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Lesedauer 4 Min.

Hanhart zeigt sich von zwei Seiten: Taucheruhr Aquasphere in Schwarz und Formuhr Square by Square

Mit der Aquasphere Matte Black und der Square by Square präsentiert Hanhart zwei sehr unterschiedliche Neuheiten: eine professionelle Taucheruhr und eine experimentelle Formuhr in nur sechs Exemplaren.
Hanhart: Neuheiten Aquasphere Black und Square by Square

Hanhart: Neuheiten Aquasphere Black und Prototyp Square by Square

© Hanhart. Collage: WatchTime

Hanhart zeigt im Juli 2026 zwei Neuheiten, die kaum unterschiedlicher ausfallen könnten. Auf der einen Seite steht die Aquasphere Matte Black, eine betont funktionale Taucheruhr mit 42 mm Durchmesser, 300 Metern Wasserdichtigkeit, Keramiklünette und Heliumventil. Auf der anderen Seite präsentiert die Marke aus Gütenbach im Schwarzwald mit der Square by Square eine experimentelle Formuhr, die bewusst außerhalb der gewohnten Hanhart-Ästhetik steht und zunächst nur in sechs Prototypen angeboten wird. Gemeinsam ist beiden Uhren vor allem der Anspruch, technische Alltagstauglichkeit mit einer eigenständigen Gestaltung zu verbinden. 

Aquasphere Matte Black: reduzierte Taucheruhr

Hanhart-Aquasphere-schwarz

Jetzt in Schwarz: die Hanhart Aquasphere

© Hanhart

Die Aquasphere ist Hanharts professionelle Taucheruhrenlinie. Die neue Matte Black setzt auf ein schwarzes Zifferblatt und eine ebenfalls matte schwarze Keramiklünette. Der Auftritt ist zurückhaltender als bei den blauen Aquasphere-Modellen, wie bei diesen setzen aber ein silberfarbenes Rehaut, applizierte Stundenmarkierungen, eine rote Markierung auf der Lünette und eine rote Spitze am Sekundenzeiger gezielte Kontraste.

Das 42 mm große Edelstahlgehäuse (Horn zu Horn 49 mm) baut knapp 13 mm hoch, die Oberflächen sind teils satiniert, teils poliert. Charakteristisch für die Linie sind die in das Gehäuse eingefrästen Bandanstöße, die der Uhr eine markante Seitenansicht geben. Die bis 300 m wasserdichte Uhr besitzt ein Heliumventil, das beim Sättigungstauchen oder bei längeren Aufenthalten in Druckkammern den kontrollierten Druckausgleich ermöglicht.

Die einseitig, nur gegen den Uhrzeigersinn drehbare Lünette besitzt 60 Rastungen, jeder Klick entspricht einer Minute. Zeiger, Indizes und Lünettenmarkierungen sind mit Superluminova C1 GL X2 belegt.

Hanhart-Aquasphere-schwarz-Pilz

1.740 Euro mit Stahlband: Hanhart Aquasphere Black

© Hanhart

Zwei Werke, drei Bänder

Im Inneren arbeitet je nach Produktionsserie entweder ein Sellita SW200-1 oder ein Soprod P024. Hanhart reguliert die Werke, die über eine knappe Gangreserve von 38 Stunden verfügen, in Gütenbach nach eigenen Vorgaben: Im Durchschnitt über sechs Lagen soll die tägliche Gangabweichung zwischen 0 und +8 Sekunden liegen, in den Hauptlagen lässt die Marke keinen Nachgang zu.

Angeboten wird die Aquasphere Matte Black mit drei Bandoptionen. Am schwarzen Hook Strap kostet sie 1.540 Euro, am schwarzen Kautschukband 1.640 Euro und am Edelstahlband 1.740 Euro. Letzteres bietet eine werkzeuglose Feinverstellung an der Schließe; auch die Bänder lassen sich per Schnellwechselsystem tauschen.

Square by Square: Hanhart denkt die Formuhr neu

Hanhart-Square-by-Square-Perlmutt-liegend
Konzeptuhr mit Formgehäuse: Hanhart Square by Square, hier mit Perlmutt-Zifferblatt © Hanhart

Ganz anders tritt die Square by Square auf. Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Münchner Designer Marcus Wiedemann von Studio supercreative, der bereits an der CXD NFT Watch beteiligt war. Ausgangspunkt war ein Beitrag für die Dubai Watch Week x Grail Watch Design Competition, bei der das Konzept das Finale in der Kategorie „Most out-of-the-box, innovative yet viable shaped watch design“ erreichte.

Die Square by Square greift historische Formuhren aus dem Hanhart-Archiv auf, ist aber keine Neuauflage einer konkreten Uhr. Die Gestaltung wurde von gekrümmter Raumzeit und der Geometrie hyperbolischer Paraboloide inspiriert. Entstanden ist ein Gehäuse, das weder rund noch klassisch rechteckig und auch keine reine Kissenform ist. Die Kontur läuft zu den Bandanstößen hin spitzer zu, während die seitlichen Flächen weich gerundet bleiben.

Das Edelstahlgehäuse ist von 12 bis 6 Uhr 40 mm lang, in der Breite von 9 bis 3 Uhr sind es 38 mm, die Höhe beträgt 10,9 mm. Der Abstand von Bandanstoß zu Bandanstoß beträgt nur 32,8 mm, weil die Gehäusespitzen über sie hinaus reichen. Besonders prägend ist das stark gewölbte Saphirglas, das über die Gehäusekanten gezogen ist. Das Gehäuse hat Hanhart mit einer Wasserdichtigkeit bis 100 Meter konstruiert.

Hanhart-Square-by-Square-Pilz

Hanhart Square by Square: Das Gehäuse ragt über die Bandanstöße hinaus.

© Hanhart

Nur sechs Prototypen

Zunächst entstehen lediglich sechs Prototypen: drei mit tiefblauem Sonnenschliff-Zifferblatt und drei mit schimmerndem Perlmuttzifferblatt. Auch Ziffern, Indizes und Zeiger wurden neu entwickelt. Die skelettierten, polierten Zeiger sind mehrfach facettiert und bilden in der 12-Uhr-Position eine langgezogene Raute.

Im Inneren arbeitet das automatische Sellita SW1000-1 b mit 46 Stunden Gangreserve. Auch hier gilt die Hanhart-Regulierung von 0 bis +8 Sekunden pro Tag im Durchschnitt über die Lagen. Der Preis der Square by Square liegt bei 1.890 Euro. Ob später eine reguläre Serie folgt, lässt Hanhart offen. Bis dahin bleibt die Uhr ein ungewöhnlicher Prototyp – und der deutlich experimentellere Gegenpol zur Aquasphere Matte Black.

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