Produkt: Download: IWC Pilot’s Watch Chronograph Spitfire im Test
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Bronze, grünes Zifferblatt, neues Manufakturwerk: Ist die Pilot's Watch Chronograph Spitfire die beste Fliegeruhr von IWC? Chronos hat sie getestet.

5 Fakten über Tutima Glashütte

Berühmter Fliegerchronograph, aktuelles Einstiegsmodell, Chronograph Tempostopp und mehr Wissenswertes über die Glashütter Uhrenmarke

Tutima steht für robuste, sportliche Uhren mit einer typisch deutschen DNA. Die Uhren sind für spezielle Anforderungen wie Fliegen oder Tauchen konzipiert und strahlen alle etwas Kraftvolles aus; selbst dann, wenn es sich um eher elegante Modelle handelt. Die Marke befindet sich seit 1960 im Besitz der aus Norddeutschland stammenden Familie Delecate. Bekannt geworden ist Tutima vor allem durch seine militärischen Chronographen. Die einst in Glashütte gegründete und später in Westdeutschland wieder aufgebaute Marke kehrte 2011 nach Glashütte zurück und baut seitdem auch Manufakturwerke. Heute gliedert sich das Produktangebot in fünf recht unterschiedliche Modelllinien: Saxon One, M2, Grand Flieger, Sky sowie Goldmodelle wie Patria, Hommage und Tempostopp.

Fakt #1 über Tutima: Am Beginn stand die Rettung von Glashütte

Das historische UROFA-Gebaäude in Glashütte.
Das historische UROFA-Gebaäude in Glashütte.

Nach dem Ersten Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise geriet die Glashütter Uhrmacherei an den Rand des Ruins. Hier hatte man weiter auf Taschenuhren gesetzt, und den Siegeszug der Armbanduhr ignoriert. In dieser Situation finanzierte die Girozentrale Sachsen den Aufbau der UROFA (Uhren-Rohwerk-Fabrik Glashütte AG) sowie der UFAG (Uhrenfabrik Glashütte AG). Initiator war Dr. Ernst Kurtz, der auch die Leitung übernahm. Die industrielle Fertigung von Armbanduhren war damals mitentscheidend für die Rettung des Standorts Glashütte.

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Fakt #2 über Tutima: Frische Farben

Tutima: Flieger mit grauem Farbverlaufszifferblatt
Tutima: M2 Seven Seas mit gelbem Zifferblatt
Tutima: M2 Seven Seas mit orangefarbenem Zifferblatt
Tutima: Grand Flieger Airport mit Dégradé-Zifferblatt in Grün

In den letzten Jahren hat Tutima seine Kollektion durch frische Farben verjüngt. Zunächst erhielten Modelle aus den Kollektionen Flieger und Sky rote, blaue und grüne Zifferblätter. Blaue Zifferblätter gibt es auch bei der M2 und der Patria. Die 2021er Trendfarbe Grau ziert das Gesicht der Ende 2020 vorgestellten neuen Flieger. Und im Frühjahr 2021 spendierte Tutima der M2 gelbe und orangefarbene Zifferblätter.

Fakt #3 über Tutima: Der Fliegerchronograph von 1941

Der Tutima Fliegerchronograph von 1941.
Der Tutima Fliegerchronograph von 1941.

In den 1940er-Jahren entwickelte Tutima unter der Leitung von Dr. Ernst Kurtz einen Fliegerchronographen für die Luftwaffe. Dessen Kaliber 59 ermöglichte dank einer sogenannten “Flyback”- (diese hieß damals “Tempostopp”, siehe Fakt 5) Funktion das sofortige Rückstellen des Chronographen, ohne ihn zuvor zu stoppen. In einer Werbebroschüre für die Uhr bildete Tutima 1989 den Fliegerchronographen von 1941 ab, im Text hieß es: “Deutschlands erster Armbandchronograph war eine Tutima. Dieser Tutima Fliegerchronograph wurde Anfang der 1940er-Jahre in Glashütte entwickelt und gehörte zur Standardausrüstung der damaligen Luftwaffe.” Die Uhr wurde zum Sinnbild von Tutima und mit dieser Tradition der Fliegeruhren begründete sie ihren Ruf im Westen und international. Die Serie Tutima Grand Flieger bezieht sich heute auf diesen historischen Fliegerchronographen.

Fakt #4 über Tutima: Die Manufaktur

Das Tutima-Manufakturgebäude in Glashütte
Handaufzugskaliber 618 der Tutima Patria Power Reserve
Eigenentwicklung von Tutima: Kaliber T659 des Flyback-Chronographen "Tempostopp"

2005 kaufte Dieter Delecate das Haus in Glashütte, in dem sich heute die Manufaktur befindet. Hier und in einem weiteren Fabrikationsgebäude in Glashütte findet heute die gesamte Uhrenproduktion statt. Dort entstehen auch eigene Kaliber: In 43 Millimetern großen Roségoldgehäusen bietet Tutima Uhren mit eigenen Werken an, die in der Manufaktur entwickelt und gefertigt werden. Der 2011 vorgestellten ­Minutenrepetition „Hommage“ folgten die Modelle Patria (auch mit zweiter Zeitzone oder Gangreserveanzeige) und Tempostopp (Flyback-Chronograph).

Fakt #5 über Tutima: Der NATO-Chrono

Tutima: Der Chrono aus den 1980er Jahren
Tutima: Der Chrono aus den 1980er Jahren

Anfang der 1980er Jahre schrieb die Bundeswehr einen offiziellen Chronographen für die Luftwaffe aus. Nach ausgiebigen Tests erhielt Tutima den Zuschlag, nicht zuletzt wegen der großflächigen, ins Gehäuse integrierten Drücker, die man auch mit Handschuhen gut bedienen konnte. Sie waren gleichzeitig ein Designmerkmal, das den NATO-Chrono zu einem gut wiedererkennbaren, typischen Tutima-Zeitmesser machte. Der NATO-Chrono gehört bis heute zur Standardausrüstung der Bundeswehr, die in Norddeutschland zwei Werkstätten zur Reparatur dieser Uhren unterhält.

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Produkt: Download: Mühle-Glashütte ProMare Chronograph im Test
Download: Mühle-Glashütte ProMare Chronograph im Test
Chronos hat die brandneue Sportuhr von Mühle-Glashütte, den ProMare Chronograph, auf seine sportlichen und Alltagsqualitäten getestet.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Frage`
    Warum wird nie ueber Tutimas Zeitmesser aus der
    Digital-Aera berichtet?
    Die gehoeren doch auch zur Firmengeschichte.

    Auf diesen Kommentar antworten

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