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Lesedauer 4 Min.

David Candaux DC12 MaveriK: Doppelregulator mit "fliegendem" Differenzial

Mit der DC12 MaveriK und ihrem neuen Handaufzugskaliber setzt der unabhängige Uhrmacher David Candaux auf maximale Präzision. Im Zentrum steht ein Doppelregulator, bestehend aus zwei Unruhn in Verbindung mit einem "fliegenden" Differential.
David Candaux: DC12 MaveriK Vorder- und Rückseite

David Candaux: DC12 MaveriK Vorder- und Rückseite

© David Candaux

Doppelregulator, drei Patente und radikale Freiheit

Mit der DC12 MaveriK präsentiert der unabhängige Schweizer Uhrmacher David Candaux eine seiner technisch ambitioniertesten Kreationen. Das Modell kombiniert avantgardistische Mechanik mit klassischer Handwerkskunst aus dem Vallée de Joux und setzt konsequent auf Eigenentwicklungen. Im Zentrum steht das neue Handaufzugskaliber C30, das vollständig im Atelier von David Candaux konstruiert und gefertigt wird und eine Gangreserve von rund 58 Stunden bietet. Das Atelier befindet sich in Le Solliat, demselben Ort, in dem auch Meisteruhrmacher Philippe Dufour tätig ist. 

David Candaux: DC12 MaveriK Front

David Candaux: DC12 MaveriK 

© David Candaux

Doppelregulator mit Satelliten-Differenzial

Herzstück der DC12 MaveriK ist ein frei arbeitender Doppelregulator mit zwei unabhängig schwingenden Unruhn, die mit einer Frequenz von 3 Hertz (21.600 A/h) arbeiten. Die Synchronisation erfolgt über ein dreidimensional schwebendes, "fliegendes" Satelliten-Planeten-Differenzial bei 12 Uhr. Dieses System sitzt direkt im Sekundenradtrieb und gleicht Gangabweichungen in Echtzeit aus. Die kleine Sekunde ist direkt in diese Konstruktion integriert und wird damit selbst Teil der sichtbaren Mechanik. Drei neu entwickelte und angemeldete Patente sichern die Innovationen ab. Dazu zählen das fliegende Satelliten-Differenzial mit integrierter Stoßabsorption über eine Spiralfeder, ein neu konzipiertes Sicherheitssystem für den Aufzug sowie eine koaxial geneigte Kronenmechanik, die Aufziehen und Zeigerstellung über eine integrierte Steuerung ermöglicht.

David Candaux: DC12 MaveriK Differential

David Candaux: der Doppelregulator der DC12 MaveriK

© David Candaux

Architektur auf sieben Ebenen

Das Kaliber C30 besteht aus 258 Einzelteilen und ist in einer siebenstufigen, vertikal aufgebauten Architektur konstruiert. Zwei in Serie geschaltete Federhäuser sorgen für eine konstante Energieabgabe über die gesamte Gangdauer. Die beiden Unruhen arbeiten mit variabler Trägheit und Gold-Gewichtsschrauben, um eine besonders feine Feinregulierung zu ermöglichen.

 

 

Hinter dem Glasboden der DC12 MaveriK arbeitet das Handaufzugskaliber C30.

Hinter dem Glasboden der DC12 MaveriK arbeitet das Handaufzugskaliber C30.

© David Candaux

Finissierung auf höchstem Niveau

Brücken und Grundplatine bestehen aus Titan und werden aufwendig von Hand veredelt. Dazu zählen diamantgefräste Kanten, polierte Innenwinkel, klassische Perlierung, geradliniger Schliff sowie eine spezielle „Snow-Grain“-Oberflächenstruktur. Sichtbare Stahlteile sind schwarzpoliert ausgeführt, während der Planetenträger aus satiniertem Titan mit handpolierten Fasen gefertigt wird. Die aufwändige Veredelung ist durch den Saphirglasboden jederzeit einsehbar.

Hinter dem Glasboden der DC12 MaveriK arbeitet das Handaufzugskaliber C30.

Hinter dem Glasboden der DC12 MaveriK arbeitet das Handaufzugskaliber C30.

© David Candaux

Titangehäuse mit integrierter Krone

Das asymmetrische Gehäuse der DC12 MaveriK besteht aus Titan Grade 5 und misst 39,5 mm im Durchmesser bei einer Bauhöhe von 11,7 mm. Die gewölbte Gehäuseform folgt der Linienführung des Werks und soll für eine ergonomische Passform am Handgelenk sorgen. Die sogenannte „Magic Crown“ ist flächenbündig in das Gehäuse integriert und bietet drei Funktionspositionen für Neutralstellung, Zeigerstellung und Aufzug. Die Wasserdichtigkeit beträgt 50 Meter. Mit einem Gesamtgewicht von lediglich 47,8 g bleibt die Uhr trotz ihrer komplexen Konstruktion überraschend leicht. Getragen wird sie an einem handgefertigten Kautschukarmband mit Klettverschluss, das den sportlich-technischen Charakter der MaveriK unterstreicht.

David Candaux: DC12 MaveriK Unruhn

DC12 MaveriK: die beiden Unruhn des Doppelregulators

© David Candaux

Mehrdimensionale Anzeigenarchitektur

Auf der Zifferblattseite kombiniert Candaux mehrere Ebenen. Die Minuterie liegt auf einem zentralen Opalring, während applizierte, dreidimensional ausgeformte Indexe aus Graugold für Tiefe sorgen. Gebläute Stahlzeiger zeigen Minuten und Stunden an. Die bei 12 Uhr sichtbare Mechanik des Satelliten-Differenzials fungiert gleichzeitig als kleine Sekunde. Bei 6 Uhr verweist der Schriftzug „Le Cœur et l’Esprit“ („Herz und Geist“) auf die Philosophie der Manufaktur. Seit der Gründung seiner Marke im Jahr 2017 hat David Candaux bereits mehr als 39 Patente angemeldet. Die DC12 MaveriK steht exemplarisch für seinen Ansatz, klassische Haute Horlogerie mit radikaler technischer Innovation zu verbinden. Sie ist keine Concept Watch, sondern ein vollwertiges Serienmodell, bepreis mit 98.000 Schweizer Franken.

Schweizer Uhren Luxusuhren Uhren über 50.000 Euro

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