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Lesedauer 4 Min.

Hands-on: Sinn Spezialuhren 105 UTC

Sinn Spezialuhren: 105 UTC
Sinn Spezialuhren: 105 UTC
© PR
Die neue Modellreihe 105 erscheint einem so markentypisch, als gäbe es sie schon immer in der Sinn Spezialuhren-Kollektion. Dabei ist sie nagelneu, und die 105 UTC vereint dabei als klassischer Zeitmesser zahlreiche Features, wofür das Frankfurter Unternehmen steht.Mit ihrer technisch-sportlichen Anmutung legt sie von vornherein einen souveränen, geradlinigen Auftritt hin. Die Gestaltung ohne jeglichen Schnickschnack ist kompromissloser Funktionalität unterworfen. Kenner der Marke wissen: Das ist keine Ausnahme, sondern Programm.
In einer Zeit, in der farbige Zifferblätter Furore machen, wirkt das strahlend weiße der 105 UTC beinahe exotisch. Dabei ist es ursprünglich und von funktionaler Bestimmtheit, wozu die sauber angeordneten Stunden- und Minutenindizes ebenso beitragen wie die schlichten Zeiger, die allesamt bei Dunkelheit in herrlichem Hellblau leuchten – bis auf einen, den orangefarbenen Skelettzeiger für die Einstellung einer zweiten Zeitzone auf 24-Stunden-Basis. Das heißt, er umrundet das Zifferblatt – im Gegensatz zum Stundenzeiger – nur einmal am Tag. Läuft er in der Grundeinstellung als 24-Stunden-Zeiger mit der Hauptzeit mit, so lässt sich über die Drehlünette ganz schnell eine zweite Zeitzone ausweisen, in dem man diese entsprechend verdreht und die Zeitverschiebung zur Hauptzeit gegenüber dem Zeitzonenzeiger positioniert. Das geht vorwärts und rückwärts, wobei der Sinn Spezialuhren-typische unverlierbare Drehring kernig und perfekt in 24 Schritten rastet. Bei seiner Benutzung spürt man zudem die kompromisslose Qualität der hartstoffbeschichteten Lünette.Natürlich ist auch die Einstellung einer zweiten Zeitzone über den orangefarbenen 24-Stunden-Zeiger möglich. Zu diesem Zweck dreht man die Krone in ihrer mittleren Stellung im Uhrzeigersinn und belässt die Drehlünette in ihrer ursprünglichen Position. Im Gegenuhrzeigersinn kann in gleicher Kronenposition das Datum korrigiert werden. Für diese Aktionen und ebenso zum Handaufzug und zur Zeigerstellung muss man die Krone aus ihrer Verschraubung zwischen den Kronenflanken lösen, was dank ihrer Größe, der groben seitlichen Riffelung und des klaren funktionalen Designansatzes von Sinn Spezialuhren tadellos gelingt.Betrachtet man das etwa 41,5 Millimeter große perlgestrahlt Edelstahlgehäuse von der Kronenseite, springt einem die kantige Sportlichkeit regelrecht ins Auge – allerdings nicht als Scharfkantigkeit. Und die weit nach unten führenden Bandanstöße sorgen für besten Tragekomfort am Handgelenk.

Sportlich unterwegs – die 105 UTC taugt für viele Gelegenheiten

Auf der Rückseite gönnt Sinn Spezialuhren der 105 UTC einen Saphirglas-Schraubboden, was eher selten bei diesem Hersteller vorkommt. Der Boden vermerkt zahlreiche Eigenschaften des Zeitmessers, unter anderem die für ihn durchaus relevante Wasserdichtheit von 20 Bar, die man von einem modernen, sportlichen Zeitmesser gegebenenfalls erwartet.Damit taugt die 105 UTC zum Schwimmen, Segeln oder Surfen, aber auch für diverse Outdoor-Aktivitäten, wie Bergsteigen, Skifahren oder Mountainbiken, unter allen Wetterbedingungen. Sichtbar hinter dem Glas verrichtet dabei das Sellita-Automatikkaliber SW330-1 mit bemerkenswerten Gangwerten seinen Dienst. Schade, dass es mit nachlassender Federspannung etwas nachgeht. In der Praxis scheint das wenig relevant, was das gute Gangergebnis am Handgelenk belegt.
Dort lässt sich die 105 UTC mit dem an unserer Testuhr montierten Silikonband variabel befestigen und zu jeglichen Aktivität mitnehmen. Übrigens kann man mithilfe des orangefarbenen Zeitzonenzeigers auf der Nordhalbkugel und bei Kenntnis des Sonnenstandes grob die Himmelsrichtungen bestimmen: Man richtet einfach das Zifferblatt horizontal so aus, dass der Stundenzeiger (ohne Sommerzeitverstellung) auf die Sonne weist. Der orangene 24-Stunden-Zeiger deutet dann nach Norden. Auf geht’s. MaRi
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