Rolex, Patek Philippe und Co.: Die Bonhams-Auktion vereint einige der begehrtesten Uhren überhaupt
Kaum eine Marke steht seit jeher so sehr im Fokus des Sammlermarktes wie Rolex. Dementsprechend überrascht es nicht, dass die wichtigsten Lose der Bonhams-Auktion aus Genf stammen. Angeführt wird die Versteigerung von einer Rolex Cosmograph Daytona Ref. 6239 aus dem Jahr 1968 mit dem legendären „Paul Newman“-Zifferblatt. Das sogenannte Exotic Dial, gefertigt von Singer, gilt als einer der bedeutendsten Designcodes der Vintage-Uhrengeschichte. Benannt wurde es erst Jahre später nach dem Schauspieler Paul Newman, der eine solche Daytona privat trug und damit unbeabsichtigt eine Uhrenlegende erschuf. Das Exemplar wird auf 120.000 bis 180.000 Euro geschätzt.
Doch die Uhr ist nicht die einzige Rolex mit Sammlerpotenzial. Ebenfalls unter den Highlights befindet sich eine Daytona „Big Red“ Ref. 6265 von circa 1985. Das Modell gehört zu den letzten Handaufzugs-Daytonas vor Einführung der Automatikgeneration und besitzt mit dem roten Daytona-Schriftzug eines der bekanntesten Merkmale der Baureihe. Die Schätzung liegt bei 50.000 bis 70.000 Euro.
Rolex-Duo mit Sammlerstatus – die Daytona „Big Red“ Ref. 6265 und die seltene Submariner Comex Ref. 16610.
BonhamsFür Spezialisten dürfte jedoch die Rolex Submariner Comex Ref. 16610 von besonderer Bedeutung sein. Die Uhr entstand im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Rolex und dem französischen Tauchunternehmen Comex. Von der Referenz sollen nur wenige Hundert Exemplare produziert worden sein. Das hier angebotene Stück gehörte einem ehemaligen Comex-Taucher und späteren Geschäftsführer des Unternehmens. Allein diese Provenienz macht die Uhr zu einem außergewöhnlichen Sammlerstück. Bonhams erwartet einen Zuschlag zwischen 60.000 und 120.000 Euro.
Patek Philippe zeigt seine ungewöhnliche Seite
Neben Rolex rückt Patek Philippe in Paris mit einigen weniger bekannten, aber umso interessanteren Referenzen ins Rampenlicht. Besonders auffällig ist die Ref. 3969, die 1989 zum 150-jährigen Jubiläum der Manufaktur entstand. Das tonneauförmige Gehäuse und die springende Stundenanzeige erinnern an experimentelle Patek-Modelle der späten 1920er-Jahre. Die auf wenige Exemplare limitierte Jubiläumsuhr zeigt eindrucksvoll, dass die Genfer Manufaktur weit mehr beherrscht als klassische Kalender- und Minutenrepetitionsuhren. Die Schätzung liegt zwischen 30.000 und 60.000 Euro.
Zwei außergewöhnliche Designlegenden: Patek Philippes Jubiläumsreferenz 3969 trifft auf die elegante Cartier Tank Cintrée aus der Collection Privée Cartier Paris.
BonhamsAuch für Sammler außergewöhnlicher Gehäuseformen bietet die Auktion reizvolle Alternativen. Während Patek mit der Ref. 3969 historische Kreativität demonstriert, zeigt die Cartier Tank Cintrée aus der Collection Privée Cartier Paris, wie erfolgreich historische Designs neu interpretiert werden können.
Mehr als nur Rolex und Patek Philippe
Abgerundet wird die Auktion durch eine Reihe hochkarätiger Sammleruhren. Besonders hervorzuheben sind eine F.P. Journe Chronomètre Souverain aus Platin, deren Konstruktion von historischen Marinechronometern inspiriert wurde, sowie eine Vacheron Constantin Mercator mit aufwendigem Cloisonné-Emailzifferblatt und bi-retrograder Anzeige. Die Mercator zählt heute zu den bedeutendsten Neo-Vintage-Modellen der Marke und gehört mit einer Schätzung von bis zu 120.000 Euro zu den wertvollsten Losen der Veranstaltung.
Die F.P. Journe Chronomètre Souverain und die Vacheron Constantin Mercator gehören zu den begehrtesten Sammlerstücken der Auktion.
BonhamsDie Bonhams Fine Watches Auktion zeigt damit eindrucksvoll, was den heutigen Sammlermarkt bewegt: seltene Rolex-Sportmodelle, ungewöhnliche Patek-Philippe-Referenzen und unabhängige Uhrmacherkunst mit klarer Identität. Gerade die Mischung aus berühmten Klassikern und unterschätzten Spezialitäten macht den Reiz dieser Pariser Auktion aus.
Die Pariser Ausgabe bildet aber auch den nunmehr zweiten Höhepunkt eines außergewöhnlich starken Bonhams-Monats. Nachdem bereits die Londoner Versteigerung am 11. Juni mit seltenen Rolex-, Patek-Philippe- und unabhängigen Sammleruhren Aufmerksamkeit erregt, dürfte auch die Fine Watches Sale in Paris internationale Bieter anziehen.