5 Fakten über Tutima Glashütte

Berühmter Fliegerchronograph, erste Minutenrepetition, Tempostopp und und noch mehr Wissenswertes über die Glashütter Uhrenmarke

Thomas Wanka
von Thomas Wanka
am 23. Februar 2018

Die deutsche Traditionsmarke Tutima stammt aus dem sächsischen Glashütte, war aber schon früh in Westdeutschland und international erfolgreich. Nach der Wiedervereinigung kehrte die Marke nach Glashütte zurück und zählt neue Meilensteine zu ihren Erfolgen.

Fakt #1 über Tutima: Am Beginn stand die Rettung von Glashütte

Das historische UROFA-Gebaäude in Glashütte.
Das historische UROFA-Gebaäude in Glashütte.

Nach dem Ersten Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise geriet die Glashütter Uhrmacherei an den Rand des Ruins. Hier hatte man weiter auf Taschenuhren gesetzt, und den Siegeszug der Armbanduhr ignoriert. In dieser Situation finanzierte die Girozentrale Sachsen den Aufbau der UROFA (Uhren-Rohwerk-Fabrik Glashütte AG) sowie der UFAG (Uhrenfabrik Glashütte AG). Initiator war Dr. Ernst Kurtz, der auch die Leitung übernahm. Die industrielle Fertigung von Armbanduhren rettete damals den Standort Glashütte.

Fakt #2 über Tutima: Der Name Tutima entstand als Prädikat

Das historische Tutima Logo.
Das historische Tutima Logo.

Die Armbanduhren aus Glashütte konnten sich erfolgreich am Markt behaupten. In den Dreißigern beschäftigte die UROFA-UFAG bereits 1.000 Mitarbeiter in Glashütte. Die besten Modelle aus der Produktion erhielten das Prädikat “Tutima” – abgeleitet vom lateinischen Wort “tutus” für “sicher”. Eine Uhrenmarke war geboren.

Fakt #3 über Tutima: Der Fliegerchronograph von 1941

Der Tutima Fliegerchronograph von 1941.
Der Tutima Fliegerchronograph von 1941.

In den 1940er-Jahren entwickelte Dr. Ernst Kurtz einen Fliegerchronographen für die Luftwaffe. Dessen Kaliber 59 ermöglichte dank einer sogenannten “Flyback”- (diese hieß damals “Tempostopp”, siehe Fakt 5) Funktion das sofortige Rückstellen des Chronographen, ohne ihn zuvor zu stoppen. In einer Werbebroschüre für die Uhr bildete Tutima 1989 den Fliegerchronographen von 1941 ab, im Text hieß es: “Deutschlands erster Armbandchronograph war eine Tutima. Dieser Tutima Fliegerchronograph wurde Anfang der 1940er-Jahre in Glashütte entwickelt und gehörte zur Standardausrüstung der damaligen Luftwaffe.” Die Uhr wurde zum Sinnbild von Tutima und mit dieser Tradition der Fliegeruhren begründete sie ihren Ruf im Westen und international. Die Serie Tutima Grand Flieger bezieht sich heute auf diesen historischen Fliegerchronographen.

Fakt #4 über Tutima: Die erste Minutenrepetition aus Glashütte

Die Minutenrepetition Hommage von Tutima in Platin

Die Rückkehr nach Glashütte begleitete ein Paukenschlag. Tutima präsentierte mit der Hommage eine Minutenrepetiton. Nicht nur eine der schwierigsten Komplikationen überhaupt, sondern auch die erste Minutenrepetiton aus Glashütte. Der Unruhkloben ist von Hand mit einem Notenschlüssel graviert. Das Thema Musikalität spielt bei Tutima eine besondere Rolle: Für die Einstellung der aus einer speziellen Stahllegierung gefertigten Tonfedern auf Basis des Kammertons A und des hohen C kooperierten die Entwickler mit dem Institut für Musikinstrumentenbau an der TU Dresden. Musik war schon für Ernst Kurtz von besonderer Bedeutung: Der überzeugte Anthroposoph soll nur Lehrlinge aufgenommen haben, wenn diese ein Instrument spielten oder zumindest bereit waren, eines zu erlernen.

Fakt #5 über Tutima: Tempostopp – Die Rückkehr des Kalibers 59

Die Tempostopp von Tutima aus Glashütte setzt auf ein klassisches Desing und lässt das Kaliber des ersten deutsche Flyback-Chronographen wieder auferstehen.
Die Tempostopp von Tutima aus Glashütte lässt das Kaliber des ersten deutschen Flyback-Chronographen wieder auferstehen.

Der Tutima Fliegerchronograph aus den 1940er-Jahren ist von Liebhabern gesucht und führte 2017 zur erfolgreichen Neuauflage dieses Fliegerchronographen. Das Modell Tempostopp mit dem komplett aus eigener Fertigung stammenden Handaufzugchronographenkaliber T659 ist eine Reminiszenz an das Glashütter UROFA-Kaliber 59 aus den 1940er-Jahren, das für den historischen Tutima Fliegerchronographen entwickelt wurde und ihn zum ersten deutschen Chronographen mit Tempostopp und Additionsstopp machte. Als Tempostopp wurde damals die heute als Flyback-Funktion bekannte Eigenschaft bezeichnet, dank derer der Chronograph ohne vorheriges Stoppen auf Null gestellt und sofort wieder neu gestartet werden kann. tw

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