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Junghans: Telemeter Edition JF

Elegante, mittelgroße Uhren sind so gefragt wie nie. Retro-Modelle mit dem Charme der Fünfziger passen da perfekt ins Beuteschema. So wie die neue Telemeter Edition TF von Junghans.
Junghans: Telemeter Edition TF
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Junghans

Die Meister Telemeter mit Edelstahlgehäuse und versilbertem Zifferblatt gehört zu den Junghans-Uhren mit einem klaren Bezug auf die Geschichte der Marke. Ihr Vorbild ist ein Junghans-Chronograph von 1951, bei dem die bekannteste deutsche Uhrenmarke erstmals eine Telemeter- und eine Tachymeterskala zusammen aufs Zifferblatt brachte. Jetzt bekommt das Modell eine Schwester: Die Telemeter Edition JF wirkt mit ihrem gelbgoldfarben PVD-beschichteten Gehäuse und dem schwarzen Zifferblatt noch historischer und bringt den Charme der frühen fünfziger Jahre ans Handgelenk.

Eigentlich hätte es diese Uhr nur einmal geben sollen: als Sonderanfertigung für Hannes Steim, den Geschäftsführenden Gesellschafter von Junghans. Steim hatte von der Familie eines verstorbenen Freundes eines der damals seltenen Goldmodelle erworben. Die Uhr gefiel ihm so gut, dass er sie als Einzelstück neu bauen lassen wollte. Allerdings fand das Modell im Haus so viel Anklang, dass man sich kurzerhand entschloss, eine Kleinserie aus 150 Exemplaren zu fertigen.

Junghans Telemeter Edition JF liegend

Hommage an ein seltenes Goldmodell aus den Fünfzigern: Junghans Telemeter Edition JF

© Junghans

Die Retrooptik ergibt sich nicht zuletzt durch das gewölbte Zifferblatt, die vertieften Hilfszifferblätter für den 30-Minuten-Zähler bei 9 Uhr und die kleine Sekunde bei 3 Uhr sowie das ebenfalls gewölbte und entspiegelte Saphirdeckglas. Die namengebende Telemeterskala mit roten Zahlen auf weißem Grund hebt sich deutlich von der ganz außen umlaufenden schwarzen Tachymeterskala ab. Während der Sekundenzählzeiger der Limited Edition knallrot lackiert ist, sind die goldfarben umrahmten Lanzenzeiger und die Stundenzahlen mit umweltfreundlicher Leuchtmasse belegt.

Im Innern des 40,8 mm großen und 12,6 mm hohen Gehäuses befindet sich das automatisch aufziehende Kaliber J880.3. Sein Name erinnert an das 1949 von Junghans eingeführte Chronographenkaliber J88, das die Firma aus Schramberg viele Jahre lang verwendete und mit dem auch der Bundeswehrchronograph von 1955 bestückt war. Beim heutigen Kaliber J880.3 handelt es sich um ein Eta 2892 mit Chronographenmodul 2030 von Dubois Dépraz. Es bietet eine Gangreserve von 42 Stunden. Rhodiumplattiert und mit verschiedenen Zierschliffen und blauen Schrauben ausgestattet, lässt es sich durch den vierfach verschraubten Boden mit Mineralglaseinsatz betrachten.

Die Telemeter Edition TF gefällt Ihnen? Dann schauen Sie sich auch die Meister Chronoscope in Grau an!

Junghans Telemeter Edition TF Soldat

Junghans Telemeter Edition TF: Die rote Telemeterskala sticht heraus

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Den bis 50 m wasserdichten Chronograph trägt man mit einem schwarzen Lederband mit grauer Naht am Arm und befestigt es mit einer Dornschließe, die ebenfsalls aus PVD-beschichtetem Edelstahl gefertigt ist. Mit 2.490 Euro kostet die Telemeter Edition TF genau 100 Euro mehr als das bekannte, unlimitierte Edelstahlmodell.

Tele- und Tachymeterskala: Wie liest man sie ab?

Eine Telemeterskala nutzt das Naturphänomen, dass Licht und Schall unterschiedliche Geschwindigkeiten bei der Überwindung von Distanzen aufweisen. Während Licht einen Kilometer in lediglich drei Millisekunden zurücklegt, benötigt der Schall im Vergleich dazu volle drei Sekunden. Sieht man beispielsweise einen Blitz am Himmel, startet man den Chronographen und hält ihn an, sobald man den Donner hört. Auf der Telemeterskala kann dann die Entfernung des Gewitters abgelesen werden. Ein wichtiges Einsatzgebiet von Chronographen mit Telemeterskalen war die Berechnung der Entfernung von Artilleriegeschossen im Ersten Weltkrieg.

Während die Telemeterskala aufsteigend ist, nehmen die Zahlen auf der Tachymeterskala ab. Denn hier geht es um die Berechnung einer Durchschnittsgeschwindigkeit. Anhand von Streckenmarkierungen wie Leitpfosten am Straßenrand oder 100-Meter-Markierungen an Bahnstrecken kann man, wenn man den Chronographen startet und nach genau einem Kilometer wieder stoppt, auf der Zifferblattskala die Durchschnittsgeschwindigkeit in km/h ablesen.

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