5 Fakten über Rolex

Was wissen Sie über Rolex?

 Redaktion
von Redaktion
am 25. Juli 2018

Rolex ist die bekannteste und erfolgreichste Uhrenmarke. Eine Rolex gilt als Statussymbol; man findet sie an den Handgelenken von Uhrenkennern und Sammlern genauso wie an den Armen von Menschen, denen eine einzige gute Uhr fürs Leben reicht. Aber kennen Sie sich wirklich aus? Wir präsentieren fünf Fakten über Rolex, die sogar manch einen Uhrenkenner überraschen werden. Hätten Sie’s gewusst?

Rolex: Werkefertigung, Biel
Rolex: Werkfertigung in Biel

Fakt #1 über Rolex: Extreme Widerstandsfähigkeit

Rolex war Pionier der Armbanduhr, den Durchbruch brachte aber die Oyster mit ihrem Konzept der Wasserdichtheit. 1927 trug die Londoner Schwimmerin Mercedes Gleitze bei ihrem Versuch, den Ärmelkanal schwimmend zu durchqueren, eine wasserdichte, goldene Rolex-Uhr an einem Halsband. Und obwohl Mercedes Gleitze den Versuch nach über zehn Stunden im eiskalten Wasser abbrechen musste, hatte die Uhr dennoch ihren Test bestanden.

Hans Wilsdorf buchte die gesamte Titelseite der Daily Mail am 24. November 1927 als Anzeige für »die Uhr, die den Elementen trotzte«. Die Kampagne der Kanaldurchquerung verschaffte Rolex den Durchbruch und die Firma sucht weiterhin die Partnerschaft mit extremen sportlichen Leistungen. Für die Erstbesteigung des Mount Everest im Jahre 1953 entwickelte Rolex das Uhrenmodell Explorer, das Temperaturunterschiede von bis zu 70 Grad verkraftete. Die neueste Explorer-Auflage ist zur Baselworld 2016 erschienen, mehr dazu hier.

Rolex: Oyster Perpetual Explorer
Rolex: Oyster Perpetual Explorer

Am 23. Januar 1960 tauchte ein am Bathyscaph von Jacques Piccard befestigtes Rolex-Sondermodell 10.916 Meter tief in den Marianengraben. Die Uhr, in einem extrem massiven Gehäuse mit halbkugelförmigem Glas, war dabei auf ihrer Oberfläche dem Druck von einer Tonne ausgesetzt. Anlässlich der Tauchfahrt des US- Filmers James Cameron hatte Rolex 2012 die 51,4 Millimeter große und 28,5 Millimeter dicke Deepsea Challenge (unverkäufliche Spezialuhr, von der vier Exemplare für den Tauchgang gebaut wurden) entwickelt.

Rolex Deepsea Challenge, 2012
Rolex Deepsea Challenge, 2012

Fakt #2 über Rolex: Weitreichende Innovationen

Der von Rolex entwickelte Selbstaufzug machte im Jahr 1931 aus der Oyster eine Oyster Perpetual. Nach Ablauf der Patente entwickelte sich der frei drehende, beidseitig aufziehende Rotor, der die Bewegung des Uhrenträgers nutzt, um über einen Gleichrichter die Aufzugsfeder zu spannen, zum Industriestandard. 14 Jahre später kommt mit der Datejust das augenblicklich um Mitternacht springende Datum in einem Fenster auf dem Zifferblatt bei drei Uhr hinzu.

Rolex: Datejust, Referenz 4467 von 1945
Rolex: Datejust, Referenz 4467 von 1945

Die 1953 lancierte Submariner gilt bis heute als Taucheruhr schlechthin und ist durch das später entwickelte Dreifachdichtungssystem »Triplock« bis 300 Meter wasserdicht.

Rolex: Submariner Referenz 1204 (1953)
1953: Submariner Referenz 6204. Eine ähnliche Uhr kostete 2009 bei Antiquorum 30.000 CHF

Fakt #3 über Rolex: Unabhängigkeit

Werke, Gehäuse, Zifferblätter, Zeiger: Rolex macht alles selbst. Angesichts der hohen Stückzahlen sind viele Fertigungsschritte automatisiert. Rolex beherrscht die hohe Kunst, eine gleichbleibend hohe Qualität für eine sehr große Anzahl an Teilen zu gewährleisten. Rolex stellt auch seine eigenen Goldlegierungen her, beispielsweise „Everose“: ein Roségold, das seine rötliche Farbe auch nach langer Zeit nicht verlieren soll.

