufe üben die Mitarbeiter in den Produktionsstätten Fleurier, Meyrin und Pforzheim insgesamt aus. Eine besondere Klasse stellen die Chopard-Werke mit dem Gütesiegel Qualité Fleurier dar. Im Jahr 2008 gründete Chopard eine eigene Rohwerkeproduktion namens Fleurier Ebauches. Diese Tochter der Chopard-Gruppe kümmert sich um die Entwicklung und Industrialisierung bezahlbarer Werke. Nach und nach sollen die meisten Chopard-Uhren von Eta-Werken auf solche von Fleurier Ebauches umgestellt werden.

Die wichtigsten Modelle von Chopard

Mille Miglia

Die legendäre Rallye „Mille Miglia“ führt nach dem Start in Brescia 1000 Meilen durch Italien. Von 1927 bis 1957 waren halsbrecherische Überholmanöver und Unfälle an der Tagesordnung. Seit der Wiederbelebung als Oldtimer-Ausfahrt geht es ab 1988 nur noch um Zuverlässigkeit und Präzision. Stets als Sponsor und Teilnehmer an Bord: Chopard, denn als Eigentümer klassischer Fahrzeuge begeistern sich die Scheufeles seit Langem für diesen eleganten Sport. Jeder Fahrer kann sich ein Exemplar der jährlich neu gestalteten Mille-Miglia-Uhr ans Handgelenk schnallen. Bei der ersten Auflage von 1988 handelte es sich um einen Ein-Drücker-Chronographen mit Eta-Quarzkaliber und Minutenzähler bei der Sechs. Um das Zifferblatt wand sich eine Tachymeterskala.

Happy Diamonds

Beim Premierenmodell der Happy Diamonds von 1976 handelte es sich um eine Herrenuhr mit 18-karätigem Weißgoldgehäuse und -armband. An eine Serienproduktion und die Entwicklung hin zu einer beispiellosen Erfolgsstory hatte im Hause Chopard niemand zu denken gewagt. Vielmehr ging es um ein Schaustück für den Designpreis „Goldene Rose von Baden-Baden“. Hierfür hatte Chopard-Präsident Karl Scheufele unter seinen Produktgestaltern einen internen Wettbewerb ausgerufen. Sieger war Ronald Kurowski, den ein Wasserfall im Schwarzwald zu dieser schwer realisierbaren Kreation inspiriert hatte. Nachdem die Jury dieses Modell zum interessantesten Entwurf des Jahres 1976 gekürt hatte, „musste“ Chopard in die Serienproduktion einsteigen und lanciert bis heute zahlreiche Modellvarianten auf deren Zifferblätter Diamanten frei umhertanzen.

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