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Lang & Heyne: Anton "Manufaktur Edition"

Lang & Heyne: Anton "Manufaktur Edition"
Lang & Heyne: Anton "Manufaktur Edition"
© Lang & Heyne
Lang & Heyne huldigt nach wie vor der traditionellen sächsischen Uhrmacherkunst, ergänzt sein Angebot an meist klassischen Rotgolduhren aber zunehmend um moderner gestaltete Modelle in kühleren Farben. Das gilt auch für die Manufaktur Edition der rechteckigen Anton, von der nur fünf Exemplare gebaut werden.

Anton der Kühle

Benannt ist die Linie Anton nach dem sächsischen König Anton (1755–1836), der auch den Beinamen "Der Gütige" trägt. Dem neuen Tourbillon von Lang & Heyne möchte man fast den Zusatz "Der Kühle" geben, und zwar im positivsten Wortsinn, denn mit ihrer grauen bis dunkelgrauen Optik unterscheidet sich die Uhr deutlich von den bisherigen Modellen. Zwar steht das fliegende, also einseitig auf der Rückseite gelagerte Minutentourbillon auch hier im Mittelpunkt des Interesses, muss aber mit dem Zifferblatt um die Aufmerksamkeit des Betrachters ringen. Statt eines weißen Emailzifferblatts besteht das Gesicht der Uhr aus einer aufgerauten Grundplatte, die unten aufgeschnitten ist. Ihre Struktur erinnert an bereifte Oberflächen, worauf die französische Bezeichnung "givré" hindeutet. Den Kontrast dazu bildet mit seiner Spiegelglätte das eigentliche, runde Zifferblatt aus schwarzer Keramik. Die römischen Ziffern und Indizes erhöhen den hochwertigen Eindruck dadurch, dass sie zum einen nicht aufgedruckt, sondern lasergraviert sind und somit etwas tiefer liegen als die Zifferblattfläche – zum anderen dadurch, dass sie einen Speziallack des Schweizer Spezialisten Berlac tragen. Die pikeförmigen Zeiger für Stunden und Minuten sind mit einer harten, UV-und temperaturbeständigen HyCeram-Füllung versehen. Für die Darstellung der Sekunden sorgt eine der drei Schrauben des lyraförmigen Tourbillonkäfigs, die eigens zu diesem Zweck thermisch gebläut wurde.

Kaliber IX

Lang & Heyne: Anton "Manufaktur Edition" mit Kaliber IX © Lang & Heyne
Das Tourbillonwerk Kaliber IX wird von Hand aufgezogen und bietet dann 55 Stunden Gangreserve. Es ist wie immer sehenswert, von der Konstruktion mit den vier stufenförmigen Kloben über die erstklassige Finissierung bis hin zu den beiden Brillanten in den unteren Ecken. Schön anzuschauen ist auch die Goldschraubenunruh, die mit gemächlichen 18.000 Halbschwingungen pro Stunde (2,5 Hertz) schwingt. Während das Platingehäuse mit den typischen drei Hörnern die kühle Anmutung des Zifferblatts aufnimmt, sorgt die Zwiebelkrone, die für die fünf Exemplare der Manufaktur Edition mit einem Onyxcabochon verziert wurde, für den unverzichtbaren Schuss Tradition. Das 40 mal 32 mm messende Gehäuse ist bis 30 Meter wasserdicht und wird mit einem Alligatorlederband getragen, das innen mit Haifischleder ausgekleidet ist. Zwischen Dorn- und Faltschließe kann man wählen. Angesichts der dargestellten Eigenschaften ist es nicht verwunderlich, dass die neue Anton mit 190.400 Euro zu den höherpreisigen Zeitmessern von Lang & Heyne zählt. bucEine andere Lang & Heyne, die ebenfalls mit einer kühleren, cooleren Optik überzeugt, finden Sie hier.
Inhalt
Manufakturkaliber Tourbillon Uhren über 50.000 Euro limitierte Uhren-Editionen Deutsche Uhrenhersteller Uhr Handaufzug Luxusuhren Platin Uhr Archiv

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