Bei Rolex in Biel
Bei Rolex in Biel: Hier entstehen die Werke

Das Unternehmen gilt als größter Goldverarbeiter der Schweiz. Die meisten Produktionsstätten liegen in und um Genf, nur die Werkteile und Werke selbst entstehen in Biel. Auch wirtschaftlich ist Rolex unabhängig und nicht in die Struktur einer Gruppe eingebunden. Die Marke gehört einer Stiftung, der 1944 von Rolex-Gründer Hans Wilsdorf ins Leben gerufenen “Fondation Hans Wilsdorf”.

Fakt #4 über Rolex: Uhren für die Ewigkeit

Rolex verzichtet auf die Herstellung komplizierter Uhren mit Tourbillon oder Minutenrepetition. Das Unternehmen konzentriert sich auf hochpräzise, zuverlässige, langlebige Uhren für den alltäglichen Gebrauch, deren zeitloses Design sich keinerlei kurzfristigen Moden unterwirft. So ist Rolex für seine Ikonen Submariner, GMT-Master, Daytona, Datejust und Day-Date bekannt. Alle wurden vor mehr als 50 Jahren vorgestellt und seitdem nur behutsam in ihrem Design verändert.

Rolex: Submariner Date
Rolex: Submariner Date

So hat sich auch die Gestaltung der Submariner, die seit 1953 auf dem Markt ist, nur wenig verändert. Für viele ist sie die erste Rolex und der Taucheruhren-Klassiker schlechthin.

Die neue Rolex Oyster Perpetual Datejust 41 in Edelstahl mit Weißgold-Lünette
Die auf der Baselworld 2017 vorgestellte Rolex Oyster Perpetual Datejust 41 in Edelstahl mit Weißgold-Lünette

Als perfekte Alltagsuhr gilt die Datejust, und das schon – nur geringfügig verändert – seit 1945. Der Rolex-Klassiker ist wasserdicht, selbstaufziehend, chronometergenau und mit Datumsanzeige ausgestattet.

Rolex: Oyster Perpetual Sea-Dweller
Rolex: Oyster Perpetual Sea-Dweller

Die Sea-Dweller hat Rolex 2017 neu aufgelegt und in dem Zug mit einer Datumslupe ausgestattet. Damit ging die renommierte Uhrenmarke auf Kundenwünsche ein, veränderte aber das Design der Uhr auf einen Schlag stärker als in all den Jahren zuvor. Ist das die richtige Strategie? Der Frage geht der Kommentar von Rolex-Experte Jens Koch nach, den Sie hier lesen können. Auch im Chronos-Test stellt er die neue Version gründlich auf den Prüfstand: Hier können Sie den Testartikel zur Rolex Sea-Dweller von 2017 für 0,99 Euro herunterladen.

Fakt #5 über Rolex: Berühmte Rolex-Träger

Rolex steht in enger Beziehung zu einigen echten Berühmtheiten. Die bekannteste Verbindung ist vermutlich jene zum fiktiven Charakter James Bond. Die Meinungen der Rolex-Sammler gehen auseinander, wann welches Rolex-Modell in welchem Film erschien.

Im ersten James-Bond-Kinofilm (1962) trug der berühmte Agent eine Rolex Submariner. Unter Sammlern wird die Referenz 6538 deshalb bis heute "James Bond Sub" genannt.
Im ersten James-Bond-Kinofilm (1962) trug der berühmte Agent eine Rolex Submariner. Unter Sammlern wird die Referenz 6538 deshalb bis heute “James Bond Sub” genannt.

