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Lesedauer 3 Min.

Wenn Tokio Paris zitiert: Die neue G-Shock x Maison Kitsuné Kollaboration

Neue G-Shock-Kollaboration: Die GA-2100 trifft Maison Kitsuné – mit Haussmann-Farben, Fuchs-Details und überraschend viel Zurückhaltung.
Uhr am Handgelenk, G-Shock x Maison Kitsuné

G-Shock x Maison Kitsuné

© Casio G-Shock

G-Shock-Kollaborationen zeichnen sich meist durch eine selbstbewusste Präsenz aus – farbstark, ausdrucksvoll und mit klarer Haltung. Die Zusammenarbeit mit Maison Kitsuné sticht indes mit Nuancen, Architektur und einem warmen Farbgefühl hervor, das mehr Paris als Performance schreit. Basis ist die GA-2100, besser bekannt als „Casioak“. Ein Modell, das sich seit seiner Einführung zu einer Art Einstiegs-Ikone für eine jüngere Generation entwickelt hat: achteckige Lünette, flaches Profil, Carbon Core Guard – funktional, aber anschlussfähig an Mode und Alltag. 

Haussmann als Farbkonzept 

Die Farbpalette dieser Edition ist bewusst zurückgenommen. Ein sandiges Beige dominiert Zifferblatt und Gehäuse, inspiriert von der Haussmann’schen Architektur, die Paris seit dem 19. Jahrhundert prägt. Diese steinerne Einheitlichkeit der Stadt wird hier übersetzt in ein Camaïeu natürlicher Töne. Kontrast entsteht durch Orange: Lünette, Indizes und Details greifen den warmen Schimmer eines Pariser Sonnenuntergangs auf. Kein Neon, kein Signalton – eher das letzte Licht auf breiten Boulevards. Für eine G-Shock bemerkenswert subtil.

Uhr am Handgelenk, G-Shock x Maison Kitsuné

Uhr am Handgelenk, G-Shock x Maison Kitsuné

© Casio G-Shock

Der Fuchs schaut zu 

Maison Kitsuné wäre nicht Maison Kitsuné ohne den Fuchs. Hier erscheint er gleich mehrfach, aber nie plakativ: als Indikator im Sub-Dial bei 9 Uhr, als tonales Detail auf dem Armband und als Gravur auf dem Metall-Gehäuseboden – dort gemeinsam mit dem Markenlogo. Diese Zurückhaltung passt zur Handschrift des Labels, das seit seiner Gründung im Jahr 2002 von Gildas Loaëc und Masaya Kuroki konsequent zwischen Mode, Musik und Kultur vermittelt. Paris und Tokio sind dabei weniger Pole als ein gemeinsamer Denkraum. 

Technik, diskret verpackt 

Technisch bleibt alles beim Bewährten – und das ist durchaus umfangreich. Die GA-2110 ist ein Hybridmodell mit analogen Zeigern und digitalem Display. Weltzeit mit 31 Zeitzonen, Stoppuhr, Countdown-Timer, fünf Alarme, ewiger Kalender und eine doppelte LED-Beleuchtung gehören zum Standard – angetrieben von zwei Batterien (SR726W) mit einer Laufzeit von circa drei Jahren. Die Uhr ist stoßfest, bis 20 bar wasserdicht und dank Carbon Core Guard stabil, ohne klobig zu wirken. Mit 48,5 × 45,4 × 11,8 Millimetern und nur 51 Gramm trägt sie sich leicht, das bio-resin Armband mit Schnellwechselstegen unterstreicht den Alltagsanspruch. 

Casioak mit Pariser Akzent 

Was diese Kollaboration besonders macht, ist nicht eine neue Funktion oder ein radikales Design, sondern die Disziplin. Für eine Marke, die für visuelle Wucht steht, ist das fast schon ein Stilbruch. Die GA-2100 bleibt eine G-Shock – aber eine, die auch zu Wollmantel, Café-Terrasse und Stadtabend passt. Dass Maison Kitsuné dabei nicht versucht, die Uhr in ein Modeobjekt zu verwandeln, sondern ihre utilitäre DNA respektiert, ist Teil des Erfolgs. Es ist eine Übersetzung, keine Überformung. 

Preis und Einordnung 

Mit einem Preis von 180 Euro bleibt die Referenz GA2110MK5A-0102 erfreulich zugänglich. Geliefert wird sie in einer eigens gestalteten Verpackung im gleichen Farb- und Branding-Konzept – ein Detail, das den Anspruch abrundet. Unterm Strich zeigt diese Kollaboration eine bemerkenswerte gestalterische Klarheit: ein souverän gesetzter Akzent zwischen Paris und Tokio, der auf Ausgewogenheit statt Effekte setzt.

Casio G-Shock Casio Uhren bis 1.000 Euro limitierte Uhren-Editionen

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