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Audemars Piguet entwickelt Gold in Camouflage-Optik

Camouflage-Muster sind auch in der Luxuswelt unverändert beliebt. Das Neueste ist nun ein Camouflage-Gold von Audemars Piguet: Durch Sintern verfließt verschiedenfarbiges Gold so, dass das gewünschte Muster entsteht.
Audemars Piguet Camouflage Gold Prototyp Royal Oak
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Audemars Piguet

Polychromes Gold ist die jüngste Erfindung, die Audemars Piguet für sich reklamiert. Dabei handelt es sich um ein mehrfarbiges Gold, das durch einen speziellen Prozess des Sinterns erzeugt wird. Sintern findet vor allem bei der Herstellung von Keramikteilen statt. In diesem Bereich hat Audemars Piguet bereits viel Erfahrung: Schon Ende der Achtziger verwendete die Manufaktur aus Le Brassus dieses Material in ihrer Kollektion Bamboo, 2008 hielt Hightech-Keramik Einzug in die Royal Oak Concept. Im Januar 2024 schließlich präsentierte AP eine mehrfarbige Keramik.

Innovativer Herstellungsprozess

Das bereits patentierte mehrfarbige Gold wird mit einer neuartigen Art des Sinterns produziert: dem sogenannten Spark-Plasma-Sinterverfahren (SPS). Es ermöglicht ein viel schnelleres Sintern, bei dem Gold in Pulverform eingesetzt wird. Die Zeit des Sinterns wird dabei von mehreren Stunden auf wenige Minuten verkürzt. Dieses Verfahren kam bereits bei der mehrfarbigen Keramik zum Einsatz, sodass Audemars Piguet bereits Erfahrung damit sammeln konnte. Um das gewünschte Muster zu erzielen, werden verschiedenfarbige Goldlegierungen getrennt voneinander geschmolzen und zu Pulver verabeitet. Anschließend werden sie in einer runden Graphitform so angeordnet, dass das gewünschte Muster entsteht.

Audemars Piguet Camouflage Gold Prototyp Royal Oak Lunette

Durch ein neuartiges Sintern kann Audemars Piguet verschiedenfarbiges Gold in Pulverform zu einem Muster verschmelzen.

© Audemars Piguet

Danach kommt das Sintern: Durch die Graphitform wird Strom geleitet, der einen rapiden Temperaturanstieg bewirkt. Zusammen mit einem hohen mechanischen Druck entsteht so eine Scheibe, die die Goldtöne in der ursprünglichen Anordnung wieder zum Vorschein bringt. Besonders attraktiv für einen Luxusuhrenhersteller wie Audemars Piguet ist die Tatsache, dass bei jeder fertigen Scheibe ein leicht anderes Muster entsteht, sodass streng genommen lauter Unikate entstehen. Aus einer solchen Scheibe kann sowohl ein Uhrengehäuse, eine Lünette oder Glieder für ein Armband entstehen.

Die erste Uhr

Noch gibt es keine verkaufsfertige Uhr: Die Bilder zeigen einen Prototypen für eine 34 mm große Royal Oak, wie sie gemacht sein könnte. Man darf erwarten, dass AP mit einer Damenuhr starten wird.

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Audemars Piguet Camouflage Gold Prototyp Royal Oak Uhr und Band

In dem patentierten Verfahren lassen sich Gehäuse, Lünetten und Bandglieder herstellen.

© Audemars Piguet

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