Ian Fleming selbst, der Autor der Originalbücher, erwähnt nur in einem der 14 Bände eine Rolex Oyster Perpetual, in den anderen Büchern wird lediglich die Marke genannt. Aber es gibt noch weitere Rolex-Uhren, die von Persönlichkeiten getragen wurden und bei Sammlern entsprechend begehrt sind. Dazu gehört zum Beispiel die “Paul Newman Daytona”. Ihre Besonderheit zeigt sich mit dem Zifferblatt: Ein schwarz-weißes Rund, das manchmal auch rote Akzente aufweist. Auch die Daytona aus Paul Newmans besitzt ist wieder aufgetaucht. Am 27. Oktober 2017 versteigerte das Auktionshaus Phillips in New York diese originale Rolex Daytona Paul Newman Referenz 6239 und erzielte damit den Rekordpreis von 17.752.500 US-Dollar. Das sind umgerechnet 15.228.095 Euro beziehungsweise 17.709.894 Schweizer Franken.

Paul Newman und seine Rolex Daytona
Die Rolex Daytona Paul Newman Referenz 6239 ist die teuerste Armbanduhr der Welt
Die Rolex Daytona Paul Newman Referenz 6239 besitzt unverschraubte Drücker und ein Exotic Dial

Damit ist die Rolex Daytona Paul Newman nicht nur die teuerste Uhr der Welt, sondern ersetzt auch die Rolex 6062 “Bao Dai” als teuerste Rolex, die je verkauft wurde. Paul Newman bekam 1972 seine Daytona als Geschenk von seiner Frau Joanne Woodward. Sie ließ in den Gehäuseboden die Worte “Drive Carefully” und “Me” eingravieren

Die Bodengravur der Rolex Daytona Paul Newman Referenz 6239
Die Bodengravur der Rolex Daytona Paul Newman Referenz 6239

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt im Januar 2015.

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4s Kommentare zu “5 Fakten über Rolex”
  1. Ehrlich gesagt, laaangweilt dieses ewige “Was wissen Sie über Rolex?” Fragen, was wissen Sie über Rolex, was wir nicht bereits wissen?!
    Liest sich Ihr Artikel doch eher wie eine weitere Marketing Maßnahme von Rolex zur Weihnachstszeit.
    Kein der Uhren sind für die Ewigkeit. Auch gibt es Uhrenhersteller die wesentlich Innovativer sind. Jedoch versteht es keiner so gut, sich zu verkaufen. Dank den ganzen unzähligen Promis. Und wer zahlt die gigantische Marketing Maschinerie – richtig, der dumme Endverbraucher der doch auch einmal eine Krone tragen möchte – auch wenn sie nur aus Stahl ist, peinlich.
    Was Promis am Handgelenk tragen sollte den Menschen, die nicht in der Öffentlichkeit stehen völlig egal sein, denn die bekommen die Luxusgüter gestellt, wir müssen noch für diesen Unsinn noch tiefer in die Tasche greifen, bei Rolex min. alle zwei Jahre.
    Aber hey, es gibt möglicherweise doch einen Grund eine Rolex zu tragen, die Stiftung. Nur was wird mit dem Geld gemacht?!

  2. Justin

    Was ist die billigste rolex aller Zeiten?

  3. Katharina Studer

    Guten Tag,
    vielen Dank für Ihren Kommentar. Wegen der Inflation ist die Frage schwer zu beantworten. Früher waren die Uhren viel billiger. Jahrelang war die Air-King das Einsteigermodell. Heute ist die günstigste Rolex in Herrengröße die Oyster Perpetual 39 für 5150 Euro.

  4. Hallo allerseits,
    Rolex ist ein Mythos auf der einen Seite und tatsächlich eine absolut robuste und zuverlässige Uhr.Der gute Ruf kommt nicht von ungefähr. Viele verklären die Marke zum Mythos, was die geradezu unvernünftige Anhängerschaft entstehen ließ.
    Toll ist aber, dass die richtige, also gefragte Rolex, auch beim Tragen beständig an Wert zunimmt.
    Es gibt nicht so viele Gebrauchsgegenstände auf der Welt, mit denen man auch noch Geld verdienen kann. Glückerlicherweise hatte ich gerade richtig gekauft und eine GMT-Master II Ref 16710 von ’99, nach 5 Jahren mit 3250€ Gewinn verkauft.
    Jetzt gibt’s die wahre Krone der Uhrmacherkunst: Eine Grand Seiko Springdrive GMT Ref. SBGE027.
    Ich wollte einfach nur eine gute Uhr haben.

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